Das Duell der Generationen setzte sich bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d‘Ampezzo im Zweierbob der Frauen fort. Mittendrin: Laura Nolte, Bobpilotin des BSC Winterberg. Nachdem die 27-Jährige aus Unna im olympischen Wettbewerb im Monobob noch der US-Pilotin Elana Meyers Taylor den Vortritt im Kampf um Gold lassen musste, wiederholte sie am Samstagabend ihren Gold-Clou von 2022.
Liveticker aus Winterberg: Die Entscheidung
Winterberg: Nolte gratuliert herzlich
Der Umgang der Pilotinnen untereinander sorgte im Vorfeld für Erstaunen. „Elana Meyers Taylor, ich gratuliere dir aus tiefstem Herzen. Du hast dir die Goldmedaille absolut verdient. Du bist nicht nur eine bewundernswerte Athletin, sondern ein noch bewundernswerterer Mensch. Wenn irgendjemand Gold verdient hat, dann du. Danke, dass du mich inspirierst“, schrieb Nolte, Olympiasiegerin 2022 im Zweierbob, auf ihrem Instagram-Account – nachdem ihr eigener Ärger über die verpasste Goldmedaille der Freude über die gewonnene Silbermedaille gewichen war.
Meyers Taylor antwortete direkt. Sie lobte, dass Nolte trotz ihres jungen Alters bereits eine Legende sei und sie sich auf die nächsten Duelle im Zweierbob freue. Durch einen Patzer im zweiten Lauf verabschiedete sich die 41-Jährige allerdings früher als erwartet aus dem Medaillenkampf, den sich das deutsche Trio Nolte (27 Jahre), Lisa Buckwitz (31) und Kim Kalicki (28) nur noch mit US-Pilotin Kaillie Armbruster Humphries (40) lieferte.
Auch interessant
Winterberg: Verein feiert Pilotin
Nolte setzte sich mit ihrer Anschieberin Deborah Levi (SC Potsdam) letztendlich durch und gewann vor Lisa Buckwitz/Neele Schuten (+0.53 Sekunden) sowie Kaillie Armbruster Humphries/Jasmine Jones (+0.75) die Goldmedaille. Platz vier belegten Kim Kalicki/Talea Prepens (+0.90). Sowohl Familie und Freunde vor Ort als auch der BSC Winterberg in der Veltins-EisArena feierte die Pilotin.

Vor der ausgelassenen Party im Deutschen Haus in Cortina d‘Ampezzo resümierte Nolte die emotionale Siegerehrung. „Es war superschön. Es waren so viele Leute von uns da. Das ist so cool, diesen Moment mit denen zu teilen, weil die ja alles mit uns erleben und mit uns fiebern. Ich will gar nicht wissen, wie aufgeregt unsere Eltern wieder waren“, sagte sie. „Die alle zu sehen, da wirst du direkt noch emotionaler“, ergänzte Levi.
Wir sind über den Punkt hinaus, wo uns das aus der Ruhe bringt oder nervös macht.
Laura Nolte, Bobpilotin des BSC Winterberg
Aufgeregt – seien Levi und sie trotz der klaren Favoritenrolle weniger gewesen, erklärte Nolte. „Wir sind über den Punkt hinaus, wo uns das aus der Ruhe bringt oder nervös macht. Wir kennen das ja seit ein paar Jahren. Uns gibt das Selbstvertrauen. Wir wissen, dass wir die Gejagten sind. Die anderen wissen, dass sie etwas Besonderes schaffen müssen, um uns zu schlagen“, erzählte die BSC-Pilotin.
Mehr Sauerlandsport? Folgen Sie dem HSK-Lokalsport in den Sozialen Medien und im Netz:
- Folgen Sie uns auf Facebook: Westfalenpost Sauerlandsport
- Live und nah dran auf Instagram: @sauerlandsport
- Das tägliche Update per Mail: Newsletter Lokalsport HSK
- Der Kult-Podcast zur Fußball-Bezirksliga 4: „Bundesliga des Sauerlandes“
- Alle Artikel im Netz: wp.de/sauerlandsport
Anschließend ergänzte sie: „Auf der anderen Seiten sind wir bodenständig genug, um zu wissen, dass auch bei uns alles passen muss. Aber wir vertrauen uns so sehr, wir ergänzen uns so super und haben immer so eine gute Zeit zusammen, dass es einfach Spaß macht.“




