René Spies, Goldschmied der deutschen Bobfahrer, brachte es auf den Punkt. „Monobob ist kein Wettkampf für Menschen mit einer Herzschwäche“, sagte der aus Winterberg stammende Chef-Bundestrainer und drückte deshalb zur Halbzeit des ersten Bob-Wettbewerbs bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d‘Ampezzo auf die Euphoriebremse. Dass Laura Nolte, Top-Pilotin des BSC Winterberg, nach zwei von vier Läufen führt – entlockte Spies höchstens ein müdes Lächeln.
Nolte vor einem US-Duo
Mit einem Bahnrekord von 59,44 Sekunden eröffnete die aus Unna stammende 27-Jährige den olympischen Wettbewerb und behauptete ihre Führung auch im zweiten Lauf. Zur Halbzeit liegt Nolte mit 22 Hundertstelsekunden Vorsprung auf Goldkurs vor den US-Amerikanerinnen Elana Meyers Taylor und Kaillie Armbruster Humphries (+0,31 Sekunde).
„Mit viel Eis im oberen Teil ist die Bahn sehr anspruchsvoll. Laura hat es sehr, sehr gut gemacht und führt verdient“, resümierte René Spies. „Sie sieht sehr stabil aus, aber auch sie muss die zwei ausstehenden Läufe noch fahren“, ergänzte er.
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Kleinste Fehler können im Monobob große Auswirkungen haben, so dass Nolte ihre offene Olympia-Rechnung noch nicht sicher als beglichen ansehen darf. 2022 gewann sie bei den Olympischen Winterspielen in China zwar die Goldmedaille im Zweierbob mit Anschieberin Deborah Levi (SC Potsdam), aber im Monobob hatte es zuvor lediglich zu Rang vier gereicht.
„Ein Traum wäre es, mit zwei Medaillen aus Cortina abzureisen“, sagte Nolte im Vorfeld. Sie scheint auf Kurs zu sein. „Ich bin wirklich sehr, sehr zufrieden. Ich hatte in jedem Lauf einen kleinen Fehler, aber im Endeffekt macht hier jeder Fehler – man muss halt die wenigsten machen“, sagte die BSC-Pilotin schmunzelnd. Während Lisa Buckwitz als Neunte noch geringe Medaillenchancen hat, liegt Kim Kalicki auf Rang 16 bereits abgeschlagen zurück.
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Umso mehr sind alle Augen, nicht nur die von Familie und Freunden vor Ort, an diesem Montag auf Laura Nolte gerichtet. Um 19 Uhr startet die BSC-Pilotin als Erste in Lauf drei, der entscheidende vierte Lauf beginnt um 21.05 Uhr. Nicht mehr dabei sein wird die Österreicherin Katrin Beierl trotz Rang 17 zur Halbzeit. Sie erlitt kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele im Training einen Mittelfußknochenbruch und fokussiert sich auf den Wettbewerb im Zweierbob.





































































