Mit dieser Nachricht überraschte der Weltverband IBSF in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch: Der für diesen Freitag, 28. November, in Innsbruck-Igls geplante Skeleton-Weltcup wurde nach einer Abstimmung der Sportler abgesagt. Damit setzen sich die Probleme mit dem umfangreich renovierten Eiskanal fort. Bereits die Rennrodler hatten ihren dort geplanten Weltcup gecancelt und nach Winterberg verlegt.
Innsbruck: Zu wenig Trainingseinheiten
Laut einer Mitteilung des Weltverbandes stimmte bei einer Sitzung der Athletinnen und Athleten am Dienstag eine Mehrheit (30:21) für die Absage der Rennen der Männer, Frauen und im Mixed-Team. Als Hauptgrund wurde die unzureichende Vorbereitung des Eiskanals aufgeführt, aufgrund dieser bereits am Montag die Trainingseinheiten gestrichen werden mussten. Selbst eine zusätzlich eingesetzte Bahncrew habe nicht für Abhilfe sorgen können.
Wo die für Innsbruck geplanten Rennen stattdessen ausgetragen werden, soll in den kommenden Tagen bekannt gegeben werden. „Ich denke, dass wir Athleten gemeinsam ein Statement gesetzt haben, das lange überfällig war. Aber es gibt natürlich auch viele, die anderer Meinung sind“, sagte Hannah Neise, Olympiasiegerin von 2022, auf Nachfrage.
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Die Olympiabahn von 1976 in Innsbruck wurde in den vergangenen etwa 20 Monaten für knapp 30 Millionen Euro umgebaut. Die Rennrodler verlegten ihren Saisonstart (5. bis 7. Dezember) nach abgebrochenen Testfahrten aufgrund der Probleme nach Winterberg.
Ich stehe hinter der Entscheidung meiner Sportler. Die Sicherheit geht vor.
Christian Baude. Cheftrainer
„Ich stehe hinter der Entscheidung meiner Sportler. Die Sicherheit geht vor“, sagte Bundestrainer Christian Baude der Deutschen Presse-Agentur. Das deutsche Team war bereits am Wochenende angereist und hatte laut dpa auf eigene Kosten ein Training außerhalb der offiziellen und kostenfreien Weltcup-Trainingsfahrten absolviert.
Zu wenig Trainingsfahrten
Mit dem Ergebnis: Unter diesen Bedingungen kann man keinen Weltcup austragen. Nach den Nachbesserungen mit vergrößerter Bahncrew wurden für Mittwoch vier Trainingsfahrten angesetzt – zu wenig aus Sportlersicht.
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Beim Skeleton-Saisonstart in Cortina d‘Ampezzo feierte Jacqueline Pfeifer (RSG Hochsauerland) ihren ersten Weltcupsieg seit Januar 2021. Hannah Neise (BSC Winterberg) belegte Rang zwei. „Jetzt geht es darum, die neuen Kurven in Igls kennenzulernen. Innsbruck und ich waren bislang nicht die besten Freunde, vielleicht ändert sich das ja jetzt“, sagte Neise nach dem Saisonauftakt.




