Das Szenario nach den Spielen gegen Warstein und Neheim wiederholte sich für die Handball-Reserve der SG Ruhrtal auch nach dem drittem und damit letzten Heimderby: Sie mussten sich mit tröstendem Applaus ihrer Fans begnügen, während auf der Gegenseite die Spieler vom TV Arnsberg im Kreis herumhüpften und „Derbysieger, Derbysieger“ sangen. Als Trost blieb die Einnahme aus einer proppenvolle Halle.
Lesen Sie auch
SG Ruhrtal II – TV Ansberg 25:32 (12:18). Der Schiedsrichtermangel schlägt immer mehr durch und führte dazu, dass in diesem Kassenschlager nur ein Unparteiischer angesetzt war, der zudem schon das Vorspiel der Damen geleitet hatte. Besonders pikant: Es handelte sich um Lars Niermann aus Warstein, der das Match mit seiner ganzen Oberliga-Erfahrung souverän leitete.
44 emotionsgeladene Bilder vom Handball-Derby Ruhrtal II gegen Arnsberg
Im SGR-Aufgebot stand überraschend der Verbandsliga-Goalgetter Lukas Struwe, der sich nach Verletzungspause ein wenig Wettkampfpraxis holen wollte. Er kam aber erst nach 13 Minuten und 4:7-Rückstand der Hausherren aufs Parkett.
SG Ruhrtal hält zunächst wacker mit
Immerhin stellte den Anschluss zum 9:10 her, aber nach erneutem Siebenmeter-Heber von Fynn Bornemann zum 10:11 ging den bis dahin wacker mithaltenden Ruhrtaler die Kraft aus. Der eingewechselte Fabienne Rüther machte mächtig Dampf, zudem verwandelte Alex Blanke souverän vier Strafwürfe. Und dann war da ja auch noch „Speedy“ Stratenschulte, der sich erst als Ballklauer am gegnerischen Kreis betätigte und kurz darauf zum 12:18-Halbzeitstansd nachlegte.

Bester Ruhrtaler Angreifer war diesmal der Halbrechte Tobias Tillmann, der es auf insgesamt sechs Tore brachte. Seine Verkürzung zum 14:19 beantworteten die Arnsberger aber gleich mal mit einer Vierer-Serie und sorgten mit ihrem Zwischenspurt zum 14:23 (37.) dafür, dass frühzeitig jegliche Spannung aus diesem Duell wich.
Wir haben in den ersten 25 Minuten wirklich gut mitgehalten und nie aufgesteckt.
Mathis Rapude, Trainer SG Ruhrtal II
Der TVA traf auch in Unterzahl und setzte sich zum 16:26 erstmals auf zehn Tore ab. Trainer Jan Klute nahm daraufhin Blanke und Stratenschulte vom Feld und gab bis auf Kevin Probst allen Feldspielern Einsatzzeit. Mit dem Unterzahl-Konter zum 22:32 beschloss der TVA den eigenen Torreigen, konnte der Gastgeber noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben.
TVA verpasst zweistelligen Vorsprung
SGR-Coach Mathis Rapude war denn auch recht zufrieden: „Wir haben in den ersten 25 Minuten wirklich gut mitgehalten und nie aufgesteckt“, während sein Kollege Jan Klute resümierte: „Mich freut der insgesamt souveräne Auftritt, aber Ich hätte mir schon gerne am Ende einen zweistelligen Vorsprung gewünscht.“ Für Arnsberg geht es erst am 29. November mit dem Spitzenspiel gegen Menden II weiter. Die Mendener sind kommenden Sonntag Gastgeber von Ruhrtal II.

SGR II: Schäfer (Zebut); Tillmann (6), Bornemann (6/4), Struwe (4), Kahlhöfer (3), Rosenberger (2), Esser (2), Stoffels (1), Ba. Hannappel (1), Steinke, Volmari, Rapude.
TVA: Drees, Wennmann; Blanke (6/5), Stratenschulte (5), F. Rüther (5), Mevenkamp (3), Schopper (3), Hesse (3), Klömich (3), Erpelding (1), Bause (1), Tiemann (1), Geyer (1), L. Rüther.
So lief es für den TVN gegen Aplerbeck
TV Neheim – ASC Dortmund II 24:22 (13:8). Das Endergebnis täuscht, denn die Neheimer waren aufgrund einer bärenstarken Defensivleistung das klar bessere Teams, schalteten allerdings nach 24:17-Führung komplett ab und gestatteten dem Gast in den letzten vier Minuten noch einen 5:0-Lauf. Weitaus länger fiel allerdings die ASC-Durststrecke nach dem 5:7 (13.) aus. Bis zum Seitenwechsel ließ Neheims Keeper Timo Funke nämlich nur noch einen Gegentreffer zum 8:8 zu, während seiner Vorderleute für einen soliden Pausenvorsprung sorgten. Entscheidend war letztlich eine kurze, aber extrem starke TVN-Phase, denn da gelang binnen vier Minuten eine 5:0-Serie zum 23:16. „Defensiv war das hervorragend, im Angriff haben wir noch zu viele Fehler gemacht“, kommentierte Trainer Alex Blech, dessen Team am kommenden Sonntag nach Huckarde-Rahm muss.
TVN: Funke; Nöggerath (6/2), F. Pater (4), Kintgen (4), Caruso (3), Hackmann (2), T. Frohne (2), S. Frohne (1), M. Pater (1), Lahme (1).














































