Glänzender Saisoneinstieg für den TV Arnsberg, beachtlicher Punktgewinn für Aufsteiger SG Ruhrtal II: Die beiden heimischen Handball-Bezirksligisten durften mit ihrem Debüt mehr als zufrieden sein.
Ruhrtal vor stattlicher Kulisse
SG Ruhrtal II – Borussia Höchsten 30:30 (16:11). „Wenn man mir vorab ein Remis angeboten hätte, wäre ich sofort einverstanden gewesen. Nach dem Spielverlauf wäre aber ein Sieg absolut möglich gewesen“, sagte SGR-Trainer Mathis Rapude. Er freute sich nicht wirklich, hatte seine Mannschaft doch über weite Strecken zum Teil sogar deutlich vorne gelegen. Erst als der Vorjahres-Vierte aus Dortmund auf eine extrem offensive Abwehr umstellte, konnte er zur Aufholjagd blasen, die per Siebenmeter 25 Sekunden vor Schluss das Unentschieden bescherte.
Die Ruhrtaler begannen vor stattlicher Kulisse mutig und nutzten ihre Chance recht konsequent. So war das 6:3 nach acht Minuten keineswegs eine Momentaufnahme. Über 8:4 (11. Minute) setzten sich die Oeventroper bis auf 14:8 (26.) ab, wobei der Mescheder Neuzugang Niklas Esser besonders effektiv agierte. Bei nur drei Fehlversuchen brachte er es am Ende auf stolze zwölf Treffer. Auch der Halbrechte Christopher Steinke setzte der Borussen-Abwehr tüchtig zu, zudem zeichnete sich Fynn Bornemann als umsichtiger Spielmacher und Siebenmeter-Schütze aus. „Leider sind uns am Ende aufgrund der knappen Besetzung ein wenig die Körner ausgegangen“, begründete Rapude, warum das Polster in der Endphase dahinschmolz.

SGR II: Schäfer, Stoffels; Esser (12), Steinke (6), Bornemann (5/3), Volmari (4), Rosenberger (2), Steffen (1), Gräbener, Be. Hannappel.
Arnsberg: Zwei starke Torhüter
TV Arnsberg – Eintracht Husen-Kurl 33:24 (18:9). „Die Jungs haben meine Vorgaben, von Beginn an aufs Tempo zu drücken und die relativ dünn besetzten Husen-Kurler müde zu spielen, voll umgesetzt“, freute sich TVA-Coach Jan Klute. Ihm gefiel besonders die hohe mannschaftliche Geschlossenheit, denn die 33 Treffer verteilten sich auf elf Feldspieler.
Wir haben gut verteidigt und hatten zwei starke Torhüter, deshalb konnten wir auch etliche einfache Tore per Gegenstoß erzielen.
Jan Klute, Trainer des TV Arnsberg
Zwar gab es nach dem 2:0-Start eine Durststrecke mit fünf Gegentoren nacheinander, aber das sollte die einzige Schwächephase bleiben. Es dauerte auch nur sechs Minuten, da hatte auch der TVA einen 5:0-Lauf hingelegt, schraubte seine Bilanz bis zur 25. Minute auf sage und schreiben 13:1-Tore, was zum schon vorentscheidenden 15:6 führte.
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Auch nach dem Seitenwechsel machte die Arnsberger mächtig Dampf und schrauten den Vorsprung in zweistellige Höhen. Erst nach dem 29:17 (47.) ließ die Konzentration im Gefühl des sicheren Sieges ein wenig nach. „Wir haben gut verteidigt und hatten zwei starke Torhüter, deshalb konnten wir auch etliche einfache Tore per Gegenstoß erzielen“, kommentierte Klute, der ja aufgrund des breiter gewordenen Kaders (die erstmals in der Ersten eingesetzten Fabien-Nick Rüther, Fritz Hesse und Phil Klömich steuerten neun Treffer bei) aus dem letztjährigen Abstiegskandidaten ein Team für die obere Tabellenhälfte formen will.
TVA: Drees (45. Wennmann); Stratenschulte (6), Tiemann (5), F. Rüther (4), Bause (4), Hesse (3), Blanke (3/2), Klömich (2), Geyer (2), Probst (2), L. Rüther (1), Erpelding (1), Capristo, Mevenkamp.



