Nur noch vier Spiele sind am letzten Spieltag der Handball-Bezirksliga zu absolvieren. Und in denen wird sich entscheiden, wer neben der SG Ruhrtal II den Weg in die Kreisliga antreten muss. In der Verlosung ist auch der TV Neheim, der sich nach dem Heimsieg über Huckarde-Rahm schon in Sicherheit wähnte. Da aber die ebenso gefährdeten Teams eifrig punkteten und das erste „Endspiel“ in Höchsten mit 28:32 verloren ging, muss der TVN ähnlich bangen wie in den beiden Vorjahren der frischgebackene Vizemeister TV Arnsberg. Sören Frohne, Rückraumass und Männerwart in Personalunion, spricht über die Gefühlslage.

Neheim: Extrem unglückliche Spiele

Sören, eigentlich hatten Sie mit dem TV Neheim im gesicherten Mittelfeld landen wollen. Was ist da schief gelaufen?

Sören Frohne: Es gibt ja in dieser Saison gar kein Mittelfeld, denn schon der Tabellenvierte hat ein negatives Punktekonto. Einige unserer Spiele sind extrem unglücklich gelaufen, die Punktverluste gegen Villigst-Ergste II und Arnsberg tun im Nachhinein doppelt weh.

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Wieso konnte der TVN trotz guter Besetzung in Höchsten nicht wie erhofft alles klar machen?

Wir haben sowohl spielerisch als auch kämpferisch eine gute Leistung geboten, nur die schlechte Chancenverwertung hat uns das Genick gebrochen.

Meine Nervosität hält sich in Grenzen. Wie ernst wir dieses Match aber nehmen, zeigt schon, dass am Dienstag 16 Spieler beim Training waren.

Sören Frohne

Jetzt stehen Sie mit Ihrer Mannschaft am Sonntag um 17 Uhr im Heimspiel gegen den TV Eintracht Husen-Kurl, der nur einen Punkt zurückliegt in der Tabelle, unter erheblichem Erfolgszwang. Wie groß ist Ihre Sorge, dass der TVN noch absteigen wird?

Wir spielen in eigener Halle und vermutlich in Bestbesetzung, der Druck liegt also eindeutig eher beim Gegner, der ja wegen seiner zahlreichen angekündigten Neuzugänge aus Höchsten nächstes Jahr eigentlich ganz oben angreifen will. Außerdem müsste Höchsten, weil wir den direkten Vergleich gewonnen haben, schon beide Punkte aus Herdecke mitnehmen, um an uns vorbeizuziehen. Von daher hält sich meine Nervosität in Grenzen. Wie ernst wir dieses Match aber nehmen, zeigt schon, dass am Dienstag 16 Spieler beim Training waren.

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Wie beurteilen Sie denn die mittelfristigen Perspektiven des TVN bei der starken Nachbarschaft aus Ruhrtal und Arnsberg?

Wir sind dabei, unsere Nachwuchsspieler an das Herren-Niveau heranzuführen. Leider hat der Abstiegskampf dazu geführt, dass in den vergangenen Wochen dann doch überwiegend die etablierten Stammkräfte zum Zuge kamen. Aber die jungen Burschen haben Talent und Ehrgeiz, werden von unserem Coach Alex Blech mit Sicherheit bestens gefördert. Ein Abstieg würde uns also nicht umwerfen, wäre aber schon ein herber Rückschlag.