Sie verfolgt in diesem Winter einen Traum. Das verriet Laura Nolte, Bobpilotin des BSC Winterberg, vor dem Saisonauftakt. „Es wäre ein Traum, wenn ich aus Cortina mit zwei Olympia-Medaillen abreisen könnte“, sagte sie mit Blick auf die Olympischen Winterspiele in Cortina d‘Ampezzo im Februar 2026. Der Saisonstart weckt Hoffnungen darauf, dass dieser Traum zur Realität werden kann. Ausgerechnet an ihrem 27. Geburtstag krönte die Zweierbob-Olympiasiegerin von 2022 ein Wochenende, das einem Statement gleichkam.
Nolte siegt vor US-Duo
Nachdem sie am Samstag bereits den Weltcup im Monobob gewann, raste die BSC-Pilotin mit Anschieberin Deborah Levi (SC Potsdam) am Sonntag auch im Zweierbob zum Sieg auf der Olympiabahn in Cortina d‘Ampezzo. Bereits nach dem ersten Lauf lag das Duo in Führung. Nach zwei Läufen betrug der Vorsprung auf Love/Hill (USA) satte 77 Hundertstelsekunden. Auf Rang drei fuhren Humphries/Hoffmann (USA/+0,79).
Pilotin Kim Kalicki (TuS Eintracht Wiesbaden) musste sich mit ihrer Anschieberin Leonie Fiebig vom BSC Winterberg mit dem vierten Platz zufrieden geben (+0,93). Zur Halbzeit lag das Duo noch hinter Nolte/Levi auf dem zweiten Rang. Lisa Buckwitz (BRC Thüringen) und Neele Schuten (TV Gladbeck) belegten Rang sieben (+1,24). Im Ziel gab es ein Geburtstagsständchen und ein Stück Käsekuchen samt Kerze für Nolte.
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„Kim und Leonie waren deutlich gehandicapt durch Kims Verletzung. Dafür haben sie es sehr, sehr gut gemacht, so dass die Startzeit noch im Rahmen lag“, sagte Chef-Bundestrainer René Spies. „Von Laura und Debbi war es ein souveräner Sieg mit sehr guten Startleistungen und zwei sehr guten Fahrten. Das war ein sehr, sehr deutlicher und verdienter Sieg“, ergänzte er.
Wir hatten insgesamt viel Spaß hier in den vergangenen Wochen und fahren mit einem sehr, sehr guten Gefühl zu den Spielen im Februar, weil wir gemerkt haben, dass die Bahn uns liegt.
Laura Nolte, Bobpilotin des BSC Winterberg
„Wir sind super happy“, sagte Laura Nolte: „Es war ein tolles Wochenende. Wir hatten insgesamt viel Spaß hier in den vergangenen Wochen und fahren mit einem sehr, sehr guten Gefühl zu den Spielen im Februar, weil wir gemerkt haben, dass die Bahn uns liegt. Wir hatten sehr gute Startzeiten und sehr gute Fahrten.“ Die Gesamtweltcup-Siegerin der vergangenen drei Jahre im Zweierbob feierte nicht nur ihren Geburtstag, sondern den 21. Weltcupsieg im Zweierbob.
Nolte im Monobob „mega-mega zufrieden“
„Mit dem Ergebnis bin ich natürlich mega-mega zufrieden“, sagte Nolte auch am Samstagmittag. Ausgerechnet auf der Olympiabahn in Cortina d‘Ampezzo gewann sie den ersten Weltcup der Saison im Monobob. Nolte raste im Finallauf mit Bestzeit von Rang drei an die Spitze vor und verwies Monobob-Weltmeisterin Kaysha Love aus den USA mit 0,15 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei. Dritte wurde die Australierin Breeana Walker.

Nolte am Start stark
Was die BSC-Pilotin im Anschluss aber besonders betonte: „Auch mit den Startzeiten bin ich heute extrem zufrieden. Ich bin einfach dran am Feld. Damit kann man auch gewinnen. Das ganze Sommertraining hat sich auf jeden Fall gelohnt.“ Unter Sprint-Bundestrainer David Korell quälte sie sich an ihrem Wahl-Wohnort Frankfurt im Athletiktraining und profitiert davon jetzt offenbar im Eiskanal.

„Mit den Läufen bin ich gar nicht so zufrieden, im Training bin ich deutlich besser gefahren“, sagte Nolte, die vor allem im unteren Teil der Bahn Zeit aufholte: „Da habe ich den Bob richtig fliegen lassen.“ Letztendlich durfte sie zum Saisonstart ihren fünften Weltcupsieg im Monobob feiern.
Laura hatte kleine Schwächen im oberen Bahnteil, war ansonsten aber sehr solide mit einer sehr, sehr guten Startleistung. Das macht auf jeden Fall Hoffnung für Februar.
René Spies, Chef-Bundestrainer Bob
Lisa Buckwitz vom BRC Thüringen kam auf Rang fünf. Kim Kalicki (Eintracht Wiesbaden) musste sich mit Platz zehn zufriedengeben.
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„Ein herausforderndes Rennen, einige Fehler haben zu großen Zeitabständen geführt“, bilanzierte der aus Winterberg stammende Chef-Bundestrainer René Spies das erste Bob-Rennen im Eugenio Monti Cortina Sliding Centre. „Laura hatte kleine Schwächen im oberen Bahnteil, war ansonsten aber sehr solide mit einer sehr, sehr guten Startleistung. Das macht auf jeden Fall Hoffnung für Februar“, ergänzte er.




