Mit zwei EM-Medaillen reiste Laura Nolte, Bobpilotin des BSC Winterberg, vom Weltcuprennen aus St. Moritz ab. Im Monobob holte die 27-Jährige bei der Europameisterschaft, die parallel gewertet wurde, Bronze. Im Zweierbob fuhr Nolte mit Anschieberin Leonie Kluwig (SC Potsdam) zu Silber. Für größere Schlagzeilen sorgte allerdings das Rennen der Männer im Viererbob durch chaotische, sehr gefährliche Szenen. Mittendrin war einmal mehr – ein Anschieber des BSC Winterberg.

Friedrich patzt am Start

Im Bob des deutschen Top-Piloten Francesco Friedrich sitzt mit Matthias Sommer ein erfahrener BSC-Athlet. Im ersten Lauf stockte den Zuschauern nicht nur an der Bahn der Atem, als Friedrich kurz nach dem Start in den legendären Natureiskanal in der Schweiz das so genannte Starteck touchierte und dabei den Bügel für Anschieber Nummer drei auf der rechten Seite des Bobs demolierte.

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Dieser ließ sich deshalb erst nicht einklappen, so dass Friedrich und Co. mit erhöhter Sturzgefahr durch die Bahn rasten. Während Sommer, der in seiner Karriere bereits das eine oder andere Malheur erlebte, als Anschieber unmittelbar hinter Friedrich im Bob kauerte, versuchte Felix Straub als hinterster Mann, den Bügel wieder einzuklappen. „Ich habe gekämpft wie ein Löwe, aber ich habe es nicht hinbekommen“, sagte er in der ARD. „Das war mein Fehler, das muss ich auf meine Kappe nehmen“, ergänzte Friedrich.

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Francesco Friedrich fährt in St. Moritz im ersten Lauf des Weltcups anfangs mit ausgeklapptem Bügel. © Screenshot / ARD Livestream | Screenshot / ARD Livestream

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Beim Sieg des Teams Adam Ammour kam Johannes Lochners Vierer auf Rang zwei. Das Friedrich-Quartett schaffte es mit einer Top-Fahrt in Lauf zwei noch auf Rang sechs.

Der bekommt eine Ehrenmedaille. Einen Viererbob unter der Bedingungen hier runter zu pilotieren und dann noch zu bremsen – Chapeau!

Matthias Höpfner, Bundestrainer
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Kristopher Horn verliert beim Start in den Viererbob-Weltcup in St. Moritz seine Anschieber.© Screenshot / ARD Livestream | Screenshot / ARD Livestream

Viel spektakulärer und noch gefährlicher verlief der erste und einzige Lauf des US-Amerikaners Kristopher Horn. Seine drei Anschieber schafften es nach dem Start nicht in den Bob und stürzten teilweise hart aufs Eis. Horn erreichte mit Glück und Können ohne Sturz alleine das Ziel, kletterte blitzschnell von den Lenkseilen auf die Bremsposition im Bob und stoppte das Gefährt rechtzeitig. „Der bekommt eine Ehrenmedaille. Einen Viererbob unter der Bedingungen hier runter zu pilotieren und dann noch zu bremsen – Chapeau!“, sagte Bundestrainer Matthias Höpfner.

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Laura Nolte erlebte diese Aufregung nur aus der Ferne mit. Ihre Aufholjagden im Monobob von Platz elf auf Rang sechs sowie im Zweierbob von Rang sechs auf Platz drei (jeweils in der Weltcup-Wertung) waren demgegenüber – unspektakulär.