„Das werde ich ihm schon noch austreiben“, sagte Niko Kovac nach dem 2:0-Sieg beim 1. FC Heidenheim, schmunzelte verschmitzt und sorgte damit auf der Pressekonferenz für einen Lacher. Konfrontiert wurde der Coach von Borussia Dortmund mit Worten des Torschützen Maximilian Beier am TV-Mikrofon. Bei Sky sagte der Stürmer euphorisiert: „Unser Ziel ist: Wir wollen Meister werden, oben mitspielen über die ganze Saison. Dann musst du hier auch drei Punkte holen.“
BVB-Leistung in Heidenheim sehr souverän
Die holte Borussia an der Brenz. Die Mannschaft von Kovac gewann nach der Länderspielpause souverän, Schlagzeilen machten beim dominanten Auftritt daher eher Dinge abseits des Platzes - unter anderem das grellgraue Trikot, gegen das die Fans protestierten, sowie der OP-Wirbel um Carney Chukwuemeka. Dennoch: „Auf dieses Glatteis“, über eine mögliche Meisterschaft zu sprechen, lasse sich der Trainer trotz der guten Leistung nicht ein, erklärte er.
„Man sieht, dass der Junge erst 21 Jahre jung ist. Ich bin ein bisschen älter“, meinte er über seinen Angreifer. „Wir hatten 25 Punkte Rückstand auf Bayern München, 13 Punkte auf Leverkusen. Wir müssen zusehen, dass wir schnellstmöglich in die Champions League kommen. Nach dem dritten Spieltag ist noch keiner auf- oder abgestiegen, geschweige denn Meister geworden. Seine Worte waren sicher aus der Euphorie heraus, weil er ein Tor gemacht hat.“ Und dann: „Das werde ich ihm schon austreiben.“
Niko Kovac: „Weiß nicht, ob er in der Pause etwas getrunken hat...“
Direkt nach Schlusspfiff hatte Kovac bereits mit einem Augenzwinkern auf Beiers Aussagen reagiert und sagte: „Ich weiß nicht, ob er in der Pause etwas getrunken hat, was ihm nicht ganz bekommt. Wir waren 25 Punkte hinter Bayern, 13 hinter Leverkusen, Wir müssen den Ball flach halten.“ Klar ist: Beier ist in Form, traf kurz vor dem Halbzeitpfiff nach Vorlage von Sturmpartner Karim Adeyemi zum 2:0. Zuvor hinterließ er bereits bei der Nationalmannschaft einen guten Eindruck und brachte beim 3:1-Sieg gegen Nordirland Schwung nach Einwechslung.
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„So eine Nachnominierung beflügelt“, erklärte Beier, „jetzt ein Tor zu schießen und die drei Punkte mitzunehmen – wir probieren diesen Schwung auch gegen Juventus mitzunehmen. Wenn wir mit breiter Brust weiterspielen, sehe ich da drei Punkte.“ Dem würde Kovac wohl kaum widersprechen.





