Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit ist durch die neu veröffentlichten Epstein-Akten wieder in die Schlagzeilen geraten. Aus Unterlagen, die das US-Justizministerium am Freitag freigegeben hat, geht hervor, dass die Kronprinzessin über mehrere Jahre hinweg intensiven Kontakt zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hatte. In den Dokumenten findet sich demnach fast 1000 Mal ihr Name.
Brisant: Wie norwegische Medien berichten, enthalten die Akten zahlreiche E-Mails, die Mette-Marit und Epstein zwischen 2011 und 2014 austauschten. Epstein war bereits 2008 wegen der Anwerbung einer Minderjährigen zur Prostitution verurteilt worden. Offenbar kein Grund für die Kronprinzessin, den Kontakt abzubrechen.
Mette-Marit in Epstein-Akten – Sohn Marius vor Gericht
Für die norwegische Königsfamilie kommen die Veröffentlichungen zur Unzeit: Am Dienstag beginnt in Oslo der Prozess gegen Mette-Marits Sohn Marius Borg Høiby, der aus einer früheren Beziehung stammt. Ihm werden 38 Straftaten vorgeworfen, darunter die Vergewaltigung von vier Frauen sowie weitere Sexual-, Gewalt- und Drogendelikte. Høiby bestreitet die schwersten Vorwürfe. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu 16 Jahre Haft. Bereits am heutigen Montag wurde er festgenommen.
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Am vergangenen Samstag äußerte sich die Kronprinzessin erstmals öffentlich zu ihrer Beziehung zu Epstein. In einer vom Königshaus verbreiteten Erklärung sagte die 52-Jährige: „Ich habe ein schlechtes Urteilsvermögen gezeigt und bedaure zutiefst, überhaupt Kontakt mit Epstein gehabt zu haben. Es ist schlicht beschämend.“ Zugleich bekundete sie ihre „tiefe Anteilnahme und Solidarität“ mit den Opfern Epsteins.
Epstein und Mette-Marit: Nutze er sie aus?
Die nun bekannt gewordenen E-Mails zeichnen ein vertrautes Verhältnis. In einer Nachricht nannte sie ihn laut einem Bericht des „Guardian“ „weichherzig“ und sagte, er sei „so ein liebenswerter Mensch“. 2012 bezeichnete sie ihn als „sehr charmant“ und fragte, ob es „unangemessen für eine Mutter“ sei, „zwei nackte Frauen mit einem Surfbrett als Poster für meinen 15-jährigen Sohn“ vorzuschlagen. In weiteren Mails ging es um Epsteins angebliche „Frauenjagden“ in Paris. Mette-Marit bezeichnete die Stadt als „gut für Ehebruch“.
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Aus den Akten geht zudem hervor, dass Mette-Marit 2013 vier Tage in Epsteins Haus in Palm Beach, Florida, verbrachte, während dieser nicht anwesend war. Die bloße Nennung in den Akten impliziere jedoch kein Fehlverhalten, heißt es ausdrücklich. Der norwegische Hof erklärte, Mette-Marit habe den schriftlichen Kontakt zu Epstein 2014 beendet, da sie den Eindruck gewonnen habe, er wolle die Beziehung zur Kronprinzessin „als Druckmittel gegenüber anderen nutzen“.
lro




