Schlechte Stimmung oder Zweifel zu sehen – war nahezu unmöglich. Denn obwohl die Volleyballerinnen des RC Sorpesee in der 2. Bundesliga Nord das Heimspiel gegen den SCU Emlichheim mit 0:3 verloren hatten, gab es nach der dritten Niederlage im fünften Saisonspiel eine LaOla des Teams mit den treuen Fans der „Blauen Wand“. Doch eine Trainer-Legende wie er lässt sich von solchen Aktionen nicht täuschen. Und deshalb wählte Axel Büring besondere Worte.
Sorpesee schnuppert am Satzgewinn
Ähnlich wie im ersten Saisonspiel beim Top-Team USC Münster II verloren die Sauerländerinnen gegen den Meister der vergangenen Spielzeit, der auf sein Aufstiegsrecht verzichtete, nur auf dem Papier deutlich. 23:25, 16:25 und 26:28 endeten die Sätze und besonders im dritten hätte das Pendel auch zu Gunsten der Gastgeberinnen ausschlagen können.
„Ein 0:3 ist nichts, was man in die Tüte krümeln kann“, sagte RCS-Trainer Martin Barthel nach der zweiten Niederlage im zweiten Heimspiel der Saison. „Mit dem Spiel insgesamt bin ich aber nicht unzufrieden. Wir mussten immer volles Risiko gehen, um eine Chance auf einen Punkt zu haben“, ergänzte er.
Sorpesee kassiert ein dickes Lob
Letztendlich setzten sich die Gäste dank ihrer Qualität und Erfahrung durch. Und Büring, der als Cheftrainer mit den Frauen des USC Münster mehrfach die Deutsche Meisterschaft gewann, schaute nach Spielschluss ganz genau in die Augen der jungen Sauerländerinnen. „Ich sehe zweifelnde Gesichter“, sagte der 58-Jährige und setzte dann zu einem Lob an, das im Sauerland nachhallen wird.
XXL-Bilderstrecke: 88 spektakuläre Fotos vom Sportwochenende im Sauerland
„Vielen, vielen Dank für den ganz tollen Rahmen. Die Historie des RC Sorpesee ist ähnlich wie bei uns. Beide Vereine arbeiten mit jungen Spielerinnen aus der Region und führen sie an mindestens die 2. Bundesliga heran. Der RCS hat vor der Saison einen ganz, ganz mutigen Schritt gemacht mit einer Neustrukturierung der Mannschaft und mit vielen jungen Spielerinnen“, analysierte die Trainer-Legende des deutschen Volleyballs.
Auch interessant
Was folgte, dürfte dem RCS Mut machen. „Das ist immer so, wenn man neu anfängt“, sagte Büring, der Ende der 1990er Jahre sogar kurz Bundestrainer war, mit Blick auf die zweifelnden Gesichter. „Diese Mannschaft hat viel Potenzial und kann die 2. Bundesliga sicher halten. Ihr müsst weiter arbeiten, Mädels, dann werdet ihr euch mehr entwickeln als andere“, ergänzte er. Und nicht nur RCS-Cheftrainer Martin Barthel spendete für diese Worte dankend Applaus.



















































































