Diesen Gedanken ignorierte Tom Barthel einfach, obwohl die Schlussfolgerung für neutrale Beobachter fast folgerichtig erschien. Da die dominierende Mannschaft der vergangenen Jahre und Meister der zurückliegenden zwei Spielzeiten, der SCU Emlichheim, die 2. Bundesliga Nord doch in Richtung 2. Bundesliga Pro verließ, wird es dort in der an diesem Wochenende beginnenden Saison einen neuen Titelträger geben. Und da die Volleyballerinnen des RC Sorpesee die vergangene Serie auf Platz fünf abschlossen, sollten die Sauerländerinnen doch... – Barthel schmunzelte nicht einmal. Dabei hört sich seine Zielsetzung auch frech an.
Sorpesee: Auftakt gegen neuen Gegner
„Wir wollen den Miesepeter spielen und die Top-Teams ärgern“, sagte der junge Trainer des RCS. Diese Vorstellung – sie zauberte ihm ein Grinsen ins Gesicht. Zumal seine Mannschaft bereits zum Auftakt der Saison an diesem Samstag um Auswärtsspiel beim BBSC Berlin (18 Uhr) damit beginnen kann. Zwar zählen die Berlinerinnen nicht zu den heißen Titelkandidaten, das sind vor allem der USC Münster II und Team 48 Hildesheim, aber sie sind im erweiterten Kreis zu finden.
Schließlich stiegen die Gastgeberinnen des RCS in der vergangenen Saison aus der 2. Bundesliga Pro ab, konnten mit Paula Reinisch und Annalena Grätz aber wichtige Leistungsträgerinnen halten. Der Kader habe sich laut Trainer Jens Tietböhl aber „natürlich verändert“. Er legt deswegen den Fokus künftig besonders auf die Entwicklung und Integration der neuen Spielerinnen: „Ich wünsche mir, dass unsere Neuzugänge auf den Spezialpositionen Zuspiel und Libero einen weiteren großen Entwicklungsschritt machen.“
Menden: Arbeitssieg für die Wölfe gegen Hamm! 33 emotionale, packende Fotos
Im Gegensatz dazu kann Tom Barthel nicht nur, aber auch in Berlin – wohin der RCS übrigens mit zwei Bullys fährt und direkt nach der Partie zurück ins Sauerland aufbricht – auf einen eingespielten, allerdings sehr jungen Kader zurückgreifen. „Zwei Spielerinnen sind auf Grund von Erkältungen angeschlagen, aber ansonsten sind alle fit“, sagte der vermutlich jüngste Coach der Liga. „Ich erwarte in Berlin ein Team mit professionellen Strukturen, viel Selbstbewusstsein und viel Verantwortung bei den erfahreneren Spielerinnen“, erklärte er. Unter anderem gehöre auch deutsche Ü40-Nationalspielerin zur gegnerischen Mannschaft.
Mehr HSK-Sport? Folgen Sie dem Sauerlandsport in den Sozialen Medien und im Netz:
- Folgen Sie uns auf Facebook: Westfalenpost Sauerlandsport
- Live und nah dran auf Instagram: @sauerlandsport
- Unser Podcast zur Fußball-Bezirksliga 4: „Bundesliga des Sauerlandes“
- Das tägliche Update per Mail: Newsletter HSK-Sport
- Alle Artikel im Netz: wp.de/sauerlandsport
Bei den Sauerländerinnen sind Victoria Vornweg (24) und Michelle Henkies (27) zwei der wenigen älteren Spielerinnen. Deswegen machte Barthel Vornweg auch zur neuen Mannschaftskapitänin und Henkies zur Co-Kapitänin. „Die Entscheidung fiel auf Victoria und Michelle, weil beide schon über jede Menge Erfahrung verfügen. Sie wissen, wie es in der 2. Bundesliga abläuft, und sie leben das Engagement vor, das wir benötigen, um erfolgreich sein zu können“, erklärte der Trainer. „Dabei können sie auf Grund ihrer Positionen nicht nur neben dem Feld, sondern auch auf dem Feld für eine gute Dynamik sorgen und das Spiel führen“, ergänzte er.



































