„Jetzt müssen wir erstmal die Enttäuschung verarbeiten.“ Das sagte Sebastian Kleinsorgen, nachdem Top-Ruderin Alexandra Föster (RC Meschede) bei der Weltmeisterschaft in Amsterdam im Einer der Frauen überaus deutlich ihr angestrebtes Ziel, den Einzug ins A-Finale der besten Sechs, verpasste. Statt mit einem ihrer bekannten Schlussspurts im top-besetzten Halbfinale das von ihrem Trainer erhoffte „Rennen ihres Lebens“ zu rudern, brach die 25-jährige Sauerländerin komplett ein und musste im B-Finale um Schadensbegrenzung kämpfen – während im A-Finale die WM-Medaillen vergeben wurden.

Föster wie 2024 bei Olympia in Paris

Föster wiederholte im B-Finale allerdings jenen Kraftakt, der ihr bereits bei den Olympischen Sommerspielen 2024 gelang. Wie damals in Paris gewann sie das Rennen und sicherte sich bei der WM in Amsterdam wie in der französischen Hauptstadt den siebten Platz. „Das B-Finale war mit starker Konkurrenz besetzt und eine Chance für Alex, sich selbst zu zeigen, was sie kann“, sagte Trainer Kleinsorgen.

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Die Krux: Föster gewann in 7:19:64 Minuten vor der Australierin Tara Rigney und der Ukrainerin Kateryna Dudchenko – mit dieser Zeit wäre sie in beiden Halbfinals unter die Top Sechs gerudert, die ins A-Finale einzogen. Warum sie, als es darauf ankam, aber als Letzte ihres Halbfinales in 7:53:16 Minute über die Ziellinie fuhr?

Alex hatte deutlich mit den verwirbelten Böen zu kämpfen, während die Konkurrenz teilweise durch den Schiebewind ein schnelles Rennen fahren konnte.

Sebastian Kleinsorgen, Heimtrainer von Alexandra Föster

„Naja“, antwortete Sebastian Kleinsorgen, „überrascht hat mich das nicht wirklich.“ Der Kampf um einen der drei Finalplätze in ihrem Halbfinale sei für Föster „eigentlich im Vorfeld schon wenig aussichtsreich“ gewesen. Mit Lauren Henry (Großbritannien), Karolien Florijn (Niederlande) und Viktorija Senkute (Litauen) musste Föster gegen die besten drei Ruderinnen der Welt antreten. Dazu erwischte die Meschederin die durch den Wind benachteiligte Bahn.

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„Alex hatte deutlich mit den verwirbelten Böen zu kämpfen, während die Konkurrenz teilweise durch den Schiebewind ein schnelles Rennen fahren konnte“, erklärte Kleinsorgen. „Wir hatten einen guten Plan geschmiedet, der bei fairen Bedingungen vielleicht hätte aufgehen können, und Alex ist auch mental entschlossen in das Rennen gegangen“, ergänzte er. Auf Grund der schwierigen Ausgangslage versuchte Föster letztendlich ein bisschen zu viel. „Das hat sich durch die ungleichen Bedingungen nicht ausgezahlt und war etwas mehr, als sie durchhalten konnte. Deshalb ist sie am Ende eingebrochen“, sagte ihr Coach.

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Nach Rang fünf bei der Weltmeisterschaft 2025 in Shanghai bleibt der Sauerländerin Platz sieben bei der WM 2026 in Amsterdam – immer noch ein Top-Ergebnis. Und: „Zwischen B- und A-Finale lag heute nicht viel Zeit, daher sollte Alex der Zeitvergleich Mut für ihre Zukunft machen“, sagte Sebastian Kleinsorgen. Lauren Henry (7:15:93 Minuten; Großbritannien) wurde Weltmeisterin vor Titelverteidigerin Fiona Murtagh (7:18:04 Minuten; Irland) und Olympiasiegerin Karolin Florjin (7:18:84 Minuten; Niederlande).