Für Handball-Bezirksligist TV Neheim war auch das zweite Schwergewicht der Staffel Mitte eine Nummer zu groß. Wie schon beim 31:42 gegen Nachbar TV Arnsberg konnte der TVN auch dem VfS Warstein nicht Paroli bieten, ging vielmehr mit 28:41 (13:21) unter. „Wir wussten zwar, welche hohes Tempo der VfS gehen kann, aber sind trotzdem phasenweise überrollt worden“, erkannte Trainer Alex Blech die Überlegenheit des neuen Spitzenreiters an und befand auf die Frage, wer denn aus seiner Sicht das Titelrennen machen wird: „Ich bin zwar Arnsberger, aber aus meiner Sicht hat Warstein die reifere Spielanlage.“
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Die Gäste waren von der ersten Minute an hellwach und verbuchten eine hohe Wurfausbeute. Neheim hielt nur bis zum 5:6 (11.) dagegen. kassierte dann drei Gegentreffer in Folge. Die Erfolgsaussichten trübten sich in der 16. Minute weiter an, denn da fing sich Spielmacher Moritz Pater, der VfS-Rechtsaußen Simon Kraus bei seiner Abwehraktion am Hals erwischt hatte, die Rote Karte.
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Selbstvertrauen geht in den Keller
Neheims ohnehin angeknacktes Selbstvertrauen sank fast auf den Gefrierpunkt, der Rückstand betrug schon nach 24 Minuten beim 8:17 neun Tore. Bis zur Pause kam der TVN zwar auf beachtliche 13 Tore, aber das ging angesichts der zahlreichen Gegentreffer unter. Die Abwehr war schlichtweg nicht schnell genug für die quirligen Warsteiner um die Youngster Jannes Goldbach (10/3) und Max Bornemann (6/1), zumal auch die Flügelflitzer Florian Hoeck und Simon Kraus je fünfmal erfolgreich waren.

An Kampfgeist fehlte es den Hausherren keineswegs. Sie kamen sogar zu Beginn der zweiten Hälfte mit ihrer offensiven 5;1-Deckung zu einigen Ballgewinnen und konnten auf 17:22 (34.) verkürzen. Danach aber drehte Warstein wieder auf, kombinierte flüssig und nutzte seine Chancen konsequent, sodass sich mehr und mehr eine Niederlage mit zweistelliger Tordifferenz abzeichnete, da Neheim zu oft an den gegnerischen Keepern scheiterte.
VfS Warstein knackt noch die 40-Tore-Marke
Am Ende konnte der VfS tatsächlich noch die 40er-Marke knacken. „Wir stecken aktuell in einer Negativspirale, da kam dieser Gegner zur falschen Zeit“, resümierte Blech, der sich für kommenden Samstag (19 Uhr) gegen die einen Zähler schlechter gestellte Borussia Höchsten dennoch gute Erfolgsaussichten ausrechnet.
TVN: Liebig, Gollasch; Kintgen (5), F. Pater (5), S. Frohne (5/1), Nöggerath (4/1), Spitthoff (3), Hackmann (3), T. Frohne (1), Caruso (1), Erdmann (1), M. Pater, Einspanier, Pieper.



























