In Rheinland-Pfalz hat die CDU die Landtagswahl deutlich vor der SPD gewonnen. Laut dem vorläufigen Ergebnis des Landeswahlleiters kam die CDU mit Spitzenkandidat Gordon Schnieder auf 31,0 Prozent – das erwartete Kopf-an-Kopf-Rennen mit der SPD fiel aus. Die seit 35 Jahren in dem Bundesland regierende SPD mit Ministerpräsident Alexander Schweitzer verlor im Vergleich zu 2021 knapp zehn Prozentpunkte und stürzte auf 25,9 Prozent der Stimmen ab.

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Die Partei erzielte somit ihr bislang schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl in Rheinland-Pfalz. Schweitzer war erstmals als Spitzenkandidat angetreten. Die CDU konnte dagegen um 3,3 Prozentpunkte zulegen. Die AfD erreichte von allen Parteien die höchsten Zuwächse. Sie konnte ihr Ergebnis von 2021 (8,3 Prozent) mehr als verdoppeln und erreichte mit 19,5 Prozent ihr bisher bestes Ergebnis in einem westdeutschen Bundesland. Die bislang an der Ampel-Regierung beteiligten Grünen erhielten 7,9 Prozent der Stimmen, bei der vorherigen Wahl waren es noch 9,3 Prozent gewesen.

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Wahl in Rheinland-Pfalz: Die aktuelle Hochrechnung

Der Landtag in Mainz wird künftig ein Vier-Parteien-Parlament sein, denn sowohl FDP (2,1 Prozent) als auch Freie Wähler (4,2 Prozent) verpassten den Wiedereinzug deutlich. Auch die Linke scheiterte mit 4,4 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde, sie wird weiterhin nicht in dem Landesparlament vertreten sein.

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Die CDU stellt künftig 39, die SPD 32 Abgeordnete. Die AfD kommt auf 24 Sitze, die Grünen auf 10. Weil die CDU mehr Direktmandate gewann als ihr Abgeordnetensitze nach dem Ergebnis der Landesstimmen zustehen würden, wird es im neuen Landtag zwei Überhang- und zwei Ausgleichsmandate geben. Dadurch erhöht sich die Zahl der eigentlich vorgesehenen Abgeordneten von 101 auf 105.

Koalitionsrechner: Wer kann Rheinland-Pfalz regieren?

Seit zehn Jahren regiert eine Koalition aus SPD, Grünen und FDP das Land mit seinen gut vier Millionen Einwohnern. Nun läuft alles auf eine große Koalition unter Schnieder hinaus: Andere Bündnisse sind entweder rechnerisch oder – im Falle der AfD – politisch ausgeschlossen. CDU und SPD würden zusammen auf eine breite Mehrheit von 71 der 105 Mandate kommen.

Welche Koalitionen basierend auf dem aktuellen Stand der Auszählungen möglich wären, sehen Sie hier. Wählen Sie einfach die jeweiligen Parteien aus und die Grafik zeigt Ihnen, ob es für eine Mehrheit reichen würde.

Blick in die Wahlkreise: So hat Rheinland-Pfalz gewählt

Zur Wahl aufgerufen waren knapp drei Millionen Menschen in Rheinland-Pfalz. Die Wahlbeteiligung lag laut Landeswahlleiter bei 68,5 Prozent und damit höher als bei der von der Corona-Pandemie geprägten Wahl 2021 (64,3 Prozent).

In den Landtag ziehen nach der Wahl sowohl Direkt- als auch Listenkandidaten ein. In jedem Wahlkreis wird ein Direktkandidat gewählt. Wie die Menschen in den Wahlkreisen abgestimmt haben, sehen Sie – basierend auf dem aktuellen Stand der Auszählungen – hier.

fmg