Auf diese Frage geht Michelle Henkies – bewusst oder unbewusst – nicht ein. Acht Spiele bestritten die Volleyballerinnen des RC Sorpesee in der 2. Bundesliga Nord bislang. Nach dem ersten Saisondrittel stehen fünf Niederlagen nur drei Siege gegenüber. Geht es für die verjüngte Mannschaft deshalb dieses Mal mehr als in der Vergangenheit um den Klassenerhalt, Frau Henkies? Die 26-Jährige schwieg, aber nicht komplett.
Sorpesee: Ein schwieriger Saisonstart
„Der Saisonstart war sicherlich nicht der einfachste, da es gerade zu Beginn der Saison auch viele spielfreie Wochenenden gab“, antwortete die Zuspielerin, die laut Statistik ihre zehnte Saison beim RCS absolviert. Sie erlebte aus diesem Grund zahlreiche Auf-, aber auch Abstiege mit den Sauerländerinnen. Einen Grund, nervös zu werden, machte Henkies auch in der 1:3-Niederlage am vergangenen Spieltag beim VC Oldenburg nicht aus.
„Wir haben natürlich einige Punkte liegen gelassen“, sagte die Nummer elf der Mannschaft des Cheftrainers Martin Barthel, „aber in der Hinrunde warten noch Potsdam, Ostbevern, Cottbus und Hildesheim auf uns, so dass noch einige Punkte im Topf sind.“ Bereits im Heimspiel an diesem Samstag (18.30 Uhr, Schulzentrum Sundern) soll gegen den SC Potsdam II der nächste Sieg gelingen.
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Umso wichtiger wäre der erst zweite Heimerfolg, da die Gäste in der Tabelle nur einen Punkt vor dem RCS (10.) auf Rang acht stehen. Aber: Nachdem der SC Potsdam vor der Saison überraschend den Lizenzantrag der ersten Mannschaft für die 1. Bundesliga zurückzog, wird rund um die Zweitliga-Mannschaft daran gearbeitet, wieder erstklassig zu werden.
Mit Susanne Lahme übernahm jetzt eine der ehemals besten deutschen Volleyballerinnen die Position der Sportdirektorin. „Meine Strategie ist es, den Volleyballnachwuchs – der hier in Potsdam mit der Sportschule und dem Umfeld optimale Bedingungen hat – weiter nach oben zu bringen. Wenn es der SC Potsdam bei den Frauen zurück in die Erstklassigkeit schafft, soll es kein Team geben, das zum Großteil aus Legionärinnen besteht“, erklärte sie. Die 57-Jährige nahm laut Wikipedia als einzige deutsche Sportlerin sowohl im Volleyball als auch im Beachvolleyball an den Olympischen Spielen teil.
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Rico Freimuth, dem Vorstandsvorsitzenden des SC Potsdam, sagte: „Sie hat im In- und Ausland fast alles im Volleyballsport erreicht. Wir werden sehr von ihrem Engagement profitieren. Sie wird der Volleyball-Sparte des Sport-Clubs einen gehörigen Schub verpassen.“ Am Sorpesee hofft man jedoch, dass dieser nicht per sofort einsetzt.




