Wenn die Volleyballerinnen des RC Sorpesee am 19. September in die neue Saison in der 2. Bundesliga Nord starten, werden Kirsten Prachtel und Antonia Brenscheidt wie berichtet nicht mehr zum Kader der Sauerländerinnen gehören. Während die 38-jährige Prachtel ihr Trikot nach rund 30 Jahren an den berühmten Nagel hängt, lässt sich die 24-jährige Lehramtsstudentin Brenscheidt auf Nachfrage allerdings ein kleines Hintertürchen auf.

Sorpesee: Die neue 2. Bundesliga Staffel Nord

Mittlerweile wurden die Bundesliga-Staffeln neu eingeteilt. In der kommenden Saison misst sich der RCS in der 2. Bundesliga Nord mit BBSC Berlin, BSV Ostbevern, FC 47 Leschede, Grün-Weiß Eimsbüttel, SC Potsdam, Schweriner SC II (Sonderspielrecht), SSF Bonn, Team 48 Hildesheim, TUSA City Girls Düsseldorf, TV Hörde, USC Münster II, VCO Münster (Sonderspielrecht) und VC Osnabrück.

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Frau Brenscheidt, wie kam es zu Ihrer Entscheidung, beim RCS aufzuhören? Und: Beenden Sie Ihre Karriere im Volleyball komplett?

Antonia Brenscheidt: Ich würde es eher eine Karrierepause als ein Karriereende nennen. Meine berufliche Perspektive ist aktuell noch ungewiss, da ich im November mein Referendariat starte. Wo dies sein wird, steht noch nicht fest, sodass ich keine verbindliche Zusage für die kommende Saison geben konnte.

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Der Abschied vor heimischer Kulisse nach dem dramatischen Heimsieg gegen Hildesheim dürfte sehr emotional gewesen sein. Sie sind ein RCS-Eigengewächs, Sie gehörten seit Jahren zu den Leistungsträgerinnen und machten sich als Trainerin auch um den Verein, vor allem die Jugend, verdient.

Der Abschied war sehr emotional. Es war sehr besonders vor der Kulisse zu spielen, gegen den vermeintliche Favoriten zu gewinnen und alle Emotionen aufzusaugen und zu genießen, die den Sport bei uns am See eben so besonders machen. Natürlich war der Abschied nicht leicht, aber wenn es einen schönen Abschied gibt, dann haben der Rahmen und das Spiel sicherlich dazu beigetragen. Besonders die wertschätzenden Worte von Kevin (Hallensprecher Kevin Mattig; Anm. d. Red.) haben mich sehr gerührt.

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Welche Highlights gab es in Ihrer RCS-Karriere – oder gab es auch etwas, was Ihnen so gar nicht gefallen hat in der Zeit?

Das war meine siebte Saison in der ersten Mannschaft und natürlich war die Zeit von Höhen und Tiefen geprägt. All diese aufzulisten, würde sicherlich den Rahmen sprengen. (grinst) Doch am Ende überwiegen ganz eindeutig die positiven Erfahrungen und Erinnerungen, weil der Verein eben so viel mehr ist als nur die erste Damenmannschaft oder ein Sportverein. Es ist eine große Gemeinschaft, ein Stück Familie – und das wird es für mich auch weiterhin bleiben.