„Die Stimmung ist am Boden.“ Am Sky-Mikrofon sprach Borussia Dortmunds Angreifer Maximilian Beier kurz nach dem Abpfiff das aus, was er dachte. Und was sicherlich auch viele der 81.365 Zuschauerinnen und Zuschauer im Signal Iduna Park fühlten – zumindest die mit den schwarz-gelben Schals an diesem eisigen Nachmittag in Dortmund.

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Der BVB hatte gegen den VfB Stuttgart nach der ganz späten 3:2-Führung durch Karim Adeyemi (89. Minute) noch den Ausgleich durch Stuttgarts pfiffigen, gierigen, überragenden Nationalstürmer Deniz Undav kassiert. Und damit zum vierten Mal in dieser Saison in der Nachspielzeit einen Sieg aus der Hand gegeben. Bereits auf St. Pauli (3:3), bei Juventus (4:4) und in Hamburg (1:1) schenkte die Mannschaft von Niko Kovac jeweils zwei Punkte leichtfertig her.

Niko Kovac stand dick eingepackt an der Seitenlinie
Niko Kovac stand dick eingepackt an der Seitenlinie © Ralf Ibing /firo Sportphoto | Ralf Ibing

Mit der Aussage „Stimmung am Boden“ wurde der Kroate auf der Pressekonferenz am Samstagabend im Bauch des Signal Iduna Parks konfrontiert. „Maxi ist 23 Jahre alt“, begann Kovac und schmunzelte. „Am Anfang der Saison hat er gesagt, wir wollen Meister werden, jetzt sind wir am Boden. Also: Wir müssen nicht immer alles glauben, was der Junge sagt“, sagte er grinsend.

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Hintergrund: Nach dem 2:0-Sieg beim 1. FC Heidenheim hatte er seinen Stürmer schon einmal gekontert. „Das werde ich ihm schon noch austreiben“, sagte Kovac damals. Konfrontiert wurde der Coach ebenfalls mit Worten Beiers am TV-Mikrofon, der gesagt hatte: „Unser Ziel ist: Wir wollen Meister werden, oben mitspielen über die ganze Saison. Dann musst du hier auch drei Punkte holen.“

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Kovac ergänzte nun nach dem 3:3 gegen Stuttgart: „Wahrscheinlich hat er zu viel Laktat im Körper und dann funktioniert es nicht ganz. Wir sind sicher nicht am Boden.“ Es sei ärgerlich, meinte er, doch der VfB sei eben auch eine richtig gute Mannschaft. Klar ist: In der Tabelle bleibt der BVB trotz der zwei verschenkten Punkten weiter oben mit dabei, steht mindestens bis zum Sonntag weiterhin auf einem Champions-League-Platz.

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Der BVB-Trainer richtete deshalb den Blick nach vorne: „Wir sind zu Hause und wollen gewinnen. Das wollen wir am Dienstag gegen Villarreal wieder schaffen. Wir müssen einiges verändern. Wir müssen besser die Spiele nach Hause fahren, aber dass wir jetzt am Boden sind? Um Gottes Willen. Wir sind noch da, wo wir sein wollen, nämlich oben. Und da werden wir am Ende auch bleiben.“