Dank einer bemerkenswert kämpferischen Vorstellung gewann der TV Neheim sein vorletztes Heimspiel und hat damit den Verbleib in der Handball-Bezirksliga so gut wie sicher. Auch der schon als Absteiger feststehende Neuling SG Ruhrtal II hatte Grund zur Freude, feierte gegen den ersatzgeschwächten Kreisrivalen aus Menden seinen ersten Heimsieg.
Neheim: Schiedsrichter als Herausforderung
TV Neheim – SC Huckarde-Rahm 28:24 (13:11). Ein Blick auf die Eckdaten genügt, um zu erkennen, wie schwer es den Neheimern gemacht wurde, diesen so eminent wichtigen Erfolg einzufahren. Während die Gäste ohne Zeitstrafe davonkamen, musste der TVN gleich siebenmal in Unterzahl agieren, kassierte zudem elf Siebenmeter gegen sich. „Das war schon eine besondere Herausforderung, denn es war enorm schwer, sich auf diese Schiedsrichter einzustellen. Wir sind aber ruhig geblieben, haben uns keine Zeitstrafe wegen Meckerns eingehandelt“, lobte Trainer Alex Blech die Disziplin seiner Schützlinge.
Zunächst sprach nichts dafür, dass dieses Match eng werden würde, denn Justus Nöggerath und Hannes Koch sorgten mit Doppelschlägen für eine 5:2-Führung, die sogar auf 10:4 (18.) ausgebaut werden konnte. Die Dortmunder Gäste hatten jedoch in Marius Lang (12/7) einen nur schwer zu bändigenden Rückraumspieler, der zudem von den zahlreichen Siebenmeterpfiffen profitierte. Seine vier Treffer am Stück sorgten dafür, dass Neheim nur mit einem kleinen Polster in die Halbzeitpause gehen konnte.
Das war schon eine kritische Phase, aber die haben wir nicht zuletzt dank einiger toller Paraden von Patrick Liebig überstanden.
Alex Blech,, Trainer des TV Neheim
Blech stellte die Abwehr defensiver ein, erhoffte sich mit einer 6:0-Formation, weniger Hinausstellungen zu kassieren. Die Rechnung ging allerdings nicht auf. Vielmehr konnte Huckarde-Rahm mit einem 4:0-Lauf zum 19:18 (40.) selbst in Führung gehen. „Das war schon eine kritische Phase, aber die haben wir nicht zuletzt dank einiger toller Paraden von Patrick Liebig überstanden“, resümierte Blech. Die Hausherren fingen sich wieder und konterten ihrerseits mit einer Vierer-Serie zum vorentscheidenden 24:21 (53.).
Emotionale Achterbahn: 27 mitreißende Bilder vom Zittersieg des TV Neheim
TVN: Liebig, Nöggerath (7/1), Koch (6), Kintgen (6), Caruso (5), T. Frohne (2), S. Frohne (1), Spitthoff (1), M. Pater, Hackmann, Oberdrifter, Erdmann.
Ruhrtal belohnt sich
SG Ruhrtal II – SG Menden Wölfe II 28:25 (13:10). Seit dem 30:30 vom ersten Spieltag gegen Höchsten hatte die SGR-Reserve keinen einzigen Zähler vor eigenem Publikum geholt. Entsprechend groß war die Freude, dass die unverkennbare Leistungssteigerung des Teams in der Rückrunde endlich belohnt wurde. Da etliche Stammkräfte wie Goalgetter Tobias Tillmann urlaubs- oder verletzungsbedingt fehlten, war Trainer Mathis Rapude äußerst dankbar dafür, dass sich zahlreiche Akteure der dritten Mannschaft zur Verfügung stellten.
Auch interessant
Schon früh zeigte sich, dass die Mendener aus dem Rückraum heraus wenig Torgefahr ausstrahlen konnten. Einzig Lukas Flor (12/5) hielt sie mit seiner individuellen Klasse im Spiel. Ausgerechnet nach einer Mendener Auszeit durch Trainer Tihomir Knez beim Stande von 8:8 konnte sich die SGR-Zweite mit einem 3:0-Lauf ein wenig absetzen. Durchgang zwei lief dann über weite Strecken ganz nach Wunsch. Im Angriff ließen sich Till Rosenberger, Niklas Esser und Fynn Bornemann kaum stoppen, die Abwehr packte energisch zu. Mit einem Zwischenspurt zum 23:16 (47.) war die Messe gelesen.
Mehr Sauerlandsport? Folgen Sie dem HSK-Lokalsport in den Sozialen Medien und im Netz:
- Folgen Sie uns auf Facebook: Westfalenpost Sauerlandsport
- Live und nah dran auf Instagram: @sauerlandsport
- Das tägliche Update per Mail: Newsletter Lokalsport HSK
- Der Kult-Podcast zur Fußball-Bezirksliga 4: „Bundesliga des Sauerlandes“
- Alle Artikel im Netz: wp.de/sauerlandsport
SGR II: Schäfer (52. Zebut); Rosenberger (6), Esser (6), Bornemann (5/1), Steinke (3), Gräbener (3), Rapude (2/1), Be. Hannappel (1), Frimmel (1), Volmari (1), Ba. Hannappel.




























