- Australien setzt beim ESC 2026 mit Delta Goodrem auf einen der größten Stars des Landes
- Sie geht mit „Eclipse“ ins Rennen – und hat sich inzwischen zu einer der Favoritinnen gemausert
- Was muss man über den 41-jährigen Superstar wissen?
Australien macht beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien keine halben Sachen und schickt mit Delta Goodrem einen Namen in die Wiener Stadthalle, der seit Jahren durch die europäische Gerüchteküche zieht – und nun tatsächlich für den Sender SBS antreten wird. Der australische Broadcaster bleibt damit bei jenem Verfahren, das er bereits Ende Januar angekündigt hatte: keine Publikumsabstimmung, kein nationaler Vorentscheid, sondern eine interne Kür – zum vierten Mal in Folge.
Nach zwei Halbfinal-Ausfällen in Serie, beide Male denkbar knapp auf Rang elf, war dieses Jahr von Anfang an die Stoßrichtung klar: Australien will nicht bloß einen Act entsenden, der für Gesprächsstoff sorgt, sondern einen, der das Land ins Finale trägt. Das hat geklappt – und inzwischen hat sich Delta Goodrem sogar zu einer der Favoritinnen entwickelt.
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Delta Goodrem beim ESC 2026: Australien setzt auf Erfahrung
Einer der Gründe: Die 41-Jährige bringt fast alles mit, was es für einen ESC-Erfolg braucht. Die in Sydney geborene Sängerin, Songwriterin, Pianistin und Schauspielerin unterschrieb bereits mit 15 Jahren ihren ersten Plattenvertrag. Mit den Alben „Innocent Eyes“ und „Mistaken Identity“ wurde sie international bekannt. Sie schrieb Songs unter anderem für Céline Dion, arbeitete mit Olivia Newton-John zusammen, war in der Kultserie „Neighbours“ – so etwas wie der australischen Lindenstraße – zu sehen und spielte später auch in einem Biopic über Newton-John.
Auch Berührungspunkte mit dem Eurovision-Kosmos gibt es reichlich. 2015 war Goodrem als Autorin am australischen Junior-Eurovision-Beitrag „My Girls“ von Bella Paige beteiligt. Und auch ihr Umfeld ist eng mit dem Wettbewerb verzahnt: Bei „The Voice“ saß sie unter anderem neben dem ehemaligen australischen ESC-Teilnehmer Guy Sebastian in der Jury. Die Bühne, auf die sie nun selbst zusteuert, ist ihr also keineswegs fremd.
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„Eclipse“ ist keine Ballade im klassischen Sinn, sondern eine Powerballade mit klarem ESC-Zuschnitt: pathosgeladen, dynamisch und stimmlich auf große Wirkung angelegt. Musikalisch beginnt der Song vergleichsweise zurückhaltend, mit Harfe, Streicherflächen und Klavier. Dann zieht er spürbar an. Im Refrain kommen Chor und Bass hinzu, später wird das Arrangement breiter und drängender. Nach einem kurzen Klaviermoment führt eine Bridge mit Nachdruck in den Schlussrefrain zurück.
Dort kann Delta Goodrem genau jene Stärke ausspielen, auf die dieser Beitrag gebaut ist: vokale Präsenz. Inhaltlich nutzt „Eclipse“ das Bild der Sonnenfinsternis als Metapher für zwei Menschen, deren Bahnen sich eigentlich nicht kreuzen und die einander doch in einem seltenen Moment begegnen. Für einen Augenblick scheint alles stillzustehen.
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Delta Goodrem mit „Eclipse“: Australiens ESC-Beitrag im Video
Delta Goodrem: Der Songtext von „Eclipse“
Songtext auf Englisch
Shadows in the moonlight dancing with the sun
Planets are aligning to love as one
And it won‘t be long till the morning comes
In a sky full of stars, though our lives were apart
We‘ve only just begun
One touch, one kiss
All my life for a night like this
The world stops for us
Only love exists
When we eclipse
When we eclipse
When we eclipse (Oh-oh-oh-oh)
When we eclipse (Oh-oh, oh-oh)
Call it perfect timing, I call it divine
Gravity is pulling your heart to mine
And it won‘t be long till the morning comes
In a sky full of stars, I am right where you are
Forever’s just begun
One touch, one kiss
All my life for a night like this
The world stops for us
Only love exists
When we eclipse (Oh)
When we eclipse
When we eclipse (Oh-oh-oh-oh)
When we eclipse (Oh-oh, oh-oh)
Hey! (Oh, oh)
When we eclipse (Oh)
We are one love
One touch, one kiss
All my life for a night like this
The world stops for us
Only love exists
When we eclipse (Oh-oh-oh-oh)
When we eclipse (Oh-oh-oh-oh)
When we eclipse (Oh-oh-oh-oh)
When we eclipse (Oh-oh-oh-oh)
Songtext auf Deutsch
Schatten im Mondlicht tanzen mit der Sonne
Die Planeten richten sich aus, um als Einheit zu lieben
Und es dauert nicht mehr lange, bis der Morgen kommt
An einem Himmel voller Sterne, obwohl unsere Leben getrennt waren
Haben wir gerade erst begonnen
Eine Berührung, ein Kuss
Mein ganzes Leben für eine Nacht wie diese
Die Welt steht für uns still
Nur die Liebe existiert
Wenn wir uns verschmelzen
Wenn wir uns verschmelzen
Wenn wir uns verschmelzen (Oh-oh-oh-oh)
Wenn wir uns verschmelzen (Oh-oh, oh-oh)
Nenn es perfektes Timing, ich nenne es göttlich
Die Schwerkraft zieht dein Herz zu meinem
Und es dauert nicht mehr lange, bis der Morgen kommt
An einem Himmel voller Sterne bin ich genau dort, wo du bist
Die Ewigkeit hat gerade erst begonnen
Eine Berührung, ein Kuss
Mein ganzes Leben für eine Nacht wie diese
Die Welt steht für uns still
Nur die Liebe existiert
Wenn wir uns verschmelzen (Oh)
Wenn wir uns verschmelzen
Wenn wir uns verschmelzen (Oh-oh-oh-oh)
Wenn wir uns verschmelzen (Oh-oh, oh-oh)
Hey! (Oh, oh)
Wenn wir uns verschmelzen (Oh)
Wir sind eine Liebe
Eine Berührung, ein Kuss
Mein ganzes Leben für eine Nacht wie diese
Die Welt steht für uns still
Nur die Liebe existiert
Wenn wir uns verschmelzen (Oh-oh-oh-oh)
Wenn wir uns verschmelzen (Oh-oh, oh-oh)
Wenn wir uns verschmelzen (Oh-oh-oh-oh)
Wenn wir uns verschmelzen (Oh-oh, oh-oh)
So erfolgreich war Australien zuletzt beim ESC
Australien gehört trotz seiner geografischen Entfernung längst fest zur ESC-Erzählung. Als assoziiertes Mitglied der Europäischen Rundfunkunion durfte das Land bislang neunmal antreten und verpasste nur zweimal das Finale. Gelang der Sprung dorthin, dann meist mit Nachdruck: Fünfmal landete Australien in den Top Ten. Schon das Debüt 2015 in Wien endete auf Platz fünf, 2016 folgte mit Dami Im und „Sound of Silence“ sogar Rang zwei – bis heute das beste australische Ergebnis.
Die vergangenen zwei Jahre brachten allerdings Ernüchterung. 2024 und 2025 war jeweils bereits im Halbfinale Schluss. Umso mehr wirkt die Nominierung von Delta Goodrem wie eine strategische Korrektur: weniger Experiment, mehr Anspruch.
- 2025: Go-Jo – „Milkshake Man“ (nicht für das Finale qualifiziert)
- 2024: Electric Fields – „One Milkali“ (nicht für das Finale qualifiziert)
- 2023: Voyager – „Promise“ (Platz 9)
- 2022: Sheldon Riley – „Not The Same“ (Platz 15)
- 2021: Montaigne – „Technicolour“ (nicht für das Finale qualifiziert)
Genauso klingt auch „Eclipse“. Der Beitrag macht sich nicht klein. Und am Ende könnte es sogar für einen Platz ganz vorne reichen.
Alle ESC-Acts 2026 im Überblick
Eurovision Song Contest 2026: Die Startreihenfolge im Finale
- 01 Dänemark: Søren Torpegaard Lund – „Før Vi Går Hjem“
- 02 Deutschland: Sarah Engels – „Fire“
- 03 Israel: Noam Bettan – „Michelle“
- 04 Belgien: Essyla – „Dancing On The Ice“
- 05 Albanien: Alis – „Nân“
- 06 Griechenland: Akylas – „Ferto“
- 07 Ukraine: Leléka – „Ridnym“
- 08 Australien: Delta Goodrem – „Eclipse“
- 09 Serbien: Lavina – „Kraj Mene“
- 10 Malta: Aidan – „Bella“
- 11 Tschechien: Daniel Zizka – „Crossroads“
- 12 Bulgarien: Dara – „Bangaranga“
- 13 Kroatien: Lelek – „Andromeda“
- 14 Vereinigtes Königreich: Look Mum No Computer – „Eins Zwei Drei“
- 15 Frankreich: Monroe – „Regarde!“
- 16 Moldau: Satoshi – „Viva, Moldova!“
- 17 Finnland: Linda Lampenius x Pete Parkkonen – „Liekinheitin“
- 18 Polen: Alicja – „Pray“
- 19 Litauen: Lion Ceccah – „Sólo Quiero Más“
- 20 Schweden: Felicia – „My System“
- 21 Zypern: Antigoni – „Jalla“
- 22 Italien: Sal Da Vinci – „Per Sempre Sì“
- 23 Norwegen: Jonas Lovv – „Ya Ya Ya“
- 24 Rumänien: Alexandra Căpitănescu – „Choke Me“
- 25 Österreich: Cosmó – „Tanzschein“



