Ihre Mission ist klar umrissen. Als Olympiasiegerin von 2022 soll Hannah Neise vom BSC Winterberg auch bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Cortina d‘Ampezzo mindestens um eine Medaille mitfahren. Ihr zweiter Platz auf der Olympiabahn zum Weltcup-Auftakt untermauerte die Ambitionen. Umso mehr ließ ein Satz der Skeleton-Pilotin nach dem ersten Rennen des Weltcup-Doppels in Sigulda/Lettland aufhorchen.

Innsbruck-Weltcup wird nachgeholt

„Mein Knie ist etwas angeschwollen, das ist ärgerlich“, sagte die 25-Jährige nach dem ersten von zwei Weltcups an aufeinander folgenden Tagen in Sigulda. In Lettland wurde der für Innsbruck geplante, aber abgesagte Weltcup nachgeholt. Neise belegte am Donnerstag den sechsten und am Freitag den fünften Platz im Tableau. Beide Weltcups gewann die Niederländerin Kim Meylemans.

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Die Schmallenbergerin verpasste als jeweils beste Deutsche die Top Drei besonders im zweiten Rennen nur ganz knapp. „Der erste Lauf war nicht so schön, der zweite war dafür der beste Rennlauf, den ich hier je hatte“, resümierte Neise und ergänzte: „Ich bin leider ein bisschen lädiert, deswegen war der Start nicht so gut heute.“

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Was sowohl sie als auch Jacqueline Pfeifer (RSG Hochsauerland), die Achte und Siebte wurde, beruhigt in die Weihnachtspause gehen ließ: Mit den Platzierungen schaffte das Duo endgültig die Olympia-Qualifikation. „Ich hätte mir etwas mehr gewünscht“, sagte Pfeifer. „Aber ich fahre mit einem deutlich besseren Gefühl hier weg als sonst. Ich werde mich nie mit Sigulda anfreunden“, ergänzte sie schmunzelnd.

Skeleton Frauen am 03. Januar 2025, Bob und Skeleton Weltcups in der Veltins EisArena Winterberg, vom 02. - 05. Januar 2025
Hannah Neise (BSC Winterberg) während eines Weltcups in Winterberg.© Dietmar Reker | WP

Susanne Kreher (Dresdner SC) als Siebte sowie Zehnte und Corinna Leipold (WSV Königssee) als zwei Mal Neunte sorgten für ein geschlossenes Mannschaftsergebnis der deutschen Mannschaft. „Es waren wieder alle vier Damen in den Top Ten. Aber für mich zählt nur ein Rennen in diesem Jahr, alles andere ist der Weg nach Cortina. Abgerechnet wird bei Olympia“, sagte ein nicht unzufriedener Chef-Bundestrainer Christian Baude.

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Nach der Weihnachtspause steht am 2. Januar 2026 der Heim-Weltcup in Winterberg auf dem Plan. „Ich bin ehrlich: Ich bin mit einem Sieg in die Saison gestartet, dann kamen die Plätze vier, acht und sieben – in Winterberg will ich wieder angreifen“, sagte Pfeifer. Hannah Neise wünschte sich indes erstmal: „Ich hoffe, dass sich mein Knie wieder entspannt.“