Zusammenfassung
- Cheyenne Rosenthal und Jessica Degenhardt haben sich knapp nicht für die Olympischen Winterspiele 2026 im Rennrodeln qualifiziert und zeigen offen ihre Enttäuschung.
- Die beiden Sportlerinnen beschreiben ihre Rückschläge und Emotionen, betonen aber auch ihren Kampfgeist und die jahrelange Vorbereitung.
- Trotz des verpassten Olympia-Traums richten sie ihren Blick nach vorn und planen bereits den Weg zu den Winterspielen 2030.
Jetzt, wo es losgeht, kommen die Emotionen noch einmal so richtig hoch. Auch und gerade bei denen, die unmittelbar vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d‘Ampezzo noch einmal spüren, dass sie bei dem Großereignis zuschauen müssen.
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Olympia 2026: Bittere Zuschauerrolle
Dazu gehören auch die Rennrodlerinnen Cheyenne Rosenthal aus Winterberg-Silbach und ihre Partnerin Jessica Degenhardt. „Olympia ist, seitdem ich klein bin, mein Traum, der dieses Jahr nicht in Erfüllung gegangen ist“, schreibt Degenhardt unter anderem in einem Statement auf Instagram. Darin schildert die 23-Jährige noch einmal den Saisonverlauf des Doppels, der von schweren Rückschlägen aber auch von starken Leistungen und der damit verbundenen Hoffnung geprägt war.
In ihrer Karriere habe sie immer wieder Wettkämpfe erlebt, die nicht gut liefen – wie beispielsweise die Heim-WM 2024 in Altenberg, berichtet die gebürtige Dresdnerin. „Doch bei einem Wettkampf, für den man seit so vielen Jahren trainiert und sein Leben darauf ausgerichtet hat, nicht qualifiziert zu sein und nicht die Möglichkeit zu haben, zu zeigen, was man kann, ist der mit Abstand härteste und bitterste Rückschlag. Aktuell schwebt man zwischen nicht ein Loch fallen und dennoch für alles vorbereitet zu sein.“
Das ist der mit Abstand härteste und bitterste Rückschlag.
Jessica Degenhardt, zur verpassten Olympia-Quali
Zum Hintergrund: Der deutsche Verband stellt bei den Spielen nur einen Rennrodlerinnen-Zweierschlitten und in der nationalen Qualifikation setzte sich schließlich das Duo Dajana Eitberger/Magdalena Matschina knapp vor Degenhardt/Rosenthal durch. Als Deutschlands Nummer zwei blieb für Cheyenne Rosenthal und Jessica Degenhardt nach der nervenaufreibenden Entscheidung aber noch eine Minimalchance: Hätte eine der insgesamt elf Teilnehmernationen auf seinen Startplatz verzichtet, wären sie nachgerückt und unverhofft doch noch zu Olympia gefahren. Diese Hoffnung erfüllte sich aber nicht.
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„Wie gern wir in Cortina dabei gewesen wären, kann sich wohl jeder vorstellen. Die Entscheidung uns nicht zu nominieren, war berechtigt und fair – aber sie tut weh und ist schmerzhaft für uns beide“, schreibt Rosenthal.
Einblicke ins Gefühlsleben
Auch die Sauerländerin gibt Einblicke in ihr Gefühlsleben: „Wir haben in den letzten Jahren alles gegeben. Waren von Anfang an Teil dieser jungen Disziplin, haben große Rennen gewonnen und verloren. Der Weg war nicht immer einfach, aber das Ziel war klar: Olympia 2026 im Damendoppel zusammen mit Jessica Degenhardt.“
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Die 25-Jährige betont außerdem: „Wir haben alles gegeben, Rückschläge weggesteckt, gekämpft bis zum Schluss. Am Ende hat es nicht gereicht. Der Traum von Olympia lebt weiter. Wir fiebern mit #TeamD – vor Ort und von zu Hause aus.“
Das ist auch Degenhardts Motto: „Road to 2030 starts now!“, postet die Athletin vom RRC Altenberg – heißt übersetzt: Der Weg zu den Winterspielen 2030 in La Plagne beginnt jetzt!






