Schwach angefangen, aber dann den Turbo gezündet und die ersten Saisonpunkte letztlich souverän eingetütet: Die Verbandsliga-Handballer der SG Ruhrtal gestalteten ihr Heimdebüt gegen den TV Olpe erfolgreich und glichen mit dem 26:22 (12:11) ihr Tabellenkonto aus. Gleichzeitig betrieben sie beste Werbung fürs nächste Match am kommenden Sonntag (17 Uhr) gegen den RSVE Siegen.

Ruhrtal: Sechs Spieler fehlen

Die personellen Voraussetzungen für einen entspannten Heimspiel-Auftakt waren alles andere als optimal, denn der neue Trainer Henning Becker musste neben den verletzten David Bauerdick, Tilman Weber und Lukas Struwe auch auf den privat verhinderten Rechtsaußen Steffen Röttger sowie die Urlauber Matthias Storm und Henrik Basler verzichten. Dass auch Olpe nur mit drei Auswechselspielern angereist war, beruhigte zunächst nicht, denn die Gäste begannen selbstbewusst und fanden immer wieder Lücken in der unsortiert wirkenden SGR-Abwehr: „Wir standen zu weit auseinander, haben keinen Zugriff bekommen“, beschrieb Becker, der schon nach elf Minuten beim Stande von 3:7 eine Auszeit nahm. 

Mehr zum Thema

Die Olper Dominanz endete mit dem 4:9, danach drehte sich das Blatt, weil die Hausherren jetzt schneller verschoben, nicht mehr so viele Siebenmeter kassierten und gleichzeitig auch im Angriff bessere Lösungen fanden. Das 7:11 (19.) durch Hendrik Ohm (13/9) vom Strafwurfpunkt sollte tatsächlich bis zum Seitenwechsel der letzte TVO-Treffer gewesen sein. Die Gäste wirkten phasenweise hilflos, fanden keine Lücken mehr in der von Ludwig Schwefer gut organisierten Deckung, während die SGR jetzt hellwach war und, obwohl mancher Gegenstoß-Pass zu steil geriet, tatsächlich noch vor dem Seitenwechsel in Führung ging. Das 12:11 durch Ersatz-Rechtsaußen Till Rosenberger wurden von den gut 150 Zuschauern stürmisch gefeiert.

Wir standen zu weit auseinander, haben keinen Zugriff bekommen.

Henning Becker, Trainer der SG Ruhrtal, zur Anfangsphase

Durchgang zwei begann gleich mit zwei Glanzparaden von SGR-Keeper Janne Malik, der seinem starken Gegenüber Carlos Rogalla in nichts nachstand. Beide Schlussleute wehrten schwierige Würfe in zweistelliger Anzahl ab. Bis zum 14:13 hielt Olpe mit, doch dann gelang es den variabler kombinierenden und ihre Flügelspieler klug einsetzenden Hausherren, sich mit einem 5:0-Lauf auf 19:13 (41.). abzusetzen. TVO-Trainer Frieder Krause versuchte, den SGR-Lauf per Auszeit zu stoppen. Und tatsächlich fiel es den Hausherren jetzt deutlicher schwerer, ihr Tempospiel aufzuziehen.

Auch interessant

Aus dem rechten Rückraum konnten weder Julius Schulte noch der leicht angeschlagene Fabian Pilz Akzente setzen. Auch über den Kreis wollte wenig gelingen, durfte Veit Schmidt froh sein, dass die Unparteiischen bei nicht kontrollierten Pässen immer wieder auf Freiwurf entschieden. Ruhrtals Lebensversicherung zur Vermeidung einer kribbeligen Endphase war neben dem dynamischen und sprunggewaltigen Halblinken Aaron Humpert Keeper Malik, auch wenn er und Vertreter Samuel Stoffels keinen der neun Ohm-Siebenmeter abwehren konnten. Nach dem 24:22 war es ausgerechnet der bis dahin glücklose Pilz, der die Sorgenfalten glättete. Und auch Schmidt hatte noch sein Erfolgserlebnis, besorgte den umjubelten Endstand.

Mehr Sauerlandsport? Folgen Sie dem HSK-Lokalsport in den Sozialen Medien und im Netz:

SG Ruhrtal: Malik, Stoffels; Humpert (8), Y. Mähl (4), P. Mähl (4/3), Schmidt (3), Klauke (2), Pilz (2), Klute (1), M. Weber (1), Rosenberger (1), Schwefer.