Sauerländische Handballer zeichnen sich unter anderem durch hohe Vereinstreue aus, wechseln höchst selten innerhalb der Nachbarvereine. Eine der wenigen Ausnahmen ist Alex Blanke. Der inzwischen 32-jährige Spielmacher mit Wurzeln beim TV Arnsberg hat nämlich auch einige Jahre bei der SG Ruhrtal seine Qualitäten als Passgeber und Vollstrecker unter Beweis gestellt.
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„Ich habe im SGR-Trikot schon gegen Arnsberg I und II gespielt, aber auch mein letztes Match in der TVA-Reserve gegen Ruhrtal I absolviert, ehe ich zur SGR gewechselt bin“, erinnert sich Blanke, der mittlerweile als Kapitän des Bezirksliga-Spitzenreiters TV Arnsberg nicht nur sportlich die Fäden zieht, sondern auch als Trainer der A-Jugend nachrückende Talente betreut.
Handball: Ruhrtal? Sieht Blanke regelmäßig
Für ihn ist der Trip in die Ruhrtalhalle, wo am Samstag (19.30 Uhr) das Derby gegen Kreisliga-Meister SG Ruhrtal II ansteht, ein sportliches Highlight, ansonsten aber völlig normal, weil er jede Gelegenheit nutzt, seinen Ex-Kollegen aus dem Verbandsligateam zuzuschauen, zu denen er nach wie vor beste Kontakte pflegt.
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Im Frühjahr 2023 hatte sich der Wanderer zwischen zwei Welten entschlossen, den damaligen Oberligisten zu verlassen, um gleich zwei Etagen tiefer mit seinen Arnsberger Kumpels auf der Platte zu zocken. So richtig rund lief es nicht, denn diverse Verletzungen an Schulter und Achillessehne zwangen ihn zu langer Wettkampfpause. So konnte er nur auf der Bank miterleben, wie sich der TVA mit größter Mühe das Ticket für eine weitere Bezirksliga-Saison sicherte. Für den ungebrochen ehrgeizigen Blanke war klar: „Wenn ich wieder fit bin, will ich nicht um den Klassenerhalt, sondern ganz vorne mitspielen. Ich möchte im Herbst meiner Karriere mit dem TVA in die Verbandsliga aufsteigen.“
Früher habe ich bestimmt zehn Würfe aus dem Rückraum angesetzt, heute sind es vielleicht drei, damit die Schmerzen nach dem Match nicht zu groß sind.
Alex Blanke, TVA-Handballer mit SGR-Vergangenheit
Als verlängerter Arm von Chefcoach Jan Klute hat er eine Schlüsselposition im Team, obwohl er sich in puncto Torabschluss deutlich zurücknimmt: „Früher habe ich bestimmt zehn Würfe aus dem Rückraum angesetzt, heute sind es vielleicht drei, damit die Schmerzen nach dem Match nicht zu groß sind.“ Die Siebenmeter aber führt Alex nach wie vor mit großer Nervenstärke aus, lässt die gegnerischen Torhüter mit seiner blitzschnellen Ausführung von Aufsetzern oft alt aussehen.
TV Arnsberg: Ist das Team schon titelreif?
Am meisten Spaß hat er, wenn mal wieder einer seiner No-Look-Anspiele Richtung Kreis zu seinem Spezi Kevin Erpelding oder ein Kempa-Trick für den heranfliegenden Felix Stratenschulte gelingt. Aktuell ist er ohnehin in bester Stimmung, denn bis auf das Derby in Warstein hat seine Mannschaft ja alle Partien mit eindrucksvollem Tempospiel gewonnen. Ist der TVA tatsächlich schon titelreif? „Das wird sich zeigen. Platz drei ist mein persönliches Minimalziel, denn Menden II und der VfS sind schon enorm starke Gegner, aber wir haben alles in eigener Hand. Wir dürfen nur nicht den Fehler machen, jetzt schon auf das Match gegen die Mendener Ende November zu blicken, sondern müssen uns erst einmal darauf konzentrieren, am Samstag die SGR-Reserve in Schach zu halten.“
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Für die Hausherren, die ja seit dem Auftakt-Remis gegen Höchsten nicht mehr gepunktet haben, ist es das dritte und somit auch letzte Derby vor eigener Kulisse zur Ruhrtaler Heimspiel-Kernzeit, während die erste Mannschaft wieder auf den Sonntag ausweicht, wo sie um 18 Uhr den Verbandsliga-Dritten VfL Eintracht Hagen III empfängt.
Ruhrtals Erste gegen Eintracht Hagen III
Arnsbergs Verbandsliga-Damen wollen am Samstag (15.30 Uhr) in Gevelsberg ihren Siegeszug fortsetzen, die Herren des TV Neheim am Samstag um 18.30 Uhr gegen Bezirksliga-Aufsteiger ASC Dortmund II ihren Negativlauf stoppen.

































