Wer Axel Jungk reden hört, verortet ihn schnell in Sachsen. Der 34-Jährige, der seinen zweiten Platz zur Halbzeit des olympischen Wettbewerbs im Skeleton der Männer ins Ziel brachte, stammt aus dem Erzgebirge und startet deshalb für den DSC Dresden 1898. Allerdings: Für die Silbermedaille bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d‘Ampezzo, die sich Jungk an diesem Freitag sicherte – wurden die Grundlagen im Ruhrgebiet gelegt.
Olympia: Nur Weston vor Jungk
„Es macht wirklich Spaß, hier zu fahren“, sagte der Bundespolizist, der nach den ersten beiden von insgesamt vier Läufen auf dem zweiten Platz lag. Lediglich 0,30 Sekunden betrug sein Rückstand auf den führenden Briten Matt Weston. Christopher Grotheer, Olympiasieger von 2022, belegte zur Halbzeit Rang drei (+0,46 Sekunden).
„Ich kann den Schlitten ab Kurve fünf fliegen lassen und mit relativ wenig Aufwand ins Ziel gleiten. Das ist unfassbar schön“, erklärte Jungk. „Allerdings fährt bei mir meistens etwas Frust mit, weil ich oben noch Probleme habe“, ergänzte er. Sein Fazit: „Es ist noch Luft nach oben. Ich muss die Kurve zwei hinbekommen. Wenn das am Freitag klappen sollte, ist alles möglich.“

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Nach vier Läufen feierte Jungk seine zweite Silbermedaille hinter Olympiasieger Matt Weston und vor Christopher Grotheer. 88 Hundertstelsekunden lag Jungk hinter Weston. Sein Vorsprung auf Grotheer betrug nach einem zittrigen vierten Lauf nur noch 19 Hundertstelsekunden. „Der Lauf war wirklich eine Vollkatastrophe“, sagte der Wahl-Dortmunder später. Das Trio gab sich in den finalen Läufen insgesamt aber keine Blöße.
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Vor vier Jahren gewann Jungk bei den Olympischen Winterspielen in Peking die Silbermedaille. Anders als damals werden ihm mittlerweile auch in Dortmund und in Winterberg die Daumen gedrückt. Seit Sommer 2024 wohnt der Skeletoni schließlich in Dortmund, trainiert dort und im Hochsauerland.
Jungk: Liebe zog ihn nach Dortmund
„Die Erklärung ist relativ einfach“, erzählte Jungk. „Meine Freundin stammt aus Dortmund, hat in Dresden Wirtschaftspsychologie studiert und dort acht Jahre länger als geplant gelebt“, ergänzte er schmunzelnd. Mittlerweile renovierte das Paar eine Wohnung der Familie in Dortmund und zog um.
Gemeinsam mit Jacqueline Pfeifer (RSG Hochsauerland) bereitete sich Jungk vor dieser Saison unter der Regie des Sportwissenschaftlers Dr. Tobias Alt am Olympiastützpunkt in Dortmund auf den Winter und vor allem den Saisonhöhepunkt in Cortina d‘Ampezzo vor.
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Mit Dr. Alt verfügt der Olympiastützpunkt Dortmund mit seiner Außenstelle in Winterberg über eine absolute Koryphäe auf seinem Gebiet. „Ich kann jetzt schon sagen, dass sich der Wechsel gelohnt hat. Es gibt keinen Besseren auf dem Gebiet als Tobi“, erzählte Jungk schnell. Die Silbermedaille bestätigte seine Äußerung nun – und löste Jubel in Dortmund und in Winterberg aus.





