Wie sie ihre Olympiamedaillen transportiert, soll nicht von geringer Wertschätzung zeugen. Ganz im Gegenteil: Die Silber- und die Goldmedaille, die Laura Nolte bei den Olympischen Winterspielen in Italien gewann, nehmen bei ihr einen enorm hohen Stellenwert ein. Sie machten aus der bereits zuvor jüngsten Olympiasiegerin im Zweierbob endgültig einen Top-Star des Kufensports und – eine Mutmacherin.
Arnsberg: Nolte und Co. machen Mut
„Ihr macht Mut“, sagte Geschäftsmann Andreas Grüne nach Noltes Auftritt beim 3. Business-Talk des TV Arnsberg. Ihr – damit meinte Grüne neben Nolte auch deren Gold-Anschieberin Deborah Levi und Neele Schuten, die im Eiskanal von Cortina d‘Ampezzo als Anschieberin Lisa Buckwitz zu Olympia-Silber verholfen hatte.
Zwischen Urlauben und Kurz-Tripps absolvierten die Medaillengewinnerinnen seit der Rückkehr aus Italien unzählige Termine, um Ehrungen entgegen zu nehmen, ihren Werdegang zu präsentieren, Tipps für erfolgreiches Arbeiten zu geben und natürlich auch Werbung für sich selbst zu machen. „Ich habe aktuell gar keinen richtigen Alltag. Die vielen Termine machen aber auch Spaß“, erzählte Nolte.
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Bald nimmt die 27-Jährige allerdings auch ihr Sommertraining wieder auf, schließlich setzt sie ihre erfolgreiche Karriere gemeinsam mit Deborah Levi fort. Die Olympischen Winterspiele 2030 in den französischen Alpen dürften das nächste große Ziel sein. Was danach kommt, ist ungewiss.
Arnsberg: Nolte mit klarer Olympia-Meinung
Dass über die Olympia-Zukunft von Bob, Rennrodeln und Skeleton nach den Winterspielen 2034 im US-Bundesstaat Utah im Internationalen Komitee (IOC) nachgedacht werden soll, stört Laura Nolte dennoch. „Ich bin ziemlich sicher, dass Bob, Rodeln und Skeleton nicht rausfliegen werden. Ansonsten muss man über den Wintersport generell sprechen. Eine Skipiste künstlich zu beschneien, ist zum Beispiel genauso schlecht für die Umwelt, wie eine Bobbahn zu vereisen“, erzählte die aus Unna stammende Sportsoldatin in Arnsberg.
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Wie es nach 2034 weitergeht, könnte sich bereits bei der IOC-Session in Lausanne am 24. und 25. Juni klären, wenn erste Ergebnisse der Programmkommission erwartet werden. „Klar, es geht darum, auf jeden Fall keine neuen Bobbahnen mehr bauen zu müssen. Aber das sollte sowieso das Ziel sein“, ergänzte Nolte. Ihre Forderung: „Die Spiele müssen weiterhin in Ländern stattfinden, in denen die Sportstätten bereits vorhanden sind, im besten Fall in Europa und nicht etwa in – Katar. Wir haben zuletzt mit Sotschi, Pyeongchang und Peking drei sehr exotische Orte gehabt. Das reicht.“
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Und wie transportiert sie nun ihre Olympiamedaillen? In Arnsberg zauberte Nolte sie mit einem Lächeln – aus den Hosentaschen.





