Diese Sätze klingen im ersten Moment ernüchternd. „Cortina und Peking zu vergleichen, fällt mir schwer“, erzählte Hannah Neise. „Peking war bei mir wie Liebe auf den ersten Blick, das hat gut funktioniert. Da bin ich von Anfang an besser klargekommen als in Cortina“, ergänzte die Skeleton-Pilotin des BSC Winterberg. Das Resultat 2022 in Peking war – historisch. Neise gewann bei den Olympischen Winterspielen dort als erste Deutsche Gold in ihrer Sportart. Im Februar 2026 geht es in Cortina d‘Ampezzo um olympisches Edelmetall. Auch für sie? Der erste Fingerzeig, ob Neise zu den Favoritinnen zählen wird, ist an diesem Freitag (13 Uhr) zu erwarten.

Nur drei Olympia-Tickets

Mit einem Weltcup auf der Olympiabahn startet die olympische Saison. „Es ist natürlich jetzt eine ganz andere Situation als vor vier Jahren“, sagte die 25-Jährige, die aus Schmallenberg stammt und im vergangenen Winter Gesamtweltcup-Dritte war. In China kam ihr Olympia-Gold sehr überraschend, mittlerweile ruhen einige deutsche Olympia-Hoffnungen auf ihr. „Ich versuche, die Saison einfach mit Spaß anzugehen, sie zu genießen, mein Bestes zu geben“, erklärte Neise und ergänzte: „Und mich hoffentlich zu qualifizieren.“

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Denn vor dem Rennen im Zeichen der fünf Ringe steht die nationale Qualifikation. Neben Neise wollen auch Jacqueline Pfeifer (RSG Hochsauerland), Susanne Kreher (BSC Sachsen Oberbärenburg) und Corinna Leipold (WSV Königssee) ein Olympia-Ticket. Cheftrainer Christian Baude kann aber nur drei vergeben.

Wir haben hier die Dolomiten, die Kulisse ist traumhaft. Für mich persönlich wurde St. Moritz als Top-Location abgelöst.

Jacqueline Pfeifer, RSG Hochsauerland

„Ich hatte hier in Cortina mal gute Läufe, dann wieder schlechte. Eigentlich macht mir die Bahn sehr viel Spaß, aber es gibt noch ein paar Stellen, die mir schwerfallen“, resümierte Hannah Neise die internationale Trainingswoche. „Es hat sehr viel Spaß gemacht, sich die Bahn in den letzten zwei Wochen zu erarbeiten, das ist uns denke ich auch gut gelungen. Wir haben unseren Rhythmus und unsere Linie gefunden, auch wenn die Bahn ihre Tücken hat, gerade im oberen Bereich“, sagte Jacqueline Pfeifer.

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Sie strebt nach Südkorea, wo sie Olympia-Silber gewann, und China die dritte Olympia-Teilnahme in ihrer Karriere an. „Wir haben hier die Dolomiten, die Kulisse ist traumhaft. Wir hatten tolles Wetter, von den zwei Wochen nur drei Tage Regen. Für mich persönlich wurde St. Moritz als Top-Location abgelöst. Und obendrauf noch das gute Essen, Pasta, Cappuccino, Espresso – wir haben es hier schon gut erwischt und ich fühle mich sehr wohl in Cortina“, ergänzte sie.

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Von Liebe auf den ersten Blick – sprach in Cortina übrigens keine deutsche Pilotin.