Ab dem 9. März 2026 können Pendler im Bergischen Städtedreieck eine neue Mitfahrplattform nutzen: bergisch.move bringt Autofahrer und Mitfahrer per App zusammen, die ähnliche Pendelstrecken zurücklegen. Entwickelt wurde das Angebot von der Neuen Effizienz, die seit 2012 Transformationsprojekte in der Region vorantreibt. Zwar unabhängig von der aktuellen Bahn-Sperrung, aber das Timing könnte kaum besser sein.
- Fünf Monate Bahn-Chaos: Was Wuppertal jetzt erwartet
- Bahn-Sperrung in Wuppertal: Verkehrsminister wird deutlich – „Es ist eine Zumutung“
- Es fahren wieder Bahnen: So ist die Baustellen-Lage am Wuppertaler Hbf
Der Schienenersatzverkehr im vergangenen Monat hat deutlich gezeigt, wie schnell die Mobilität im Bergischen an ihre Grenzen stößt: überfüllte Busse, unzuverlässige Verbindungen, Fahrtzeiten, die sich teilweise verdreifacht haben. Und die nächste Vollsperrung der Bahnstrecke steht ab dem 20. März 2026 bereits wieder an.
Auch ohne Bahn-Chaos sind die Straßen in NRW stark belastet, bestätigte die ADAC-Staubilanz 2025. Die neue Plattform soll kein Ersatz für Bus und Bahn sein, betonen die Macher, sondern ein zusätzlicher Baustein, der die Region widerstandsfähiger macht.
So funktioniert die App bergisch.move in Wuppertal
Die App basiert auf der Technologie von Karos Mobility, einem europaweit führenden Anbieter für Mitfahrnetzwerke. Für das Bergische Städtedreieck wird sie gezielt angepasst. Die wichtigsten Funktionen:
- Die App gleicht Pendelrouten automatisch ab und schlägt passende Fahrgemeinschaften vor.
- Zustiegspunkte: Spezifische Haltepunkte in Quartieren und Gewerbegebieten.
- Unternehmensseiten: Teilnehmende Arbeitgeber bekommen eine eigene Seite in der App.
- Auswahlkriterien: Fahrer und Mitfahrer können nach bestimmten Kriterien gefiltert werden – zum Beispiel frauenexklusive Fahrten.
Hinter bergisch.move stehen unter anderem die Stadtwerke Wuppertal, Solingen, Remscheid, die Wirtschaftsförderungen der Städte sowie die Bergische Industrie- und Handelskammer. Die operative Umsetzung übernimmt die Neue Effizienz. Finanziert wird das Projekt über den Förderantrag „koop-mobil“, den das Bundesverkehrsministerium bewilligt hat.



