Der wegen des tödlichen Angriffs auf einen Zugbegleiter der Deutschen Bahn festgenommene mutmaßliche Täter war laut „Spiegel“ am selben Tag schon einmal auffällig geworden. Bundespolizisten hätten den 26-Jährigen am Tag der Tat bereits um 11.50 Uhr in Kaiserslautern aus einem aus Frankreich kommenden TGV geholt, berichtet das Magazin. Zugbegleiter hätten in dem Vorfall die Behörden alarmiert, weil der Mann im Zug gegen eine Tür getreten habe.
Da die Tür unbeschädigt blieb und der Mann über ein Ticket verfügte, blieb der Vorgang für ihn laut „Spiegel“ jedoch offenbar ohne strafrechtliche Folgen. Der selbe Mann sei dann gegen 17.45 Uhr in einem Regionalexpress in der Nähe von Landstuhl von einem Zugbegleiter kontrolliert worden, der ihn wegen eines nun fehlenden Fahrscheins des Zuges verweisen wollte. Der Schwarzfahrer attackierte den Zugbegleiter mit heftigen Faustschlägen, dieser wurde lebensgefährlich verletzt und starb später.
Getöteter Zugbegleiter: Behörden werten Videomaterial aus
Der mutmaßliche Täter war laut „Spiegel“ in Luxemburg gemeldet. Die dortigen Behörden sollen ihn allerdings erst am Dienstag als „vermisste Person“ ausgeschrieben haben, sodass den Beamten am Tag der Tat noch keine Beschreibung des Mannes vorgelegen habe. Der zuständigen Staatsanwaltschaft Zweibrücken zufolge schweigt der mutmaßliche Täter bislang. Die Behörden werten Videomaterial und Zeugenaussagen aus.
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Bei dem Getöteten handelt es sich laut Bahn um einen alleinerziehenden Vater zweier Kinder, der 36-Jährige starb laut Staatsanwaltschaft an einer Hirnblutung infolge stumpfer Gewalt gegen den Kopf. Der Tatverdächtige wurde festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. Der Vorfall vom 2. Februar hatte in Deutschland für Entsetzen gesorgt.
Am Freitag soll auf einem Sicherheitsgipfel über mehr Schutz in der Bahn diskutiert werden. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, wurden die Bundesregierung, die Bundespolizei, Vertreter der Bahnbranche, die Länder und Aufgabenträger für den Regionalverkehr sowie die Gewerkschaften angeschrieben. Der Gipfel soll im Gebäude der Bahn am Potsdamer Platz in Berlin stattfinden.
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Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) werde an dem Treffen teilnehmen, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Auch das Bundesinnenministerium wird einem Sprecher zufolge vertreten sein. Wer genau aus dem Ministerium teilnimmt, wurde noch nicht gesagt.
Bahnchefin Evelyn Palla hatte den Sicherheitsgipfel vergangene Woche als Reaktion auf die tödliche Gewalttat in Rheinland-Pfalz angekündigt. Der Chef der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Martin Burkert, hatte nach dem Angriff von den Ländern vor allem Geld für eine Doppelbesetzung in Regionalzügen gefordert. Ziel sei es, dass Beschäftigte nicht mehr allein im Zug unterwegs sein müssten.
AFP/dpa/es






