Im Vorfeld der Kommunalwahl haben wir unsere Community im Rahmen des WAZ-Stadtchecks gefragt, wie sie Dortmund bewertet. Dabei fällt auf: Viele Bürgerinnen und Bürger sind unzufrieden mit der Parkplatzsituation und Sauberkeit in der Stadt. Außerdem werden Kulturangebote, Freizeitangebote für Jugendliche und Supermärkte in weniger zentral gelegenen Stadtteilen teilweise schmerzlich vermisst.
Unser WochenDOsis-Paket zur Kommunalwahl:
- Intensivpatient Infrastruktur: So planen die OB-Kandidaten
- Verkehr in Dortmund: Wie blicken die OB-Kandidaten darauf?
- Sichere Dortmunder Innenstadt? So sehen es die OB-Kandidaten
- „Ein Stück Lebensqualität“: Bangen um Dortmunds Schwimmbäder
- Angst in der Dortmunder Innenstadt? „Nein. Man stumpft ab.“
Zur städtischen Infrastruktur in Dortmund gehören all jene Einrichtungen und Netze, die das Leben in der Stadt überhaupt erst möglich machen. Dazu zählen Verkehrswege wie Straßen, U-Bahn, Bus- und Bahnlinien ebenso wie Versorgungsnetze für Strom, Wasser, Gas und Internet. Aber auch die soziale Infrastruktur – also Kitas, Schulen, Spielplätze, Krankenhäuser, Sportstätten, Kultur- und Freizeiteinrichtungen – ist Teil davon und spielt im Alltag vieler Dortmunder Familien eine zentrale Rolle.
Wir haben die Dortmunder OB-Kandidaten deshalb gefragt:
Marode Schulen und Schwimmbäder, aber knappe Kassen: Wie kommt Dortmund mit Ihnen als OB aus dieser Misere heraus?
Geantwortet haben alle Kandidatinnen und Kandidaten – bis auf Özkan Arikan (Bündnis für Vielfalt und Toleranz). Die zentralen Aussagen findest du hier zum Durchklicken in unserer Fotostrecke – weiter unten folgen die Antworten in alphabetischer Reihenfolge und in voller Länge. Wir hatten eine Begrenzung von 300 Zeichen pro Antwort vorgegeben, damit die OB-Kandidaten auf den Punkt kommen müssen. Über 300 Zeichen hinaus haben wir gekürzt.
Die Dortmunder OB-Kandidaten zum Thema Infrastruktur
Michael Badura (Tierschutzpartei)
„Wir brauchen hier einen neuen Ansatz. Ich werde die städtischen Kassen strategisch stärken. Mit meinen weltweiten Kontakten möchte ich gezielt Unternehmen aus den Bereichen Handel, erneuerbare Energien und nachhaltige Technologien nach Dortmund holen. Die neuen Steuereinnahmen fließen direkt in einen Sonderfonds für Schulen und Schwimmbäder. (...)“
Martin Cremer (Einzelbewerber)
„Wir brauchen eine starke Wirtschaft, die mehr Leistungsträger anzieht und höhere Steuereinnahmen bringt. Damit investieren wir in Schulen und Straßen. Aufgrund noch knapper Kassen braucht Dortmund einen OB, der Bilanzen versteht und wirtschaftlich Prioritäten setzt, um Lebensqualität zu sichern.“
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Heiner Garbe (AfD)
„Es muss das getan werden, was die Altpartien immer verweigert haben: Es muss gespart werden. Es darf nur das finanziert werden, was man sich auch leisten kann. Wir brauchen keine neue Junge Bühne für über 80 Mio. € und auch kein neues Schauspielhaus für über 100 Mio. €. Diese eingesparten Lustausgaben sollten für die Erweiterung der Kinderklinik eingesetzt werden.“
Christian Gebel (Volt)
„Der Willen und die Mittel sind da, wenn die Prioritäten richtig gesetzt und Fördermittel eingeworben werden. Was fehlt, ist eine Optimierung der Prozesse, um schneller als bisher zu Ergebnissen zu kommen, und qualifiziertes Personal, um mehr Projekte gleichzeitig zu stemmen.“
Alexander Kalouti (CDU)
„Wir müssen Steuereinnahmen steigern, indem wir eine Willkommenskultur für Unternehmen schaffen, Gewerbeflächen für Investoren anbieten und aktiv um Ansiedlungen werben. Wirtschaftliche Stärke ermöglicht es, notwendige Investitionen in unsere Infrastruktur besser umzusetzen..“
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Fatma Karacakurtoglu (Die Linke)
„Wir handeln konkret: Die Sportwelt gGmbH geht zurück in kommunale Hand, das Nordbad wird neu gebaut. Schulen werden saniert oder neu errichtet. So sichern wir moderne Lern-, Sport- und Bademöglichkeiten für alle Dortmunder:innen. Klare Lösungen statt leerer Versprechen.“
Michael Kauch (FDP)
„CDU und Grüne haben Steuergelder in zahlreiche linke Projekte versenkt - bis hin zur Förderung von Hausbesetzer-Liederabenden. Baukosten bei städtischen Projekten laufen aus dem Ruder und das städtische Personal ist in 5 Jahren um fast 20% gewachsen. Die Steuerverschwendung durch Verwaltung und Stadtrat muss ein Ende haben.“
Katrin Lögering (Grüne)
„Wir priorisieren konsequent Zukunftsinvestitionen – Schulen, Bäder und Bildung. Grüne Finanzpolitik heißt: Mittel sozial-ökologisch investieren. Wir wollen raus aus dem Investitionsstau – mit gezieltem Fördermittelmanagement. Unsere Schulen brauchen moderne Gebäude und ansehnliche Schulklos. (...)“
>>> Wir wollen uns mit euch austauschen! Du willst dabei sein? Dann schreib unserer Redaktion persönlich bei WhatsApp – wir antworten garantiert. Ganz wichtig: Es werden keine Nachrichten ohne dein Einverständnis veröffentlicht.
Marc Ossau (Freie Wähler)
„Dortmund kämpft als Teil der gesamten Metropol-Region. Interkommunale Koordination ist gefordert. Der viel zitierte Mittelstand fördert Fachkräfte, sorgt jenseits prekärer Arbeitsverhältnisse für Stabilität und führt zu solider Haushaltslage. Schulen und Bäder bedeuten Investitionen in eine familienfreundliche, zukunftsgewandte Stadt.“
Olaf Schlösser (Die Partei)
„Knappe Kassen? Kein Problem. Schulen und Bäder werden von jetzt an durch Sponsoring finanziert. Willkommen im ‚Red Bull-Gymnasium‘ und im ‚Nordbad powered by Wodka Gorbatschow‘. Und wenn es trotzdem noch tropft und bröckelt: Dann deklarieren wir die Gebäude als ‚Open-AirBildungszentren‘. (...)“
Thomas Westphal (SPD)
„Ich werde meinen Kurs fortsetzen. Wir haben die Investitionen verdreifacht und werden noch mehr Geld für Schulen, KiTas und Straßen ausgeben. Gleichzeitig fördern wir den Bau von 2.000 Wohnungen pro Jahr.“
















