Als die erfolgreiche Ära des Trainers Julian Schallow beim RC Sorpesee in der vergangenen Saison überraschend endete, sorgte das anfangs für ungewohnte Schlagzeilen rund um den Volleyball-Zweitligisten. In einem Interview mit dieser Zeitung schwärmte Schallow dann aber von „der Volleyball-Liebe meines Lebens“ und erklärte: „Erst mal sind alle Aufgaben beim RCS in den besten Händen. Und wenn wirklich Hilfe gebraucht wird, können wir ja sprechen.“ Vor dem Saisonstart der 2. Bundesliga Nord an diesem Wochenende steht fest: Es wurde gesprochen.
Sorpesee: Schallow mit neuer Aufgabe
Denn der 42-Jährige, der den RCS während seiner über 15-jährigen Tätigkeit als Cheftrainer bis in die 2. Bundesliga führte, übernahm nicht etwa einen Job bei einem anderen Klub, wie es zum Beispiel im Fußball gelebter Alltag ist. Schallow blieb dem RCS treu und kümmert sich um die kleinsten Volleyballer des Vereins.
„Das ist natürlich etwas ganz anderes, als ich es rund um die erste Mannschaft erlebt habe. Ich betreue Jungs und Mädels von der Ballgewöhnung bis zur Altersklasse U14 etwa“, erzählte der Sauerländer und ergänzte: „Das ist eine spannende Aufgabe, da die Kinder meistens vor ihren ersten Schritten im Volleyball stehen.“
15 Jahre RC Sorpesee: Schallows Trainer-Karriere in 30 packenden Bildern
Weil ihm das Wohl und Wehe seiner ehemaligen Spielerinnen aber ebenso am Herzen liegt, verfolgt Schallow auch die Entwicklung rund um die Zweitliga-Mannschaft des RCS. „Ich habe alle Spiele der vergangenen Saison gesehen“, verriet er über die Zeit nach seinem Rücktritt. Schallow beschränkte sich anfangs allerdings auf den Livestream, bevor er zum Saisonfinale gegen den TV Hörde wieder selbst in die Halle in Sundern ging. „Es hat doch einen Moment gebraucht, bis ich in der Lage war, die Spiele von der Tribüne aus zu verfolgen. Die dafür notwendige Distanz bekommt man eben nicht so schnell“, erklärte er.

Aus dieser Distanz lobte er den RCS vor dessen Saisonstart mit zwei Auswärtsspielen in Münster. An diesem Samstag (13 Uhr) geht es zum USC II, am Sonntag (16 Uhr) zum VCO. „Die Mannschaft hat im Pokal trotz der Niederlage gegen einen sehr starken Gegner sehr ansehnlich gespielt. Ich bin guter Dinge, dass das Team gut präpariert ist für den Saisonstart und noch stärker wird, wenn die angeschlagenen Spielerinnen zurückkommen“, sagte Schallow.
Sorpesee: Zweimal nach Münster
Sein Nachfolger und ehemaliger Co-Trainer Martin Barthel zeigte sich ebenso zuversichtlich. „Wir sind guten Mutes, auch wenn wir in den vergangenen zwei Wochen mit diversen Infekten und Beeinträchtigungen zu kämpfen hatten“, sagte er. Während die Bundesliga-Reserve des USC um die Sauerländerin Ines Bathen wieder zur den Top-Teams der Liga zählt, ist das Nachwuchsteam VCO Münster eine Wundertüte. „Man kann noch nicht voraussagen, in welcher Besetzung die antreten werden“, erklärte Barthel.
































