Nach einem dramatischen Finale verpasste Laura Nolte direkt im ersten Bob-Wettbewerb der Olympischen Winterspiele in Cortina d‘Ampezzo eine mögliche Goldmedaille. Die Bobpilotin des BSC Winterberg lag nach drei von insgesamt vier Läufen in Führung. „Das ist kein Wettkampf für Menschen mit einer Herzschwäche“, sagte Cheftrainer René Spies – und behielt recht. Unser Liveticker zum Nachlesen.

Olympia: Enttäuschung nach Zielankunft

Um 19 Uhr eröffnete Nolte an diesem Montagabend mit einem neuen Bahnrekord den dritten Lauf. In den entscheidenden Lauf, der für 21.05 Uhr terminiert war, ging sie als letzte Starterin – immer noch in Führung liegend. Allerdings verhinderten kleinere Fehler im oberen Bahnteil den Olympiasieg, so dass Nolte im Ziel im ersten Moment enttäuscht aus ihrem Bob kletterte.

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Mit einem Bahnrekord von 59,44 Sekunden eröffnete die aus Unna stammende 27-Jährige den olympischen Wettbewerb am Sonntag und behauptete ihre Führung auch im zweiten Lauf. Zur Halbzeit lag Nolte mit 22 Hundertstelsekunden Vorsprung auf Goldkurs vor den US-Amerikanerinnen Elana Meyers Taylor und Kaillie Armbruster Humphries (+0,31 Sekunde).

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„Ein Traum wäre es, mit zwei Medaillen aus Cortina abzureisen“, sagte Nolte im Vorfeld. Sie blieb lange auf Goldkurs. „Ich bin wirklich sehr, sehr zufrieden. Ich hatte in jedem Lauf einen kleinen Fehler, aber im Endeffekt macht hier jeder Fehler – man muss halt die wenigsten machen“, sagte die BSC-Pilotin zur Halbzeit schmunzelnd.

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Bei den Olympischen Winterspielen 2022 in China gewann sie im Zweierbob mit Anschieberin Deborah Levi (SC Potsdam) die Goldmedaille. Im Monobob belegte Nolte damals den undankbaren vierten Rang.