Der tödliche Angriff eines Schwarzfahrers auf einen Bahnmitarbeiter in Rheinland-Pfalz im Februar dieses Jahres hat für Entsetzen gesorgt. Der Fall befeuerte zudem die Debatte um mehr Sicherheit an Bahnhöfen. Zu Beginn der Osterferien nimmt die Bundespolizei daher Bahnhöfe wieder stärker in den Fokus: Um der Gewalt dort den Kampf anzusagen, werden verstärkt Streifen und Kontrollen in mehreren Großstädten und Bundesländern durchgeführt. Darunter sind unter anderem Berlin, Hamburg und Bremen.

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Ziel des bereits zweiten bundesweiten Schwerpunkteinsatzes in diesem Jahr ist es, Straftaten zu verhindern, Ermittlungsverfahren einzuleiten und das Sicherheitsgefühl von Reisenden und Beschäftigten zu erhöhen, wie es in einer Mitteilung hieß.

Bahnhöfe in Großstädten: Zahl der Gewaltdelikte steigt weiter

Auch in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bayern sind von Freitag bis Sonntag Maßnahmen geplant. Ausgewählt wurden den Angaben zufolge erneut Bahnhöfe, an denen es immer wieder zu Gewalt kommt. Gerade in Großstädten hat die Zahl der Gewaltdelikte in den vergangenen Jahren immer weiter zugenommen. 2025 hat es an deutschen Bahnhöfen und Zügen insgesamt 5600 Vorfälle gegeben. Auch die Beamten der Bundespolizei erleben jedes Jahr Tausende An- und Übergriffe.

Dabei war Leipzig im vergangenen Jahr laut Medienberichten der am meisten von Gewaltvorfällen betroffene Bahnhof. 859 Delikte wurden dort durch die Bundespolizei erfasst. Es folgt der Dortmunder Hauptbahnhof mit 735 Gewaltdelikten. Dann der Berliner Hauptbahnhof mit 654 Gewaltdelikten und der Hauptbahnhof in Köln mit 648 Gewaltdelikten.

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Gewalt gegen Bahnmitarbeiter nimmt deutlich zu

Ein wachsendes Problem ist die Gewalt gegen Mitarbeiter der Deutschen Bahn und anderer Verkehrsbetriebe. Allein im vergangenen Jahr wurden 3000 Vorfälle registriert. Das sind acht am Tag. Bei Fahrkartenkontrollen, bei der Durchsetzung des Hausrechts oder am Rande von Volksfesten, Großveranstaltungen und Fußballspielen kommt es immer wieder zu verbalen oder körperlichen Übergriffen auf das Personal. Die Fallzahl war zuletzt steigend.

dpa/jle