Zusammenfassung

  • Jürgen Klopp feiert in Cortina d’Ampezzo gemeinsam mit den deutschen Bob-Teams große Erfolge bei den Olympischen Winterspielen.
  • Die NRW-Sportlerinnen und -Sportler wie Bobpilotin Laura Nolte profitieren dabei von deutlich höheren Prämien bei Medaillengewinnen, sowohl von der Deutschen Sporthilfe als auch durch zusätzliche Landesförderung.
  • Trotz gestiegener finanzieller Anerkennung im Wintersport bleibt der Unterschied zu Fußballgehältern wie dem von Klopp jedoch riesig.

Jürgen Klopp ist bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d‘Ampezzo nicht nur als Edelfan des deutschen Biathlon-Teams aufgefallen, sondern hat sich auch am Eiskanal als patriotischer Supporter präsentiert. Beim Zweierbob-Wettbewerb der Männer jubelte der „Global Head of Soccer“ von Red Bull mit den deutschen Athleten, die am späten Dienstagabend den kompletten Medaillensatz abräumten.

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Einen besonderen Glückwunsch erhielt Bob-Chefbundestrainer René Spies. „Deine Bilanz hätte ich gerne“ adelte „Kloppo“ den Winterberger vor laufenden Kameras – und tatsächlich kommt der hochdekorierte frühere BVB-Trainer, der die Borussen unter anderem zu zwei Deutschen Meisterschaften führte, wohl an Spies nicht heran. Siebenmal Gold, sechsmal Silber und zweimal Bronze stehen für den Trainer Spies bei Olympischen Spielen nun mittlerweile zu Buche.

Olympische Spiele: Schon 15 Medaillen für René Spies als Trainer

Die Wahrscheinlichkeit, dass der 52-Jährige diese Fabel-Marke bis zum Ende der laufenden Winterspiele 2026 noch weiter aufpoliert, ist groß. Im Vierer-Wettbewerb der Männer gehen die drei deutschen Schlitten als Favoriten ins Rennen, in der Frauen-Konkurrenz liegt Laura Nolte vom BSC Winterberg nach zwei von vier Läufen auf Goldkurs.

Klopp
Trainer-Legende Jürgen Klopp zu Gast beim olympischen Bobfahren, hier beim Zweier-Wettbewerb der Männer.© FUNKE / Foto Services | Sascha Fromm

Gemeinsam mit Anschieberin Deborah Levi (SC Potsdam) fährt die gebürtige Unnaerin am Samstag (3. Lauf um 19 Uhr, 4. Lauf um 21.03 Uhr) um Gold. Sollte Nolte ihren Olympiasieg im Zweier von 2022 wiederholen können, würde sich das für die 27-Jährige auch finanziell lohnen.

Denn die Stiftung Deutsche Sporthilfe hat vor den Spielen 2026 ihre Prämien angepasst. 30.000 Euro erhalten die Sportler nun anstatt bislang 20.000 Euro für Gold. Für Silber werden 20.000 Euro (zuvor 15.000 Euro) ausgeschüttet und für Bronze unverändert 10.000 Euro.

Land NRW fördert Erfolge

Nach Platz zwei im Monobob-Wettbewerb war Laura Nolte die aufgestockte Summe von 20.000 Euro am Montagabend also schon einmal sicher. Doch mehr noch: Zusätzlich führte Nordrhein-Westfalen zu Beginn der Winterspiele 2026 eine Medaillenförderung ein – ebenfalls eine einmalige Zahlung. Das Land verdoppelt die Prämien der Stiftung Deutsche Sporthilfe. Für Olympiasiegerinnen und -sieger aus NRW sind damit bis zu 60.000 Euro möglich. Zudem wurde die Prämie für die Teilnahme bei Olympischen oder Paralympischen Spielen von 3500 auf 5000 Euro erhöht.

firo: 16.02.2026
Olympia 2026, 26 Olympische Winter Spiele in Mailand Cortina 2026, Olympische Spiele,
Monobob Bob Frauen Damen
Laura Nolte (l.) konnte sich über ihre Silbermedaille im Zweierbob angesichts von nur 0,04 Sekunden Rückstand auf Siegerin Elana Alessandra Meyers nicht uneingeschränkt freuen.© firo Sportphoto/DPPI | Luciano Maria Bisi

Dies soll NRW als Leistungssport-Standort stärken und die Olympia-Bewerbung befeuern. Als Vertreterin einer Nischen-Sportart ist diese finanzielle Förderung für Laura Nolte aber auch persönlich unheimlich wertvoll.

Prämien für Olympia 2026 steigen: NRW verdoppelt Medaillen-Boni

Dasselbe gilt für Matthias Sommer, der als Anschieber im Team von Francesco Friedrich am Wochenende ebenfalls um Edelmetall und das entsprechende Sporthilfe-Honorar kämpft. Auch er startet für den BSC Winterberg und kann einen wichtigen Teil dazu beitragen, dass Bundestrainer René Spies seine persönliche Erfolgsbilanz noch weiter ausbaut.

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Eines können all diese Wintersportler aber nicht, und das trotz Prämien-Erhöhung nicht einmal annähernd: Sich finanziell mit Fußball-Multimillionär Jürgen Klopp messen. Da wäre der neidische Blick umgekehrt zwar möglich – angesichts der riesigen Kluft aber irgendwie auch unnötig frustrierend...