Über diese Leistungsschau der weltweiten Automobilisten in München, die IAA Mobility 2025, wird noch zu reden sein – und zwar vermutlich vor allem mit Blick auf die Nebentöne. Da sprach CSU-Chef Markus Söder doch tatsächlich davon, dass Deutschland ohne das Automobil wie „eine Dame ohne Unterleib“ sei. Kanzler Friedrich Merz (CDU) gelang es dann sogar, seine Haltung auch ohne mehr oder weniger geschickte Metaphern klarzumachen: Die Bundesregierung stehe an der Seite der Autoindustrie, erklärte Merz. Na, danke!

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Merz sagte auch noch, dass man mehr Flexibilität bei Regulierungen brauche. Damit meint der Kanzler, dass man durchaus darüber nachdenken könne, den fixen Termin eines Zulassungsverbots für neue Verbrenner im Jahr 2035 auch noch zu verschieben. Darüber kann man fraglos geteilter Meinung sein.

Die Politik hat erkannt, wie wichtig die Autoindustrie für den Standort ist

Mut macht, dass die Politik mit diesen Aussagen die Bedeutung der Autoindustrie für den deutschen Wirtschaftsstandort unterstreicht. Jetzt müssen Merz & Co. die richtigen Schlüsse ziehen und schnell dafür sorgen, dass in Deutschland wieder wettbewerbsfähig industriell produziert werden kann. Das heißt: Energiepreise, Steuern und Sozialabgaben runter, Rente, Bürgergeld und Krankenversicherung reformieren. Viele Vorschläge liegen dazu auf dem Tisch. Herr Merz, übernehmen Sie!

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Dominik Bath ist Redakteur für Politik & Wirtschaft in der FUNKE Zentralredaktion.© FUNKE Foto Services | Jörg Krauthöfer

Denn ansonsten könnten sich die Hoffnungsschwimmer, die mit dieser IAA verbunden sind, schnell wieder verflüchtigen. Der von VW zum Beispiel, wo man wieder günstig und gut sein will. Oder der von BMW, wo auf der Softwareseite ein radikaler Neuanfang gewagt wurde. Da stiegen Merz und Söder gerne ein. Entscheidend aber wird sein, ob dem politischen Zuspruch nun auch Konsequenzen im Handeln folgen. Ansonsten droht der Autonation Deutschland die Vollbremsung.