Sie holte auf. Alexandra Föster schob sich mit jedem Ruderschlag näher an die Australierin Tara Rigney heran. Krönen – konnte die Top-Ruderin aus Meschede ihren bekannten Schlussspurt beim Weltcupfinale auf dem Rotsee in Luzern/Schweiz allerdings nicht mehr. Föster verpasste im Einer der Frauen als Vierte hauchdünn das Siegertreppchen. „Trotzdem war es das beste der drei Rennen dieses Wochenendes“, sagte Fösters Heimtrainer Sebastian Kleinsorgen. „Es ist noch Potenzial vorhanden. Das ist gut zu wissen für die nächsten Tage“, ergänzte er. Denn in der nächsten Zeit werden Titel vergeben.

Föster arbeitet an „ein, zwei Punkten“

Lauren Henry (Großbritannien) gewann das Weltcupfinale in der Schweiz vor Fiona Murtagh (Irland). Während Föster lediglich knapp drei Sekunden auf den Bronzerang fehlten, lag sie etwa acht Sekunden hinter der Siegerin. „Die Australierin hätten wir gerne noch einkassiert. Aber wir haben ein, zwei Punkte, an denen wir gerade intensiv arbeiten. Dort wollen wir einiges herausholen. Das bedarf aber noch etwas Zeit“, erklärte Kleinsorgen.

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Etwa vier Wochen bleiben dem Duo aus dem Sauerland mit Blick auf die Saison-Höhepunkte noch. Mit den „Finals“ in Hannover (23. bis 26. Juli) wird die entscheidende Phase des Jahres eingeläutet. Anschließend folgt die Europameisterschaft in Varese/Italien, bevor die Weltmeisterschaft in Amsterdam/Niederlande (24. bis 30. August) ausgetragen wird. Im vergangenen Jahr sorgte Föster bei ihrer ersten Teilnahme an einem A-Finale einer Weltmeisterschaft mit Rang fünf für ein historisches Ergebnis für den Deutschen Ruderverband (DRV).

Föster: Blick Richtung Olympia 2028

Selbst wenn der Verband das Jahr 2026 für einige Bootsklassen zum Jahr der Experimente ausrief – im Frauen-Einer werden von Föster bereits mit Blick auf die Olympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles/USA und auf Grund der durchaus vorhandenen nationalen Konkurrenz Top-Ergebnisse erwartet.

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Vor den „Finals“ in Hannover und nach der EM stehen für die Sauerländerin und ihren Coach deshalb Trainingslager in Ratzeburg an. Selbstvertrauen tankte die Olympia-Siebte von Paris 2024 nicht nur durch Rang vier in Luzern, sondern bereits zuvor durch den Gewinn der „Ladys Trophy“ im Einer bei der königlichen Regatta „Holland Beker“ in Amsterdam.

Föster: Hitze belastet auch Wassersportler

Beim Weltcupfinale stellte Föster zudem unter Beweis, dass sie auch der Hitze trotzen kann. „Der Weltcup in Sevilla hatte uns vor Augen geführt, dass Alex ihre Stärken nicht unbedingt bei Temperaturen von mehr als 30 Grad ausspielen kann. Da waren es auch schon fast 40 Grad“, erklärte Sebastian Kleinsorgen. Luzern toppte Sevilla – und entgegen manch‘ laienhafter Meinung sind die Wassersportler nicht bevorteilt bei derart heißen Temperaturen.

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„Angenehm sind die Temperaturen auf dem Wasser auch nicht. Die Sonne spiegelt sich im Wasser und dadurch ist der Ruderer eben von zwei Seiten der Sonne ausgesetzt. Es ist schon ziemlich heiß“, erklärte Kleinsorgen während der Rennen in der Schweiz, bei denen ebenfalls Temperaturrekorde gebrochen wurden.