Zusammenfassung

  • Laura Nolte führt das Bob- und Skeleton-Team aus Winterberg bei den Olympischen Spielen in Cortina an, begleitet von mehreren Athletinnen und Athleten ihres Vereins.
  • Rodlerin Cheyenne Rosenthal und ihre Partnerin Jessica Degenhardt konnten sich trotz guter Weltcup-Ergebnisse nicht für Olympia qualifizieren, da pro Nation nur ein Doppelsitzer starten darf.
  • Das Sauerland ist bei Skisprung, Kombination oder Biathlon dieses Mal nicht vertreten, dafür hat Skilangläufer Jan Stölben eine Verbindung zur Region.

Als der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am Dienstag nach seiner Nominierungssitzung bekanntgab, welche 183 Athletinnen und Athleten nun offiziell für das „Team D“ zu den Olympischen Spielen fahren werden, hielt sich die Überraschung in Grenzen. Dies gilt auch aus Sicht des hiesigen Stützpunktes und des Nordrhein-Westfälischen Bob- und Schlittensportverbandes (NWBSV).

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Angeführt werden die nordrhein-westfälischen Kufensportler in Cortina d‘Ampezzo von Bob-Pilotin und Gold-Hoffnung Laura Nolte vom BSC Winterberg. Gute Chancen dürften bei den Spielen, die vom Freitag, 6. Februar, bis Sonntag, 22. Februar, in den Dolomiten stattfinden, auch die Skeletonis Jacqueline Pfeifer (RSG Hochsauerland) und Hannah Neise (BSC Winterberg) besitzen. Komplettiert wird das NWBSV-Aufgebot von Anschieber Matthias Sommer (BSC Winterberg) sowie den Kolleginnen auf der „Bob-Bremse“ Neele Schuten und Ersatz-Anschieberin Kira Lipperheide (beide TV Gladbeck).

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„Unser BSD-Team ist so, wie wir es dem DOSB vorgeschlagen haben, vollständig nominiert worden. Wir freuen uns nun auf die Olympischen Spiele in Cortina, jetzt kann es losgehen“, sagte Thomas Schwab als Sportdirektor des Bob- und Schlittenverbands für Deutschland (BSD). Er sieht die deutsche Equipe auch in der Disziplin Rodeln „gut vorbereitet“, hier allerdings ging der NWBSV leer aus.

Wintersport Bob
Star aus heimischer Sicht und große Gold-Hoffnung: Laura Nolte vom BSC Winterberg.© WITTERS | MarkoVulic

So zeigt sich NWBSV-Präsident Hans-Jürgen Köhne zwar weitestgehend zufrieden mit dem Aufgebot, zumal er darauf verweist, dass die beiden Anschieberinnen aus dem Bob-Team Nolte, Deborah Levi und Leonie Kluwig (beide SC Potsdam), ebenfalls vom Stützpunkt in Winterberg betreut werden. Eins bedauert Köhne allerdings: „Es ist schade, dass wir keine Rodler dabeihaben. Vor allem weil Jessica Degenhardt und Cheyenne Rosenthal den Doppelsitzer der Frauen in den vergangenen Jahren nicht nur in Deutschland dominiert haben.“

Pressekonferenz am Freitag, 17. Januar 2025, Rennrodel Weltcup in der Veltins EisArena Winterberg vom 17. - 19. Januar 2025
NWBSV-Präsident Hans-Jürgen Köhne bei einer Pressekonferenz vor dem Weltcup im Rennrodeln in Winterberg.© Dietmar Reker | WP

Die Sächsin Degenhardt (RC Altenberg) und die Sauerländerin Rosenthal (BSC Winterberg) liegen momentan zwar auf Platz drei der Weltcup-Wertung und gewannen die vergangenen beiden Rennen. In der internen Qualifikation mussten sie aber den Weltcup-Führenden Dajana Eitberger (RC Ilmenau) und Magdalena Matschina (SV Bad Feilnbach) den Vortritt lassen. Das Problem: Im Doppelsitzer bei den Frauen ist nur ein Schlitten pro Nation bei Olympia vorgesehen.

Stölben: Früher Winterberger

Wer Skispringer, Kombinierer oder Eishockeyspieler aus dem Sauerland unter den 183 Namen sucht, wird leider auch nicht fündig. Von den Iserlohn Roosters hat es ein Spieler geschafft, ein Olympia-Ticket zu ergattern: Der Däne Matias Lassen.

Ein Skilangläufer hat aber eine enge Verbindung zum Region: Jan Stölben vom SLV Erstberg, der aus der Eifel stammt, ging lange auf das Winterberger Sportinternat. Damals startete er für den SK Wunderthausen (Bad Berleburg), nach seinem Abitur im Jahr 2021 wechselte Stölben an den Bundesstützpunkt in Oberstdorf im Allgäu.