Wahre Größe zeigt sich in der Niederlage, heißt es. Den Fußballfans ist sicherlich noch Oliver Kahns Handshake mit Jens Lehmann bei der Heim-WM in Erinnerung. Der degradierte Torwart nahm seine Rolle an und stellte sich im Sinne der Mannschaft hinter die neue Nummer 1. Ein ähnliches Zeichen könnte Matthias Nocke nach der verlorenen Stichwahl zum Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal nun setzen.
Bereits vergangene Woche hatte Miriam Scherff im talzeit-Interview klargemacht: „Ich möchte, dass Matthias Nocke Wuppertals Stadtdirektor bleibt.“ Im vergangenen Wahlkampf war Nocke auch durch Attacken gegenüber seiner Konkurrentin aufgefallen. Im Sinne der Stadt sollte er diese Haltung nun schnell ablegen.
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Matthias Nocke sagt, er wisse, wo die Blockaden in der Stadtverwaltung sitzen
Denn die Stadt steht vor großen Herausforderungen. Nicht nur die Großprojekte ziehen Ressourcen in der Stadtverwaltung. Sondern auch die, wie Matthias Nocke sie beschreibt, „verwahrlosten Geschäftsprozesse“. Immer wieder hat er im Wahlkampf betont, dass er - anders als Scherff - weiß, wo die Blockaden sitzen. Dieses Wissen sollte er als neuer alter Stadtdirektor nicht für sich behalten.
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Denn eins ist klar: Die Wuppertalerinnen und Wuppertaler haben sich zwar für Miriam Scherff als ihre neue Oberbürgermeisterin entschieden. Am Ende erwarten sie aber in erster Linie, dass Probleme gelöst werden.
Miriam Scherff könnte Anlaufschwierigkeiten haben – hier ist Nocke gefragt
Matthias Nocke könnte durchaus Recht damit haben, dass Miriam Scherff einige Zeit benötigen wird, um sich in die Praxis der Stadtverwaltung einzuarbeiten. Auch damit, dass am Anfang die meisten Fehler begangen werden.
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Umso wichtiger ist es, dass Nocke die Wahl nicht mit Groll verlässt oder sich zurückzieht – sondern, dass er seine Erfahrungen teilt und Verantwortung übernimmt.
Miriam Scherffs Hand scheint ausgestreckt – schlägt Matthias Nocke ein?
Miriam Scherffs Aufgabe liegt umgekehrt darin, diese Expertise zu nutzen und einzubinden. Beim OB-Duell im Codeks hatte sie bereits damit geworben, im Falle eines Wahlsieges genau das tun zu wollen. Ihre Hand scheint ausgestreckt. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Nocke einschlägt.








