Endlich wieder auf der Platte stehen und mit der Mannschaft einen Sieg feiern können: Für Matthias Storm, den Spielmacher des Handball-Verbandsligisten SG Ruhrtal, erfüllte sich dieser Wunsch vor einer Woche, als er ein wenig überraschend von Trainer Henning Becker in der Schlussphase der Partie bei Freier Grund zum Einsatz kam. Und Storm hatte gleich zwei Gründe zur Freude.

Ruhrtal: Zwei Operationen notwendig

Zum einen gab es Lob vom Coach für sein präzises und die Nebenleute gut einsetzendes Aufbauspiel, zum anderen verlief das dem personellen Engpass des Teams geschuldete Comeback weitgehend schmerzfrei. Deshalb steigt die Hoffnung von Storm, dass er in der kommenden Saison wieder voll einsteigen kann.

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Hüftprobleme, die den als Nachfolger von Alex Blanke vorgesehene Regisseur schon lange begleiteten und auch zu Schmerzen im Rückenbereich führten, hatten Storms Handball-Karriere erheblich gebremst. Eine erste Operation verlief zwar erfolgreich, aber es war abzusehen, dass eine komplette Genesung nur mit einer weiteren Operation an der rechten Hüfte möglich sein würde. „Ich war ja bei diversen Ärzten, die mir durch die Bank prophezeit hatten, dass ich in puncto sportlichen Aktivitäten stark eingeschränkt werden würde, also Handball vergessen kann“, schildert Storm.

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Ich fühlte mich schon deutlich besser, wenn ich bei den Spielen mit auf der Bank sitzen durfte.

Matthias Storm,, SG Ruhrtal

Zum Glück hatte er ja noch gute Kontakte zum HTV Hemer, vermittelte ihn der Sportliche Leiter Stephan Flügge an einen früheren Teamkollegen, nämlich den Dortmunder Orthopäden Carsten Lueg. Der empfahl eine Gelenkabschleifung mit Einbau eines künstlichen Knorpels mit dem Ziel der uneingeschränkten Beweglichkeit. Diese Chance ließ sich Storm nicht nehmen und legte sich wenige Tage nach seinem letzten Match am 21. September des Vorjahrs, in dem er drei Tore zum Heimsieg über den RSVE Siegen beisteuerte, unters Messer.

Der Aufstiegskampf

Der Dreikampf um Meisterschaft und Aufstieg geht in der Verbandsliga 3 in die nächste Runde. Nur zwei Punkte trennen das punktgleiche Duo RSV Altenbögge-Bönen und ASC 09 Dortmund vom Tabellendritten SG Ruhrtal. Der Meister steigt direkt auf, der Vizemeister spielt eine Aufstiegsrunde. Das Restprogramm:

RSV Altenbögge-Bönen (23 Spiele 713:584 Tore 37:9 Punkte): TuS Volmetal II (Heimspiel, 8.), TV Olpe (A, 5.), ASC 09 Dortmund (H, 2.).

ASC 09 Dortmund (23 Spiele 721:605 Tore 37:9 Punkte): RSVE Siegen Handball (A, 9.), Wittener TV (H, 11.), RSV Altenbögge-Bönen (A, 1.).

SG Ruhrtal (23 Spiele 649:521 Tore 35:11 Punkte): DJK TuS 23 Oespel-Kley (H, 7.), DJK SG Bösperde (A, 10.), TuS Volmetal II (H, 8.).

„Mir war klar, dass der Heilungsprozess sich mindestens ein halbes Jahr hinziehen würde. Aber ich habe schrittweise die Fortschritte gespürt und deshalb konsequent an meiner Fitness gearbeitet. Ich fühlte mich schon deutlich besser, wenn ich bei den Spielen mit auf der Bank sitzen durfte“, beschreibt der 27-Jährige, warum seine Laune nicht nur wegen der sportlichen Erfolge seiner Teamkollegen immer besser wurde.

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Am generellen Plan, nämlich erst zur Vorbereitung auf die kommende Saison wieder Vollgas zu geben, hat der Kurzeinsatz vom vergangenen Samstag nichts geändert. „Auch wenn ich anschließend keine Einschränkungen gespürt habe, ist eine gewisse Unsicherheit noch vorhanden. Mir ist es lieber, wenn ich die ausstehenden drei Partien noch zuschauen kann“, sagt Storm und will, obwohl es ihn natürlich in den Fingern juckt, am Samstag (19.30 Uhr) vor eigenem Publikum gegen die DJK TuS Oespel-Kley aufzulaufen, der Vernunft gehorchen und die Partie komplett auf der Auswechselbank verbringen.