Drei Kinder und zwei Eltern mit einem 14-Stunden-Tag in der Spitzenpolitik: Wie geht es das? Im Podcast „Meine schwerste Entscheidung“ erzählt die CSU-Ministerin Dorothee Bär, wie sie das scheinbar Unmögliche Tag für Tag hinbekommt, wer ihr dabei hilft – und wie schmerzhaft es ist, wenn es mal nicht klappt. Es geht um Fernsehzeiten, Leberwurstbrote und Bärs Geheimtipp für ihre schwangere Kabinettskollegin von der SPD. Es geht aber auch um die Frage, warum so wenige Frauen in der Politik bis ganz nach oben kommen, warum die Frauenquote nötig ist – und warum die Fränkin sich selbst als „Erfahrungsfeministin“ sieht.

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#27 Dorothee Bär über Kinder im Bundestag und den Feminismus-Faktor von Friedrich Merz
Meine schwerste Entscheidung
 

Heute ist die 47-Jährige Ministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt und hat eine überraschende Antwort auf die Frage, wo Friedrich Merz und Markus Söder auf der Feminismus-Skala von 1 bis 10 zu finden sind. Die beiden seien besser als ihr Ruf: Merz sei bei allen Frauen- und Familienthemen ein großer Unterstützer gewesen. Der Kanzler und CDU-Chef bekam von ihr eine „Elf“, Söder sogar eine „Zwölf“. Der CSU-Chef sei „immer jemand gewesen, der sehr stark auch Frauen in der Partei unterstützt hat“. Vier seiner fünf Stellvertreter in der CSU seien Frauen. Söder achte immer extrem darauf, dass Frauen bei der Regierungsbildung als Ministerinnen oder Staatssekretärinnen zum Zug kämen. Zudem treibe er Quotenfragen in der Partei voran.

Dorothee Bär über Fasching: „Es gibt Kostüme, die nicht gehen“

Im Podcast warnt Bär zudem vor einem Übermaß an politischer Korrektheit im Karneval: „Eins meiner schönsten Faschingsbilder ist, als ich mit drei Jahren als Indianerin im Kindergarten war. Das liebe ich immer noch und das würde ich auch immer noch posten“, sagte die CSU-Politikerin, die als Nächste den Orden „Wider den tierischen Ernst“ verliehen bekommt. Eine Indianerverkleidung würde für sie auch heute noch funktionieren, betonte Bär. „Ich glaube auch, dass die indigenen Völker weniger Probleme damit haben als einige Moralapostel in Deutschland. Da hätte ich überhaupt kein Problem.“

Alle Folgen auf einen Blick

Aber auch für Bär gibt es Grenzen. Es gebe „natürlich Kostüme, die nicht gehen“, sagte sie. „Also alles, was jetzt kriegsverherrlichend ist, oder alles, was an die NS-Zeit erinnert, das geht alles natürlich nicht.“ Über den Karnevalsorden, den sie im Januar in Aachen bekommen wird, sei sie „sehr, sehr glücklich“, so Bär. Sie finde, „da hat es die Richtige erwischt, weil ich liebe die närrische Zeit“. 

Den Podcast „Meine schwerste Entscheidung“ können Sie hier hören und auf allen gängigen Streaming-Plattformen wie Spotify, Apple Podcast und Amazon Music. Neue Folgen erscheinen jeden zweiten Donnerstag