Die Jagd nach der ersten Medaille für das Sauerland bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d‘Ampezzo ist eröffnet. Nach den ersten beiden von insgesamt vier Läufen steht fest: Jacqueline Pfeifer (RSG Hochsauerland) und Hannah Neise (BSC Winterberg) reden im Skeleton-Wettbewerb der Frauen ein gewichtiges Wörtchen um die Medaillen mit. Für diesen Samstagabend stehen die Zeichen auf: Drama.

Olympia: Flock in Führung

Denn dank einer Leistungssteigerung im zweiten Lauf rangiert Pfeifer, die Olympia-Zweite von 2018, zur Halbzeit des Wettbewerbs auf dem dritten Platz. Ihr Rückstand auf die führende Österreicherin Janine Flock beträgt nur noch 0,13 Sekunden. Zwischen Pfeifer und Flock liegt etwas überraschend die aus dem Erzgebirge stammende Susanne Kreher (DSC Dresden 1898). Sie ist nur einen Wimpernschlag von 0,04 Sekunden hinter Gold zurück.

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„Der zweite Lauf war noch nicht perfekt, aber deutlich besser“, sagte Jacqueline Pfeifer ins ARD-Mikrofon. „Im ersten Lauf war ich tatsächlich noch etwas zu nervös und habe zu viele kleine Fehler eingebaut. Der ist schon ziemlich in die Hose gegangen“, ergänzte sie später. Umso beeindruckender geriet der 31-Jährigen aus Brachbach der zweite Lauf, in dem sie mit 57,18 Sekunden sogar einen neuen Bahnrekord aufstellte.

Olympische Winterspiele 2026
Hannah Neise (BSC Winterberg) bereitet sich mit Chef-Bundestrainer Christian Baude auf den Start vor. © Robert Michael/dpa | Robert Michael

Allerdings brannte nicht nur Pfeifer eine Angriffsfahrt ins olympische Eis. Hannah Neise, Olympiasiegerin von 2022, machte es ihrem einstigen Vorbild vor. Die Schmallenbergerin lag nach dem ersten Lauf hinter Pfeifer auf dem fünften Rang und wies 0,23 Sekunden Rückstand auf die bereits in Führung liegende Flock auf. Zwar vergrößerte sich Neises Rückstand auf die Medaillenplätze dennoch leicht, weil Pfeifer, Kreher und Flock ebenso angriffslustig unterwegs waren, aber die Sauerländerin überholte die Britin Tabitha Stoecker.

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„Ich bin optimistisch für morgen“, erzählte Jacqueline Pfeifer, die vor Ort von unzähligen Fans unterstützt wird, mit Blick auf die Medaillenentscheidung am Samstagabend. Wichtig sei, die Ruhe zu bewahren. Allerdings sollte dies besonders der erfahrensten Pilotin im deutschen Team gelingen. Die Olympischen Winterspiele in Italien sind bereits Pfeifers dritte. Hannah Neise rast zum zweiten Mal im Zeichen der fünf Ringe durch den Eiskanal, Susanne Kreher feiert eine Premiere.

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„Zum Glück haben wir mit der Materialvorbereitung für morgen noch zu tun. Dann hoffe ich, dass uns das Männerrennen zusätzlich motiviert. Und am Samstag steht Ausschlafen an, dann Essen und dann geht die Zeit bis zum Wettkampf hoffentlich schnell vorbei“, erklärte Pfeifer in der ARD.

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Zu schlagen wird mit Janine Flock eine der Top-Pilotinnen sein. Die 36-Jährige eröffnete den olympischen Wettbewerb mit der Startnummer eins und behauptete mit zwei starken Fahrten ihre Führung. Allerdings schmolz ihr Vorsprung vor allem auf Pfeifer durch deren Attacke im zweiten Lauf.

Olympia: Public Viewing in Schmallenberg

„Mein erster Lauf war nicht ganz so sauber, da war ich noch sehr nervös. Der zweite war ein bisschen besser, aber ausbaufähig. Ich wollte zwei konstante Fahrten haben, die hatte ich. Ich hoffe jetzt nochmal auf zwei, die etwas sauberer sind“, sagte Hannah Neise. An diesem Samstag werden die entscheidenden Läufe drei und vier in Cortina d‘Ampezzo um 18 Uhr und um 19.35 Uhr gestartet. Im „Habbels“ in Schmallenberg gibt es ein Public Viewing – an dessen Ende möglichst zwei Medaillen fürs Sauerland gefeiert werden sollen.