Nicht nur die Verkaufszahlen bereiten Tesla derzeit Sorgen. Jetzt gerät der Elektroautobauer auch bei der Hauptuntersuchung unter Druck. Der aktuelle TÜV-Report 2026, über den der ADAC berichtet, zeigt deutliche Schwächen bei den beliebten Modellen Tesla Model Y und Tesla Model 3. Vor allem bei zwei bis drei Jahre alten Fahrzeugen fallen die E-Autos mit einer überdurchschnittlich hohen Zahl an Mängeln auf.

Während Tesla schwächelt, sorgt ausgerechnet ein japanischer Hersteller Mazda für eine Überraschung. Die Marke setzt sich im aktuellen Ranking an die Spitze und verweist traditionsreiche Autobauer wie VW, Mercedes und BMW deutlich auf die hinteren Plätze.

Tesla mit einer hohen Mängelquote bei der Hauptuntersuchung

Der TÜV-Report basiert auf Daten von rund 9,5 Millionen Pkw-Hauptuntersuchungen im Zeitraum zwischen dem 1. Juli 2024 und dem 30. Juni 2025. Für die Auswertung wurden insgesamt Daten von 216 verschiedenen Fahrzeugtypen herangezogen, darunter auch 18 reine Elektroautos. Das Ergebnis fällt ernüchternd aus: Bei 21,5 Prozent der geprüften Fahrzeuge stellten die Prüfer „erhebliche“ oder sogar „gefährliche Mängel“ fest.

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Besondere Aufmerksamkeit erhält in diesem Jahr erstmals eine eigene Auswertung für Elektroautos – und dabei gerät Tesla deutlich unter Druck. Sowohl das Tesla Model Y als auch das Tesla Model 3 landen im Ranking auf den hintersten Plätzen. Beim Model Y liegt die Mängelquote bei 17,3 Prozent, beim Model 3 bei 13,1 Prozent. Als häufigste Schwachstellen nennen die Prüfer Probleme an den Achsaufhängungen, verschlissene Bremsscheiben sowie Defekte an der Beleuchtung. An die Spitze des Rankings setzt sich dagegen der Mini Cooper SE, gefolgt vom Audi Q4 e tron.

Gesamtsieger überrascht die Konkurrenz

Bei den zwei bis drei Jahre alten Fahrzeugen sorgt vor allem ein Modell für eine Überraschung. Der Mazda 2 sichert sich mit einer Mängelquote von lediglich 2,9 Prozent den Spitzenplatz im TÜV-Ranking. Damit lässt der japanische Hersteller zahlreiche renommierte Marken hinter sich und setzt ein deutliches Ausrufezeichen in Sachen Zuverlässigkeit.

In der Kategorie der vier bis fünf Jahre alten Fahrzeuge dominiert dagegen Volkswagen. Sowohl der VW Golf Sportsvan als auch der VW T-Roc überzeugen mit starken Ergebnissen. Der T-Roc behauptet seine Spitzenposition auch bei den sechs bis sieben Jahre alten Autos und beweist damit echte Dauerqualitäten. Bei den acht bis neun Jahre alten Fahrzeugen fährt der Mazda CX 3 an die Spitze. Erst in der Klasse der über zehn Jahre alten Autos übernimmt Mercedes das Kommando. Hier setzt sich die Mercedes B Klasse an die Spitze des Rankings.

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Vor allem bei der Langzeitqualität bleibt der Stuttgarter Autobauer ein Maßstab. Erstmals hat der TÜV-Report in diesem Jahr auch einen Sieger für die beste Langzeitqualität ausgezeichnet. Mercedes landet mit einer Mängelquote von 18,5 Prozent auf Platz eins. Dahinter folgen Audi mit 19,2 Prozent und Toyota mit 22 Prozent.

Wer sind die Verlierer im TÜV-Report 2026?

Wo es Gewinner gibt, dürfen auch die Verlierer im TÜV-Report 2026 nicht fehlen – und dabei sorgen einige Ergebnisse durchaus für Überraschungen. Ausgerechnet BMW landet mit den 5er- und 6er-Modellen in den Altersklassen von vier bis fünf sowie acht bis neun Jahren auf den hinteren Plätzen des Rankings.

Auch der Dacia Duster schneidet bei den Hauptuntersuchungen schlecht ab. Das SUV bildet sowohl bei den sechs bis sieben Jahre alten Fahrzeugen als auch in der Kategorie der zehn bis elf Jahre alten Autos das Schlusslicht. Die Prüfer stellten hier besonders häufig erhebliche Mängel fest.

Wer sich für ein älteres Fahrzeug interessiert, sollte zudem beim Renault Clio genauer hinschauen. In der Klasse der zwölf bis dreizehn Jahre alten Autos landet das Modell auf dem letzten Platz und zählt damit zu den größten Problemfällen im aktuellen TÜV-Ranking.