Die Volleyballerinnen des RC Sorpesee galten in der Vergangenheit nicht nur als besonders heimstark – sie waren es. Auch dank der Unterstützung der enthusiastischen Fans, der so genannten Blauen Wand, mutierte die Sporthalle des Schulzentrums in Sundern zu einer fast uneinnehmbaren Festung. Doch in der aktuellen Saison der 2. Bundesliga Nord und nach der nächsten 0:3-Niederlage gegen den SC Potsdam II bröckeln deren Mauern gewaltig.

Sorpesee: Vier Heimspiele, drei Pleiten

„Wir müssen das Spiel schnell abhaken und uns auf die nächste Partie in Ostbevern fokussieren“, sagte RCS-Cheftrainer Martin Barthel zwar nach der Niederlage. Dass seine Mannschaft bei bislang vier Heimspielen zum dritten Mal mit 0:3 verlor, registrierte der Coach natürlich. Lediglich gegen den Schweriner SC II gelang ein umkämpfter 3:2-Erfolg.

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Wird aus der Heimstärke der Sauerländerinnen also plötzlich eine Heimschwäche?

Wir müssen dringend Selbstvertrauen sammeln.

Martin Barthel, Trainer des RC Sorpesee

Von dieser Einschätzung ist man beim RCS (noch) weit entfernt. Zumal die junge Mannschaft auch gegen den SC Potsdam II Chancen hatte, dem Spiel eine andere Wendung zu geben. „Zumindest in den ersten beiden Sätzen war es ein enges und umkämpftes Spiel. Dennoch gelang es den Potsdamerinnen immer wieder, die entscheidenden Stiche zu setzen“, resümierte Teammanager Tom Zimmer. Mit 21:25 und 23:25 verlor der RCS die Durchgänge.

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Im dritten Satz wurde der Trend zu Gunsten der Gäste deutlicher. Sorpesee kämpfte, aber Potsdam blieb im Angriff konstant gefährlich und ließ defensiv kaum etwas zu. Die Gastgeberinnen schafften es nicht mehr, das Spiel entscheidend zu drehen, so dass Potsdam letztlich souverän mit 25:18 den Sack zumachte.

Sorpesee: Abstiegszone gefährlich nah

„Leider konnten wir gerade im Element Aufschlag zu wenig Druck auf die Gegnerinnen erzeugen. Und dann haben es die Mädels von der Havel einfach gut und konstant gemacht“, sagte Martin Barthel nach Spielende. Die Enttäuschung der Sauerländerinnen war zu spüren – sie hatten sich für dieses Heimspiel deutlich mehr vorgenommen.

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In der Tabelle muss der Blick nun nach unten gerichtet werden, da der RCS als Elfter nur zwei Zähler vor der Abstiegszone steht. Punktgleich ist die Mannschaft übrigens mit dem nächsten Gegner BSV Ostbevern, was der Partie zusätzliche Brisanz verleiht. „Uns fehlt im Moment die letzte Konsequenz vor allem im Angriff, die Arbeit unserer Feldabwehr in Punkte zu verwandeln“, sagte Barthel und ergänzte: „Wir müssen dringend Selbstvertrauen sammeln.“

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RCS: Zimmer, Bastert, Barthel, Vi. Vornweg, Emig, Steiner, Prachtel, Henkies, Bürger, Brenscheidt, Buchholzki, Hümmeke.