Auf dem Papier steht den Volleyballerinnen des RC Sorpesee an diesem Samstag mit dem Auswärtsspiel beim Schlusslicht der 2. Bundesliga Nord, Energie Cottbus, eine Pflichtaufgabe bevor – nicht mehr, nicht weniger. Und trotzdem ist die Partie besonders: Weil sie den Auftakt einer sehr kurzen Abschiedstournee bildet. „Ich habe den Verein frühzeitig in Kenntnis gesetzt“, sagt Kevin Mattig (34) allerdings. Er spricht über seinen Werdegang sowie ein bitteres Erlebnis als sprechender Spion des RCS.

Sorpesee: Mattig nennt die Gründe

Kevin, der RC Sorpesee ist in der 2. Bundesliga Nord etabliert. Salopp gefragt: Warum hören Sie als Scout und Hallensprecher, um nur zwei Ihrer Funktionen zu nennen, jetzt auf?

Kevin Mattig: Die Antwort ist mehr eine Summe aus Faktoren. 2025 war beeindruckend und großartig, aber auch kräftezehrend. Für die, die es nicht wissen: Ich habe einen tollen Arbeitgeber, der mir den Raum bietet, meiner zweiten großen Leidenschaft nachzukommen: (Sport-)Fotografie. Hier bin ich mittlerweile nebenberuflich selbstständig und schaffe immer mehr Interesse an meiner Arbeit.

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Die woraus konkret besteht?

Ich fotografiere im Frauenfußball für große Klubs und gleichzeitig auch auf höchstem Niveau (Beach-)Volleyball. Dabei reise ich für Aufträge durch das ganze Land, teilweise sogar innerhalb Europa. Leider finden am Wochenende Spiele oft parallel statt, was bedeutet, dass ich Entscheidungen treffen muss. Irgendwann kam der Gedanke: „Die Fotografie läuft gerade so gut. Die Welle muss ich jetzt voll volley nehmen!“ Ich habe mich Anfang des Jahres für die Fotografie entschieden.

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RC Sorpesee
Bittere Heimniederlage für den RC Sorpesee: Die Zweitliga-Volleyballerinnen verlieren mit 2:3 gegen den BSV Ostbevern.© WP | Ralf Litera
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Bittere Heimniederlage für den RC Sorpesee: Die Zweitliga-Volleyballerinnen verlieren mit 2:3 gegen den BSV Ostbevern.© WP | Ralf Litera
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Bittere Heimniederlage für den RC Sorpesee: Die Zweitliga-Volleyballerinnen verlieren mit 2:3 gegen den BSV Ostbevern.© WP | Ralf Litera
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Bittere Heimniederlage für den RC Sorpesee: Die Zweitliga-Volleyballerinnen verlieren mit 2:3 gegen den BSV Ostbevern.© WP | Ralf Litera
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Bittere Heimniederlage für den RC Sorpesee: Die Zweitliga-Volleyballerinnen verlieren mit 2:3 gegen den BSV Ostbevern.© WP | Ralf Litera
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Bittere Heimniederlage für den RC Sorpesee: Die Zweitliga-Volleyballerinnen verlieren mit 2:3 gegen den BSV Ostbevern.© WP | Ralf Litera
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Bittere Heimniederlage für den RC Sorpesee: Die Zweitliga-Volleyballerinnen verlieren mit 2:3 gegen den BSV Ostbevern.© WP | Ralf Litera
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Bittere Heimniederlage für den RC Sorpesee: Die Zweitliga-Volleyballerinnen verlieren mit 2:3 gegen den BSV Ostbevern.© WP | Ralf Litera
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Bittere Heimniederlage für den RC Sorpesee: Die Zweitliga-Volleyballerinnen verlieren mit 2:3 gegen den BSV Ostbevern.© WP | Ralf Litera
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Bittere Heimniederlage für den RC Sorpesee: Die Zweitliga-Volleyballerinnen verlieren mit 2:3 gegen den BSV Ostbevern.© WP | Ralf Litera
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Bittere Heimniederlage für den RC Sorpesee: Die Zweitliga-Volleyballerinnen verlieren mit 2:3 gegen den BSV Ostbevern.© WP | Ralf Litera
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Bittere Heimniederlage für den RC Sorpesee: Die Zweitliga-Volleyballerinnen verlieren mit 2:3 gegen den BSV Ostbevern.© WP | Ralf Litera
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Bittere Heimniederlage für den RC Sorpesee: Die Zweitliga-Volleyballerinnen verlieren mit 2:3 gegen den BSV Ostbevern.© WP | Ralf Litera
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Bittere Heimniederlage für den RC Sorpesee: Die Zweitliga-Volleyballerinnen verlieren mit 2:3 gegen den BSV Ostbevern.© WP | Ralf Litera
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Bittere Heimniederlage für den RC Sorpesee: Die Zweitliga-Volleyballerinnen verlieren mit 2:3 gegen den BSV Ostbevern.© WP | Ralf Litera
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Bittere Heimniederlage für den RC Sorpesee: Die Zweitliga-Volleyballerinnen verlieren mit 2:3 gegen den BSV Ostbevern.© WP | Ralf Litera
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Bittere Heimniederlage für den RC Sorpesee: Die Zweitliga-Volleyballerinnen verlieren mit 2:3 gegen den BSV Ostbevern.© WP | Ralf Litera
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Bittere Heimniederlage für den RC Sorpesee: Die Zweitliga-Volleyballerinnen verlieren mit 2:3 gegen den BSV Ostbevern.© WP | Ralf Litera
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Bittere Heimniederlage für den RC Sorpesee: Die Zweitliga-Volleyballerinnen verlieren mit 2:3 gegen den BSV Ostbevern.© WP | Ralf Litera
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Bittere Heimniederlage für den RC Sorpesee: Die Zweitliga-Volleyballerinnen verlieren mit 2:3 gegen den BSV Ostbevern.© WP | Ralf Litera
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Bittere Heimniederlage für den RC Sorpesee: Die Zweitliga-Volleyballerinnen verlieren mit 2:3 gegen den BSV Ostbevern.© WP | Ralf Litera
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Bittere Heimniederlage für den RC Sorpesee: Die Zweitliga-Volleyballerinnen verlieren mit 2:3 gegen den BSV Ostbevern.© WP | Ralf Litera
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Bittere Heimniederlage für den RC Sorpesee: Die Zweitliga-Volleyballerinnen verlieren mit 2:3 gegen den BSV Ostbevern.© WP | Ralf Litera
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Bittere Heimniederlage für den RC Sorpesee: Die Zweitliga-Volleyballerinnen verlieren mit 2:3 gegen den BSV Ostbevern.© WP | Ralf Litera
RC Sorpesee
Bittere Heimniederlage für den RC Sorpesee: Die Zweitliga-Volleyballerinnen verlieren mit 2:3 gegen den BSV Ostbevern.© WP | Ralf Litera

Sie betonen das für. Heißt: Sie haben sich nicht gegen den RCS entschieden?

Ich habe mir mit viel Engagement, Herzblut und jeder Menge Invest alles alleine „nebenbei“ aufgebaut. Ich begleite die besten Sportlerinnen und Sportler ihrer Sportart und kann Teil ihrer Reise sein. Das ist ein riesiges Privileg. Ich bin stolz auf all das. Deswegen wird ab dem 26. April noch mehr Fokus auf der Fotografie liegen. Dem RCS kann ich so nicht die gewohnte Planbarkeit bieten und habe den Verein sehr früh in Kenntnis gesetzt.

Kevin Mattig (rechts) führt nach den Heimspielen des RC Sorpesee auch Interviews mit den Trainern. Mit dem ehemaligen Coach Julian Schallow arbeitet Mattig lange zusammen.
Kevin Mattig (rechts) führt nach den Heimspielen des RC Sorpesee auch Interviews mit den Trainern. Mit dem ehemaligen Coach Julian Schallow arbeitet Mattig lange zusammen.© WP | Ralf Litera

Wie war die Reaktion?

Es gab großes Verständnis für meine Entscheidung. Wenngleich auch alle bedrückt waren. Wenn es meine Zeit mal zulassen sollte, werde ich mir natürlich das eine oder andere Spiel anschauen. Das steht außer Frage.

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Sie sind oder waren Videoanalyst, Hallensprecher, Teamfotograf, Kommentator des Livestreams und und und. Wie rutscht man in solche Rollen?

Am besten mit viel Offenheit und dem Mut, auch mal Fehler zu machen. (schmunzelt) Das war bei mir nicht anders. Als der Bedarf aufkam, dachte ich „Ich hab jetzt kein Problem damit, vor Menschen zu sprechen. Also hilf dem Verein!“ Gleiches galt für den Stream. Es war viel Learning-by-doing. Einfach ausprobieren, schauen, was passiert – und weitermachen.

Wer sich mit offenen Augen und Ohren bewegt, findet schnell einen Weg - am besten seinen eigenen.

Kevin Mattig

Und wenn mal ein Fehler passierte?

Wenn mal etwas daneben ging, tja, dann war das so. Es gibt Schlimmeres im Leben, als ein Versprecher am Mikro oder ein vergessenes Wasserzeichen im Stream. Wer sich mit offenen Augen und Ohren bewegt, findet schnell einen Weg – am besten seinen eigenen. Was ich im Übrigen jedem raten würde: „Mach es auf deine Art und Weise – bleib du“. Die anstehenden Veränderungen beim RCS können ja auch Chancen zur Weiterentwicklung sein. Das ist alles eine Frage der Perspektive.

Sorpesee
Mit einem Jubelkreis vor einer rappelvollen Tribüne würde Kevin Mattig gerne sein Engagement beim RC Sorpesee (vorerst) beenden.© WP | Ralf Litera

Welche Höhepunkte Ihrer RCS-Zeit sind besonders in Erinnerung geblieben?

Mein erstes Volleyballspiel sah ich in der ersten Zweitligasaison 2015/16 gegen Münster. Hallensprecher wurde ich zum Ende der Saison 2017/18. Ich war jetzt also sieben Jahre am Mikro, davon fünf Jahre in Co-Trainer-Union. Das heißt im Übrigen auch: Ich habe seitdem kein einziges Heimspiel verpasst. (grinst) Höhepunkte gab es jede Menge. RCS-Spiele, insbesondere die Heimspiele, sind immer ein Erlebnis. Vereinsmitglieder, Helfer und Fans schaffen eine besondere Atmosphäre, die man erleben muss.

Sorpesee: Choreo, die nie stattfand

In sieben Jahren erlebt man aber auch mal Negatives, oder?

Ja. Corona. Ich erwähnte, wie besonders die Spiele im Schulzentrum sind. Umso schlimmer war es für alle, als alles anders wurde. Ich weiß noch genau: Wir standen kurz vor unserem Meisterschafts-Matchball, dem Heimspiel gegen Bremen. Alles war angerichtet für eine riesige Party. Wir hatten einen tollen Lauf. Ich organisierte eine große Choreo - die allerdings nie stattfand. Es ging sehr schnell. Binnen drei Tagen war die Saison beendet. Auf dem Papier wurden wir zwar Meister, aber das Gefühl… Das war schlimm. Die Corona-Spielzeiten waren die herausforderndsten.

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Das Auwärtsspiel in Cottbus und ein Heimspiel gegen Hildesheim am 25. April stehen zum Saison-Finish noch an. Was wünschen Sie sich?

Ich würde mich riesig freuen, zum Abschluss der Saison und bei meinem vorerst letzten Spiel nochmal viele Gesichter auf der dann hoffentlich vollen Tribüne in Sundern zu sehen. Abschließend will ich nochmal unbedingt Werbung machen: Wer ein tolles und gemeinschaftliches Umfeld sucht und sich in verschiedenen Bereichen ausprobieren will, der darf sich gerne jederzeit beim RC Sorpesee melden. Aktuell suchen wir Support für die Heimspiele in der 2. Bundesliga. Sei es im Stream, als Hallensprecher/DJ oder in der Spieltagsorganisation.