Je länger die Saison fortschreitet, desto imposanter trumpfen die Handballer der SG Ruhrtal in der Verbandsliga auf. Am Sonntag gelang ihnen der bislang eindrucksvollste Streich, siegten sie im Verfolgerduell bei der DJK Oespel-Kley sensationell deutlich mit 33:24 (18:10) und liegen jetzt nur noch einen Punkt hinter Spitzenreiter Altenbögge-Bönen, der in Volmetal die zweite Saisonniederlage kassierte.
Lesen Sie auch
Fast zwei Drittel der Zuschauer kamen aus Oeventrop. Und die hatten von Anfang an ihre Freude am konzentrierten und variablen Angriffsspiel ihrer Mannschaft. Zu Beginn drückte Rechtsaußen Steffen Röttger der Partie seinen Stempel auf, erzielte vier der Tore, die die 5:3-Führung bedeuteten.
Die Dortmunder wiederum, die mit vier Rückraumspielern und ohne Kreisläufer agierten, setzten auf Abschlüsse aus der zweiten Reihe und blieben bis zum 5:6 dran. Als aber Keeper Henrik Basler die ersten Würfe abwehren konnte, während seiner Vorderleute weiterhin strukturiert und präzise ihre Chancen herausarbeiteten und verwerteten, wuchs der Ruhrtaler Vorsprung in Windeseile an.
SG Ruhrtal: Ungläubige Blicke beim Gegner
Aus dem 8:6 machten Röttger per Nachwurf, Lukas Struwe, der überragende Aaron Humpert, dessen Pfostenwurf von Keeperrücken ins Netz trudelte, und nochmals Struwe sogar in Unterzahl ein 12:6 (18.). Zwar gab es auch Schwächephasen im Spiel der Gäste, aber die waren von kurzer Dauer und wurden von der Abwehr um den unermüdlichen Ludwig Schwefer oder Basler kompensiert.
Nächster Kantersieg für Ruhrtal! 30 Fotos vom Heimspiel gegen Freier Grund
Zudem nahm Trainer Henning Becker zur rechten Zeit eine Auszeit, weil die auf eine doppelte Manndeckung umschaltenden Hausherren doch für einige Verwirrung im SGR-Aufbauspiel sorgten. Überzahltore von Yannick Mähl und Humpert sowie ein versenkter Strafwurf von Spielmacher Phillipp Mähl schraubten den Halbzeitstand auf 18:10 und sorgten für ungläubige Blicke der sehr stillen DJK-Fans.
Weil der Rückstand so groß war, blieb Oespel-Kley bei ihrer Taktik, durch frühes Attackieren selbst in Unterzahl rasche Ballgewinne zu generieren. Gelegentlich hatten sie damit auch Erfolg, vertrauten zudem auf die unglaubliche Wurfkraft von Stig Downar (7). Nach Verkürzung auf 16:22 (40.) war es wieder SGR-Trainer Becker, der seine Schützlinge beruhigte und einfache, aber klare Spielzüge einforderte.
Weil die Jungs wieder keine 25 Gegentore kassiert haben, muss ich eine Kiste geben.
Henning Becker, Trainer der SG Ruhrtal, mit Luxussorgen
Fast verzweifelt versuchte die DJK, das Blatt noch zu wenden, aber der Tabellenzweite gab sich keine Blöße und zog bis zur 50. Minute auf 29:20 davon, weil die Rückraumschüsse der Dortmunder jetzt immer häufiger weit über dem Kasten landeten. Becker konnte in der Endphase auch seinen Bankspielern Einsatzzeiten bieten, was vor allem Julius Schulte mit drei Treffern nutzte. Auch Janne Malik durfte im Kasten seine Klasse beweisen, bekam für einen parierten Siebenmeter und eine Doppel-Parade tosenden Applaus der SGR-Fans, die sich schon eine Minute vor dem Ende von den Sitzen erhoben und durchklatschten.
Mehr Sauerlandsport? Folgen Sie dem HSK-Lokalsport in den Sozialen Medien und im Netz:
- Folgen Sie uns auf Facebook: Westfalenpost Sauerlandsport
- Live und nah dran auf Instagram: @sauerlandsport
- Das tägliche Update per Mail: Newsletter Lokalsport HSK
- Der Kult-Podcast zur Fußball-Bezirksliga 4: „Bundesliga des Sauerlandes“
- Alle Artikel im Netz: wp.de/sauerlandsport
Der grundsätzlich hochzufriedene Becker fand aber einen Haken: „Weil die Jungs wieder keine 25 Gegentore kassiert haben, muss ich eine Kiste geben.“ Kommenden Samstag soll es im Heimspiel gegen den Kreisrivalen Bösperde einen weiteren Feiertag geben.
SGR: Basler (49. Malik); Humpert (10), Röttger (6), P. Mähl (6/5), Struwe (4), Y. Mähl (4), Schulte (3), Schwefer, Klute, M. Weber, Schmidt, Klauke.


































