Die Handballer des TV Neheim können zwar nicht auf eine so große Fangemeinde blicken wie ihre sauerländischen Nachbarn, aber in direkten Duellen kann auch die Sporthalle am Berliner Platz zu einem kleinen Hexenkessel werden. Für den TVN ist das Derby an diesem Samstag (19 Uhr) gegen den VfS Warstein allemal das zweite Heim-Highlight der Bezirksliga-Saison. Und das soll sportlich besser laufen als das 31:42 gegen Spitzenreiter TV Arnsberg. Neheims Trainer Alex Blech verrät im Interview, wie das gelingen kann.
Neheim: Blech nicht ganz zufrieden
Herr Blech, nach sieben Spielen hat Ihre Mannschaft sechs Punkte auf ihrem Konto, zwei davon kampflos. Wie fällt Ihre Zwischenbilanz aus?
Alex Blech: So ganz zufrieden kann ich nicht sein. Ich hatte nach der Vorbereitung und den ersten Spielen gedacht, dass die Mannschaft mein Spielsystem schneller verinnerlicht hat.
Das verwundert ein wenig, denn Sie haben eigentlich eine eingespielte Mannschaft übernommen, der natürlich mit dem Langzeitverletzten Hannes Koch der Hauptschütze fehlt.
Genau deshalb bin ich ja auch nicht zufrieden mit unserer Angriffsleistung. Mein Fokus lag zunächst auf der Defensive. Ich hatte das Motto ausgegeben, dass wir möglichst unter 27 Gegentoren bleiben, weil dann die Erfolgschancen deutlich höher sind. Das hat gegen den ASC Dortmund II (24:22) und bei Ruhrtal II (29:23) auch gut geklappt. Und in Villigst-Ergste waren wir beim 26:28 auch ganz nah dran. Im Augenblick setzt mir aber das jüngste 26:33 bei Huckarde-Rahm zu. Da wollten wir eigentlich punkten und Werbung für das Match gegen den VfS machen, aber das ging völlig schief.
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Wenn man einige Spielverläufe betrachtet, könnte man zu dem Schluss kommen, dass Ihre Mannschaft konditionell abbaut.
An der körperlichen Verfassung kann das nicht liegen, die Jungs haben in der Vorbereitung enorm viel Laufarbeit verrichtet und sind eigentlich topfit. Mich ärgert, dass wir in unseren guten Phasen nicht nachlegen, denn wir hätten auch in Huckarde deutlich höher führen können als 10:6. Stattdessen kriegen wir fünf Gegentore nacheinander und liegen schon zur Pause knapp hinten, bauen damit den Gegner auf.
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Genau so ist es ja dem TV Arnsberg in Warstein gegangen. Sie waren Augenzeuge des Spiels. Wie ist Ihr Eindruck vom VfS, mit welcher Einstellung gehen Sie ins Match?
Wir sind ganz klar in der Außenseiterrolle, denn Warstein hat uns schon in der vergangenen Saison zweimal deutlich bezwungen und gehört mit seiner enorm talentierten Mannschaft ohne Frage zu den Meisterschaftsanwärtern. Ganz unverwundbar ist der VfS aber nicht, das hat nicht nur die Anfangsphase gegen den TVA, sondern auch die erste Halbzeit gegen die ASC-Reserve gezeigt. Wir müssen verhindern, ausgekontert zu werden. Wir müssen also unsere Angriffe präzise gestalten und technische Fehler vermeiden. Wenn Warstein seine offensivere Abwehrformation stellt, ergeben sich Lücken, in die wir mit viel Laufarbeit und Positionswechseln stoßen wollen.
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Wie sind die personellen Voraussetzungen?
Bis auf Hannes, der ja durch unseren Routinier Felix Pater gut vertreten wird, sind alle Stammkräfte dabei. Auch unser Youngster Paul Klinkemeier wird wieder zum Zuge kommen. Eine Siegchance werden wir aber nur haben, wenn Leistungsträger wie Moritz Pater und Sören Frohne ihre Abschlussqualitäten wiederfinden.






























