„Das Wichtigste ist, jetzt nicht die Nerven zu verlieren“, sagte Sebastian Kleinsorgen nach der für Top-Ruderin Alexandra Föster enttäuschend verlaufenen Europameisterschaft. Ob der Trainer und die Olympia-Siebte von 2024 vor der Weltmeisterschaft in Amsterdam/Niederlande tatsächlich die Ruhe bewahrten? Der Einzug der 24-jährigen Meschederin ins Viertelfinale im Frauen-Einer ließ erste Rückschlüsse zu.
Föster: Ihre Taktik im Vorlauf
Als Drittplatzierte ihres Vorlaufes verpasste die Sauerländerin zwar einen direkten Qualifikationsplatz, zog aber über ihre Zeit ungefährdet in das Viertelfinale ein, welches am Freitag um 13.05 Uhr ausgetragen wird. Was auf den ersten Blick wie ein Dämpfer aussieht, entpuppt sich auf den zweiten als starke Vorstellung der WM-Fünften des vergangenen Jahres.
Die Britin Lauren Henry, als amtierende Europameisterin und Weltcup-Gesamtsiegerin die Gold-Favoritin schlechthin, untermauerte ihre Ambitionen mit dem Vorlaufsieg in 7:54,69 Minuten. Sie war damit die schnellste aller 26 Ruderinnen. Hinter ihr kamen Lauren O‘Connor (USA/+5,05 Sekunden) und Föster (+8,72 Sekunden) ins Ziel. In anderen Vorläufen hätte Föster mit ihrer Zeit souverän den Sieg oder Rang zwei erreicht.
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„Ich hatte mir heute vorgenommen, nach dem Start schnell mitzufahren. Und ich hatte gehofft, dann vor der Amerikanerin und der Usbekin zu bleiben“, sagte Föster nach dem Rennen. „Die Amerikanerin hat sich aber über die Mitte ziemlich gut gehalten, ist an mir vorbeigezogen und ich habe dann versucht, mein eigenes Tempo zu finden und möglichst an ihr dran zu bleiben“, ergänzte sie.

Es mit Lauren Henry aufzunehmen oder mit einem ihrer berühmten Schlussspurts O‘Connor noch zu bedrängen, kam für die Sauerländerin nicht in Frage. „Da der Gegenwind wie an den vergangenen Tagen schon deutlich zu merken war, war meine Taktik, heute nicht alle Körner zu verschießen. Es sind ohnehin nur zwei Boote in dieser Runde eliminiert worden. Ich denke, dass ich mit meiner Zeit im Vergleich zu den anderen Läufen auch ganz zufrieden sein kann“, erklärte Föster.
Föster: Ihre Gegnerinnen im Viertelfinale
Das Selbstvertrauen der Meschederin dürfte also wieder gestiegen sein – ebenso wie ihre Chancen auf den Einzug ins Halbfinale. Dafür muss sie im Viertelfinale unter die besten Drei ihres Laufes kommen. Alexandra Föster trifft an diesem Freitag im vierten Lauf um 13.20 Uhr auf Anna Prakaten (Usbekistan), Kateryna Dudchenko (Ukraine), Viktorija Senkute (Litauen), Sixuan Wang (China) und Anna Sarah Sophie Souwer (Italien).
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„Das nächste Ziel ist natürlich, es ins Halbfinale zu schaffen“, sagte Alexandra Föster. Generell ist sie mit dem Vorhaben, es wie vor Jahresfrist ins A-Finale der Top Sechs zu schaffen, in die WM in Amsterdam gestartet. „Das Feld ist groß und sehr eng beieinander. Das macht es mir zwar nicht leicht, heißt aber auch, dass ich es mit zwei guten Rennen am Freitag und Samstag ins Finale schaffen kann“, sagte sie zuversichtlich.




