Zusammenfassung
- Nach technischen Problemen am Eiskanal in Innsbruck-Igls springt Winterberg ein und richtet vom 5. bis 7. Dezember den Weltcup-Auftakt der Rennrodler aus.
- Der aufwendig umgebaute Eiskanal in Innsbruck wurde vom Internationalen Rodelverband wegen Fehlern gesperrt, was insbesondere die österreichischen Athleten vor massive Probleme stellt.
- Winterbergs Veranstalter und Unterstützer sehen sich gut vorbereitet, während der Österreichische Rodelverband Wettbewerbsnachteile und einen Umbau fordert.
„Natürlich ist das eine Herausforderung“, sagte Stephan Pieper, „aber ich habe ein mega Team und wir sind so gut aufgestellt, dass wir uns weder in der Organisation noch im Eis sorgen müssen.“ Für den Geschäftsführer der Veltins-EisArena in Winterberg war nach den ersten Meldungen über Probleme mit dem umgebauten Eiskanal in Innsbruck-Igls klar, Hilfe anzubieten – und diese wurde jetzt angenommen. Statt in Österreich eröffnen die Rennrodler ihre olympische Saison mit einem Weltcup im Hochsauerland.
Innsbruck-Igls: 30-Millionen-Investition für die Katz?

Der für 30 Millionen Euro umgebaute untere Teil des Eiskanals in Innsbruck-Igls wurde vom Internationalen Rodelverband FIL wegen technischer Fehler nicht freigegeben. Vom 5. bis 7. Dezember rasen die deutschen Stars um Julia Taubitz und Felix Loch deshalb in Winterberg durch den Eiskanal. Anders als die Rodler dürfen die Bob- und Skeletonpiloten ihren Weltcup vom 28. bis 30. November in Igls bestreiten. Lediglich für den Viererbob stehen noch Testfahrten aus.
„Die Bereitschaft von Winterberg, innerhalb weniger Tage einzuspringen, ist ein starkes Zeichen des Zusammenhalts in unserer Rodel-Familie“, sagte FIL-Präsident Einars Fogelis: „Mein herzlicher Dank gilt dem gesamten Team von Stephan Pieper, den Mitarbeitern der Veltins-EisArena und allen Beteiligten vor Ort, die es ermöglichen, unseren Athleten trotz der schwierigen Umstände einen würdigen Weltcup-Auftakt zu bieten. Diese Solidarität zeigt, was unseren Sport ausmacht.“ Auch im Januar ist der Rodel-Zirkus übrigens in Winterberg zu Gast.
Das wird ein heißer Winter. Aber wir sind so gut aufgestellt, dass wir diese Dinge mit großer Ruhe, Gelassenheit und Professionalität organisieren können.
Stephan Pieper, Geschäftsführer der Veltins-EisArena
„Das wird ein heißer Winter“, sagte Stephan Pieper. „Aber wir sind so gut aufgestellt, dass wir diese Dinge mit großer Ruhe, Gelassenheit und Professionalität organisieren können“, ergänzte er und betonte, dass der Weltcup-Auftakt der Rennrodler bei freiem Eintritt stattfinden werde.
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„Dazu gehören tolle Unterstützer, die an unserer Seite stehen. Niggemann Catering, Eventtechnik Südwestfalen, Elektro Hegener, Volker Klein Brabecke, Autohaus Hoffmann, die Agentur Triceps, Winterberg Touristik, SNS Security, Jürgen Bangert und Sebastian Rasp als Moderatoren sowie unser Presseteam, um nur einige zu nennen. Das macht Spaß und vieles möglich“, sagte Pieper. Während beim Bob- und Skeleton-Weltcup der BSC Winterberg als Verein die Durchführung immens unterstützt, übernimmt diese Rolle beim Rennrodeln der BRC Hallenberg.
Drei Weltcups in Winterberg
Neben dem Saisonauftakt der Rennrodler Anfang Dezember gibt es in Winterberg zwei weitere Weltcups. Vom 2. bis 4. Januar 2026 gastiert der Bob- und Skeleton-Weltcup in der Veltins-EisArena. Vom 9. bis 11. Januar reisen die Rennrodler ein weiteres Mal ins Hochsauerland. Sportlicher Höhepunkt des Winters sind die Olympischen Winterspiele im Februar in Cortina d‘Ampezzo.
Österreich befürchtet Wettbewerbsnachteil
„Wir werden unsere Sportler nicht einem derart hohen Verletzungsrisiko aussetzen, das wäre unverantwortlich“, sagte ÖRV-Cheftrainer Christian Eigentler, der durch das Innsbruck-Aus Konsequenzen befürchtet. „Wir verlieren ausgerechnet in einer Olympiasaison den Heim-Weltcup und unsere wichtigste Trainingsstätte. Für uns ist das ein klarer Wettbewerbsnachteil.“
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ÖRV-Präsident Markus Prock ist mächtig verärgert. „Der Igler Eiskanal wurde modifiziert, um den Weltcupstatus für Bob und Skeleton zu sichern und ist jetzt für die Rodler nicht befahrbar. Da fehlt völlig das Verständnis, zumal sehr viel Geld im Spiel ist. Wir fordern einen Umbau und gehen davon aus, dass die Verantwortlichen hier alsbald die notwendigen Maßnahmen einleiten“, sagte der Verbandschef.
(mit sid/dpa)




































































