Im Internet ist kaum etwas über die mutmaßlich nächste First Lady von Rheinland-Pfalz zu finden. Ein paar Bilder zeigen Diane Schnieder in verschiedenen ehrenamtlichen Funktionen, aber Infos über öffentliche Auftritte finden sich nicht. Erst am Tag der Wahl, am Tag des großen Triumphes ihres Mannes Gordon, steht auch Diane im Rampenlicht. Etwas unsicher wirkt sie, als der mutmaßlich nächste Ministerpräsident des Bundeslandes sie auf der Bühne küsst. Doch an diese Aufmerksamkeit muss sie sich nun wohl gewöhnen.

Familie, Kirche und Zusammenhalt: Das Ehepaar Schnieder teilt gemeinsame Werte

Diane Schnieder ist, wie ihr Mann, katholisch aufgewachsen. Die 45-Jährige ist seit mittlerweile 18 Jahren die Frau an der Seite des Politikers. In den Reden von Gordon Schnieder geht es meist ruhiger zu. Er plädiert für die Verantwortung und die Nähe zu den Menschen.

Aspekte, die auch in das Privatleben der Familie übertragbar sind. Schließlich leben Diane Schnieder, ihr Mann und die beiden Kinder (11 und 13 Jahre alt) in einem Mehrgenerationenhaus im kleinen Ort Birresborn im Landkreis Vulkaneifel. Die Familie wohnt im Elternhaus von Gordon Schnieder und teilt es mit seinen Eltern.

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Für Diane Schnieder steht der kleine Ort für Erholung. Denn das gemeinsame Leben in dem 1000-Seelen-Ort zeigt, wie sie den Begriff „Heimat“ sieht. Im Gespräch mit dem Magazin Bunte erzählte sie einmal, dass sie ihr Zuhause eng mit der Natur und der Familie verbindet.

In diesem sozialen Gefüge ist Schnieder selbst aktiv. Denn während ihr Mann als CDU-Politiker zunehmend öffentliche Aufmerksamkeit erfährt, wirkt Diane Schnieder im Lokalen. In ihrem Engagement hört sie zu, organisiert und unterstützt. Sie engagiert sich in der Kirchengemeinde, der Schule und der Kommunalpolitik – betreut Sternsinger, ist Elternsprecherin und sitzt im Gemeinderat von Birresborn. Beruflich ist sie als Kommunalbeamtin bei der Verbandsgemeinde Daun ebenfalls fest in der Ortschaft integriert.

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Diane Schnieder als Kraft im Hintergrund

Gerade dieses Selbstverständnis macht die beiden zu einem Team. Erst in jüngster Vergangenheit wagte Gordon Schnieder bei einem CDU-Wahlkampfauftritt in Römerberg deutlichere Worte über Missstände im Land („Abstiegsland“). Diane Schnieder konzentriert sich dagegen lieber auf das, was sie direkt beeinflussen kann: das Umfeld von Familien und Kindern. So spielt für sie die gemeinsame Zeit mit ihrer Familie eine zentrale Rolle. Der „Bunten“ verriet Schnieder jedoch, dass sonntags nicht sie, sondern ihr Mann für die Küche zuständig sei. „Da darf ich ihm auch nicht im Wege stehen“, sagte sie.

Als gemeinsames Hobby geht das Ehepaar gerne wandern. Das ist dann „Erholung pur“, erzählte Schnieder gegenüber der „Bunten“. Aktuell ist die Zeit mit der Familie jedoch knapp. Und das dürfte sich nach dem Wahlerfolg auch nicht ändern. Dass Diane Schnieder die große Öffentlichkeit sucht, ist dennoch unwahrscheinlich: Sie versteht ihre Rolle nicht als Bühnenfigur, sondern als Kraft im Hintergrund – nah an Familie, Kindern und ihrer Heimat in der Eifel.