Es gibt und gab keines, das größer ist: Die „USS Gerald R. Ford“ ist das größte jemals gebaute Kriegsschiff der Welt. Aktuell ist sie auf dem Weg durch das Mittelmeer, ihr Ziel: Israel. Das Schiff dürfte von dort aus in den kommenden Tagen operieren und im Krieg mit dem Iran einerseits dem Schutz der Israelis und in Israel stationiertem US-Personal dienen. Andererseits kann es sich auch von der israelischen Küste aus an Luftangriffen auf das Regime in Teheran und seinen Machtapparat beteiligen.
Für die Angriffe haben die Amerikaner in der Golfregion eine große Streitmacht zusammengezogen, weit größer als für die begrenzte Operation gegen das iranische Atomwaffenprogramm im vergangenen Jahr. Darunter ist auch ein weiterer Flugzeugträger. US-Präsident Donald Trump will die Mullahs davon abhalten, jemals an ein atomares Arsenal zu gelangen, wie er in einer Rede kurz nach den ersten Luftangriffen sagte. Auch soll das Regime in Teheran zu Fall gebracht werden, zumindest sagte Trump das. Ob es gelingt, bleibt fraglich.
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Bei den Angriffen und Militäroperationen wird der „USS. Gerald R. Ford“ eine zentrale Rolle zufallen. Das Schiff ist eine waffenstarrende schwimmende Kleinstadt, ausgerüstet mit modernster Sensorik. Es kann genauso Ziele im Iran angreifen, wie es der israelischen Flugabwehr helfen kann, auf die iranischen Gegenschläge zu reagieren. Satellitenbilder zeigten zuletzt, wie der Gigant einen griechischen Hafen verließ und Kurs nahm auf die israelische Küste.
So here it is Folks....
— OSINT Digest (@Indowatchosint) 27. Februar 2026
High Definition images of USS Gerald R. Ford heading towards Israel and Middle-east theatre deployed for Possible strikes against Iran
Date: 27-02-2026
Captured time: Around 9:00AM UTC (2:30PM IST)
Geolocations📍: 34.78737, 28.22293
Approximately 650KM… https://t.co/FXgEAq5M9Z pic.twitter.com/gmLBovurdO
Das Regime zeigte sich von dem Schiff zuletzt wenig beeindruckt, spottet gar über den Flugzeugträger, auf dem es Probleme mit den Toiletten gibt. So wurde in iranischen Staatsmedien über die „Abwasser-Krise“ an Bord der USS Gerald R. Ford berichtet – mit Fotos von verdreckten Toiletten. Die Aufnahmen stammen aber wohl von anderen Schiffen.
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13-Milliarden-Dollar-Koloss
Klo-Probleme oder nicht: Der Flugzeugträger ist beeindruckend. Rund 4500 Menschen Besatzung und bis zu 90 Jets und Helikopter transportiert der von zwei Kernreaktoren angetriebene 100.000 Tonnen schwere und 337 Meter lange Gigant. Knapp 13 Milliarden US-Dollar hat das Schiff gekostet – Flugzeuge und Hubschrauber schlagen extra zu Buche. Am Tag verschlingt der Einsatz zwischen sechs und sieben Millionen Dollar. Zum Vergleich: Die wegen ihrer Brutalität kritisierte Abschiebebehörde ICE hat für das Jahr 2026 ein Budget von rund 12,5 Milliarden US-Dollar bewilligt bekommen.
Beeindruckend sind vor allem die Fähigkeiten, die 13 Milliarden US-Dollar bezahlen. Anders als ihre Vorgänger verfügt die „USS Gerald R. Ford“ über ein magnetisches Katapultsystem. Frühere Träger nutzten dampfgetriebene Anlagen, um ihre Jets von der Startbahn zu schießen.

Bei den neuen Systemen liegen unter der Startbahn Hunderte elektromagnetische Spulen. Wenn Strom fließt, erzeugen sie ein wanderndes Magnetfeld. Der Schlitten, an dem das Flugzeug hängt, wird von diesem Magnetfeld mit extrem hoher Geschwindigkeit die Bahn entlanggezogen. Das sorgt für materialschonendere Starts und vor allem für mehr Starts pro Stunde. Zusammen mit neu designten Munitionsaufzügen kann die „Gerald R. Ford“ rund 25 Prozent mehr Starts durchführen, als die alten Superträger der „Nimitz“-Klasse.
Bis an die Zähne bewaffnete Kleinstadt
Wie auch ihre Vorgänger ist die „Gerald R. Ford“ eine Art schwimmende Stadt: Zwei riesige Speisesäle und mehrere Cafés versorgen die 4500 Menschen an Bord täglich. Rund 15.000 Mahlzeiten werden hier am Tag ausgegeben. Ein voll ausgestattetes Krankenhaus versorgt die Besatzung mit Operationssälen, Intensivstation, Zahnärzten und einer Apotheke.
„Gerald R. Ford“: So sieht es an Bord des US-Flugzeugträgers aus
Mehrere Fitnessstudios, Kapellen für verschiedene Religionen, Gaming- und TV-Lounges und eine bordeigene Fernseh- und Radiostation sorgen für Zeitvertreib zwischen den Schichten und auf den langen Einsätzen: Die Seeleute sind meist sechs bis neun Monate von ihren Familien getrennt. Die psychische Belastung kann groß ausfallen, vor allem in „River City“-Momenten. Dann ist die Kommunikation für die Menschen an Bord mit der Außenwelt gekappt. Im Extremfall heißt das: wochenlang kein Kontakt zu den Liebsten.
Auch für solche Momente hat das Schiff ein ganz besonderes Besatzungsmitglied: Captain Sage. Die speziell ausgebildete Golden-Retriever-Hündin kann gestressten Seeleuten in schwierigen Momenten helfen, mit ihren Gefühlen umzugehen.
USS Gerald R. Ford: Hat das Kriegsschiff ein Toilettenproblem?
Doch offenbar scheint das US-Kriegsschiff nicht auf alle Gegebenheiten vorbereitet zu sein. Wie der US-amerikanische öffentlich-rechtliche Sender NPR im Februar 2026 berichtet, gibt es für die rund 4500 Menschen an Bord anscheinend zu wenige Toiletten. Es ist die Rede von 45-minütigen Schlangen, die sich täglich an Bord bilden sollen. Das berichtet NPR unter Berufung auf E-Mails, die entsprechende Zustände belegen sollen. Da das Schiff derzeit nicht auf die Werft zurückkehrt, könne man das Problem nicht beheben.
Teil des Problems soll auch ein Konstruktionsfehler sein: Es sei ein Vakuumsystem eingebaut worden. Fällt ein Ventil an einer Toilette aus, funktionieren offenbar alle Toiletten in einem Abschnitt nicht mehr. Drittens seien auch provisorische Reparaturen – etwa die Reinigung mit Säure gegen Kalk – nur im Hafen möglich. Dadurch würden übrige Toiletten ebenfalls zu stark beansprucht werden.
THE PLANNED U.S. ATTACK ON IRAN has a hitch: most of the missile-targeting crew are queuing for toilets on the lead vessel, the USS Gerald R Ford.
— Nury Vittachi (@NuryVittachi) 23. Februar 2026
This is not a joke. A set of emails was obtained by NPR, a US public broadcasting group, revealing that toilet wars have broken out… pic.twitter.com/2rbq7d5CK2
Flugzeugträger: Diplomatisches Druckmittel
Das wichtigste Ziel eines Einsatzes: Abschreckung. Die „USS Gerald R. Ford“ ist bis an die Zähne bewaffnet, nicht nur mit Flugzeugen. Wie alle Flugzeugträger der US-Navy gehört sie zu einer Carrier Strike Group, einem Verband aus mehreren Schiffen und U-Booten, der zusammen die politische Statik einer ganzen Region beeinflussen kann.
Seine Anwesenheit ist ein Signal an die Gegner der US-Regierung, eine Aufforderung, sich genau zu überlegen, wie ein Waffengang mit so einem Feind wohl ausgehen würde. Wenige Waffen im Arsenal des Weißen Hauses sind so ein Druckmittel, wie ein Flugzeugträger und seine Strike Group.

Im Ernstfall können von dem Schiff bis zu 270 Mal am Tag Flugzeuge starten, darunter die F-35-Tarnkappenjets der Navy. Die Flugzeuge können tief in gegnerisches Gebiet eindringen, ohne von Radar erkannt zu werden. Ziele im Umkreis von über 1000 Kilometern lassen sich so aus der Luft angreifen, während die Raketenkreuzer und U-Boote der Strike Group ihrerseits mit Lenkwaffen feindliche Ziele bekämpfen können.
So sind die Worte des US-Präsidenten niemals als leere Drohungen zu verstehen. Donald Trump hat Teheran eine ziemlich deutliche Linie aufgezeigt: „Entweder wir erzielen eine Einigung oder es wird für sie bedauerlich.“ Kurz zuvor hatte Trump bereits gewarnt, die Welt werde „wahrscheinlich in den nächsten zehn Tagen herausfinden“, in welche Richtung es mit dem Iran gehen werde.
mit viv




























